Hartmut Rosa

Der Mälstrom der kognitiven Belastung treibt die moderne Arbeitswelt an

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Arbeiten 4.0, NewWork oder wie auch immer die Hype-Begriffe lauten, dürfen in keinem Jahresrückblick oder in Trendprognosen fehlen. In der nachrichtenarmen Zeit zwischen Weihnachten und dem Jahresbeginn sind solche Themen eine willkommene „Sättigungsbeilage“ für Redakteure und Blogger. Selten gelingt es, einen Blick auf die Hintergründe der stetigen Veränderungen der Arbeitswelt zu werfen und diese plausibel und verständlich zu erklären.

Die kognitive Belastung ist ein Mälstrom, der das moderne Arbeitsleben beeinflusst. Überall lauern Gefahren in der Form von Ablenkung, Unterbrechungen, Konzentrationsmängel oder den süßen Versprechungen der Freizeitgesellschaft. Dieses Phänomen ist nicht neu, schon in der homerischen Sagenwelt des Odysseus war bekannt, wie Seefahrer bei der Durchquerung der Meeresenge von den Sirenengesängen verwirrt wurden. Wir erinnern uns: Odysseus ließ sich zur Gefahrenabwehr vor den Sirenen-Gesängen bei der Durchfahrt zwischen Skylla und Charybdis freiwillig an den Mast seines Schiffes binden. Rund zwei Jahrtausende später gilt es für die Beschäftigten unter den Bedingungen der NewWork, die Navigation zwischen dem Technologiefortschritt und der beschleunigten kognitiven Belastung zu beherrschen – ohne Fesseln oder Handschellen. Aber in Zeiten von Arbeiten 4.0 gibt es selten jemand, der die Beschäftigten unterstützt, diesen Konflikt zu verstehen geschweige denn zu beherrschen.

Entfesselung von kognitiver Belastung und Technologiefortschritt
Entfesselung von Technologiefortschritt und kognitiver Belastung (Foto: mobbible.org)

Mobile Recruiting: Mit Tempo 180 in die Warteschlange

Gerhard Kenk Publisher Crosswater Job Guide: Jobbörsen, Karriere, Gehalt, Recruiting, Personalbeschaffung
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

  • Mobile Recruiting im Spannungsfeld des Technologiefortschritts und der Änderungsresistenz der Bewerberprozesse
  • Die Indeed MoBolt-Technologie als Brückenfunktion im Mobile Recruting?

Nichts könnte die momentane Situation im Mobile Recruiting besser vermitteln als das Bild der Double Helix. Nachdem die beiden Forscher Francis Crick und James Watson ihre Ergebnisse zur Entschlüsselung der DNA veröffentlichten und die Geheimnisse der Doppelhelix entdeckten, erhielten sie 1962 den Nobelpreis für Medizin.

Für das hochaktuelle Thema Mobile Recruiting ist die Wahrscheinlichkeit einer Nobelpreis-Auszeichnung für Technologie-Innovationen extrem gering.

Mobile Recruiting ist zwar als Buzz-Word in aller Munde, jedoch befindet sich derzeit die vermeintliche Zukunftslösung in einem Spannungsfeld zwischen Technologiefortschritt und Änderungsresistenz der Bewerberprozesse. Kann die Brückentechnologie von Indeed MoBolt das ändern?

Real-Time-Recruiting im Schneckentempo

IAB-Zahlen über die Besetzungsdauer von offenen Stellen verursachen Ernüchterung

Ein Kommentar von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Die jüngst vom Arbeitsmarkt-Think-Tank IAB veröffentlichten Zahlen zur steigenden Besetzungsdauer von offenen Stellen sind bedauerlicherweise noch im Schwarz-Weiß-Denken der Wendezeit eingefärbt. So trennen die IAB-Statistiker in ihren Zahlen aus einer IAB-Erhebung des Gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots (EGS) von 2012 säuberlich zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland – als ob ein gesamtdeutscher Arbeitsmarkt auf Dauer ignoriert werden könnte. Die nüchternen Zahlen, nämlich der Anstieg der Dauer der Personalsuche von 46 Tagen (2010) auf 52 im Jahre 2012 verschleiert die Realität in der Recuiting-Bürokratie Personalbeschaffung.