Familienpolitik

Politik sollte ideologische Scheuklappen ablegen: Bundesverband der Personalmanager (BPM) veröffentlicht Thesenpapier zu zukunftsgewandter Familienpolitik

Joachim Sauer, BPM
Joachim Sauer

Berlin – Das BPM-Präsidium hat acht familienpolitische Thesen verabschiedet. Darin legt der Verband die Grundzüge einer zukunftsgewandten Familienpolitik aus HR-Sicht dar. Ausgangspunkt bildete die Kritik führender Forschungsinstitute an der mangelnden Effizienz der familienpolitischen Leistungen in Deutschland.

„Die Ergebnisse zeigen ganz klar, dass die Förderung der Kinderbetreuung das beste Mittel ist, um die Erwerbswünsche von Müttern umzusetzen“, so BPM-Präsident Joachim Sauer. Anstatt viel Geld in das Betreuungsgeld zu investieren, müsse die Qualität der Betreuung weiter verbessert werden. „Die neue Regierung sollte ihre ideologischen Scheuklappen hier ablegen“, empfiehlt Sauer.

Politik für Rabenmütter? Offener Brief an Familienministerin Dr. Kristina Schröder

Melanie Vogel

Sehr geehrte Frau Ministerin,

glauben Sie mir, ich verstehe Ihre Situation: als Vollzeit arbeitende Mutter eines kleinen Kindes stecken Sie in den gleichen Rollenkonflikten, unter denen unzählige Mütter schon vor Ihnen gelitten haben, zur Zeit leiden – und auch in Zukunft leiden werden, wenn sich in Deutschland nicht sehr schnell etwas ändert.

Ja, den Stempel „Rabenmutter“ gibt es. Ja, berufstätige Mütter haben es deutlich schwerer, sich im Job zu bewähren. Sie werden nach wie vor diskriminiert und viel zu selten in Betracht gezogen, wenn es um Führungspositionen und Aufstiegsmöglichkeiten geht.