Großbritannien

BREXODUS: Britische Arbeitskräfte suchen Jobs in der EU –  Deutschland zählt zu den beliebtesten Zielländern

  • Annina Hering

    Elf Monate vor dem Brexit planen wieder genauso viele britische Arbeitnehmer in die EU auszuwandern wie kurz nach dem Referendum

  • Deutschland liegt auf Rang vier der beliebtesten EU-Zielländer
  • Berlin, München und Hamburg sind die meistgefragten deutschen Städte

Die Brexit-Uhr tickt. In weniger als einem Jahr verlässt Großbritannien die EU. Aktuelle Daten der weltweit größten Jobbörse Indeed zeigen, dass die Zahl britischer Arbeitnehmer, die einen Jobwechsel in die EU planen, den höchsten Stand seit kurz nach dem Referendum erreicht hat. Deutschland gehört zu den beliebtesten EU-Ländern bei britischen Jobsuchern.

Entwicklung am Arbeitsmarkt sorgt für steigende Löhne

Indeed-Arbeitsmarktkommentar, April 2017

Mariano Mamertino
Mariano Mamertino

Der deutsche Arbeitsmarkt befindet sich im Frühlingshoch. Die Zahl der Erwerbslosen hat mit 2,569 Millionen den niedrigsten Wert in einem April seit 1991 erreicht. So ist die Zahl im Vergleich zum Vormonat um 93.000 gesunken und im Jahresvergleich um 175.000 Menschen.

Brexit: Großbritannien könnte Pole Position bei Jobsuchenden verlieren – Chance für deutsche Arbeitgeber

Mariano Mamertino
Mariano Mamertino

Deutschland derzeit noch deutlich hinter Großbritannien / Gerade Beschäftigungsfelder mit hoher Bedeutung für Digitalisierung könnten profitieren / Starkes Wachstum, ein hoher Fachkräftebedarf und eine stabile Wirtschaft ziehen Arbeitskräfte an

Die Abstimmung für den Austritt aus der EU könnte die Beliebtheit Großbritanniens bei Jobsuchenden verringern – und somit deutschen Unternehmen Vorteile verschaffen, so Mariano Mamertino, Europa-Ökonom bei Indeed, der weltweit größten Online-Jobseite. Insbesondere in technischen Branchen und in den beliebten Städten der Gründerszene wie Berlin könnten die Folgen eines Brexits spürbar werden.

Großbritannien: Düstere Arbeitsmarktsituation für Absolventen

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Der „Daily Telegraph“ berichtet in seiner gestrigen Print-Ausgabe gleich in mehreren Artikeln über düstere Aussichten für Absolventen auf dem britischen Arbeitsmarkt. Graeme Paton, Education Editor, setzt sich mit der veränderten Auswahl von Studienfächern auseinander und stellt fest, daß die Nachfrage nach Studiengebieten der Geisteswissenschaften nachgelassen habe. Studenten konzentrieren sich demzufolge mehr auf Studienfächer, die einen unmittelbaren parktischen Bezug haben. Dazu gehören Medizin, Ingenieurswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften.