Politik sollte ideologische Scheuklappen ablegen: Bundesverband der Personalmanager (BPM) veröffentlicht Thesenpapier zu zukunftsgewandter Familienpolitik

Joachim Sauer, BPM
Joachim Sauer

Berlin – Das BPM-Präsidium hat acht familienpolitische Thesen verabschiedet. Darin legt der Verband die Grundzüge einer zukunftsgewandten Familienpolitik aus HR-Sicht dar. Ausgangspunkt bildete die Kritik führender Forschungsinstitute an der mangelnden Effizienz der familienpolitischen Leistungen in Deutschland.

„Die Ergebnisse zeigen ganz klar, dass die Förderung der Kinderbetreuung das beste Mittel ist, um die Erwerbswünsche von Müttern umzusetzen“, so BPM-Präsident Joachim Sauer. Anstatt viel Geld in das Betreuungsgeld zu investieren, müsse die Qualität der Betreuung weiter verbessert werden. „Die neue Regierung sollte ihre ideologischen Scheuklappen hier ablegen“, empfiehlt Sauer.

In dem Thesenpapier macht der BPM auch konkrete Vorschläge, wie Familie und Beruf sich in der Praxis besser vereinbaren lassen. So können beispielsweise mehr vollzeitnahe Teilzeitstellen geschaffen werden, um die Karrierechancen für beide Elternteile zu erhalten. Bisher sei Teilzeit oft eine berufliche Sackgasse. Zudem dürften sich Führungsverantwortung und Familienverantwortung nicht ausschließen. Das Thesenpapier kann unter www.bpm.de abgerufen werden.

Die Gesamtevaluation der ehe- und familienpolitischen Leistungen läuft seit 2009 und wird im Jahr 2013 abgeschlossen. Obwohl zahlreiche Wissenschaftler die Ineffizienz einzelner familienpolitischer Programme bemängeln, sieht die amtierende Familienministerin Schröder keinen Veränderungsbedarf. Die beteiligten Forschungsinstitute präsentieren am 2. Oktober 2013 in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre Sicht auf die Thematik.

Über den BPM
Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) ist die berufsständische Vereinigung für Personalmanager aus Unternehmen, Organisationen und Verbänden. Der Verband mit Sitz in Berlin vertritt die Interessen seiner rund 4.000 Mitglieder auf regionaler und Bundesebene gegenüber der Politik und der Wirtschaft. Er bezieht in der öffentlichen Diskussion Stellung zu Themen, die den Berufsstand betreffen. Mitglied werden können ausschließlich hauptberuflich tätige Personalverantwortliche bzw. Mitarbeiter der Personalabteilungen. Die Mitgliedschaft im BPM ist personengebunden.

Pressekontakt:

Nina Göllinger
Leiterin der Bundesgeschäftsstelle

Bundesverband der Personalmanager
Friedrichstraße 209
D-10969 Berlin

Tel +49 (0) 30/84 85 93 00
Fax +49 (0) 30/84 85 92 00

nina.goellinger@bpm.de
www.bpm.de

1 Kommentar zu „Politik sollte ideologische Scheuklappen ablegen: Bundesverband der Personalmanager (BPM) veröffentlicht Thesenpapier zu zukunftsgewandter Familienpolitik“

  1. Niemand kann sich an die ersten drei Lebensjahre direkt und konkret erinnern, da dort komplexe Reifungs- und Verschaltungsvorgänge in den Gehirnen ablaufen, in welche nur sehr behutsam eingegriffen werden sollte.
    So toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes (Siehe auch in den hierzulande weitgehend unbekannten Studien z. B. von Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg: Innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent (Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa):
    Ausgerechnet diejenige Partei, die sich für die Schwachen einsetzen will, argumentiert reflexhaft gegen das Betreuungsgeld und trifft damit die Schwächsten der Gesellschaft.
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung. [Auch Migrantenkinder müssen das basale Denken in der jeweiligen Muttersprache beginnen zu lernen].
    Dadurch ist zu befürchten, dass der wichtigste Schatz, den Deutschland besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt vorliegen wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5 – 6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013)

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.