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Deutschlands Trend zur Basarökonomie ungebrochen

Gabriel Feldermayr

München – Mit der fortschreitenden Verflechtung der Weltwirtschaft wächst auch der Grad der internationalen Arbeitsteilung, die mit strukturellen Anpassungen in den Volkswirtschaften verbunden ist. Wie entwickelte sich vor diesem Hintergrund der Außenhandel Deutschlands in den vergangenen Jahren? Das ifo Institut ermittelte nun, dass der ausländische Wertschöpfungsanteil in deutschen Exporten im Verlauf der vergangenen Jahre deutlich stieg. Insbesondere Vorleistungen aus China und den Mittel- und Osteuropäischen Ländern gewinnen für deutsche Exporte weiter an Bedeutung.

Arbeitsmarkt Bauwirtschaft: ifo Architektenumfrage deutet auf leichte Eintrübung des Geschäftsklimas hin

  • Geschäftsklima weiterhin freundlich
  • Planungen für Mehrfamiliengebäude gewinnen weiter an Bedeutung

München – Nach den Umfrageergebnissen des ifo Instituts bei den freischaffenden Architekten hat sich das Geschäftsklima zu Beginn des 3. Quartals 2012 leicht eingetrübt, ist jedoch weiterhin freundlich.

Die befragten Architekten schätzten ihre aktuelle Geschäftslage nicht mehr so hervorragend wie noch im Vorquartal ein. „Wenn man vom Spitzenwert des vorangegangenen Quartals absieht, wird die Lage noch immer besser bewertet als in den vergangenen zwei Jahrzehnten“, erklärt Erich Gluch, Bau-Experte am ifo Institut. Der Anteil der freischaffenden Architekten, die ihre derzeitige Auftragssituation als „gut“ bezeichneten, sank von 45 auf 42%; der Anteil der „schlecht“-Urteile erhöhte sich um einen Prozentpunkt auf 19%.

ifo Wirtschaftsklima im Euroraum eingetrübt

Vorab-Ergebnisse des Ifo World Economic Survey (WES) vom 3. Quartal 2012 in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer in Paris (ICC)

Prof. Dr. Hans-Werner Sinn

Der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist nach zwei Anstiegen in Folge im dritten Quartal 2012 wieder gesunken. Er liegt damit deutlicher als bisher unter seinem langfristigen Durchschnittswert. Sowohl die aktuelle Lagebeurteilung als auch die Erwartungen sind schlechter ausgefallen als im zweiten Quartal. Es wird nicht mehr damit gerechnet, dass sich die Wirtschaft in den kommenden sechs Monaten erholt. Die wieder aufflammende Schuldenkrise setzt der Konjunktur im Euroraum zu.

Unternehmen befürchten zunehmenden Engpass bei der Gewinnung von Fachkräften

Prof. Dr. Ingo Weller
  • ifo Sonderumfrage zeigt bei 40 Prozent der befragten Unternehmen Probleme, Fachkräfte zu gewinnen.
  • Zwei Drittel der Befragungsteilnehmer rechnen mit weiterer Verknappung bis zum Jahr 2015.
  • Insbesondere bei Fachkräften mit beruflicher Ausbildung werden Engpässe erwartet
  • Unternehmen setzen auf Fortbildung und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung

München – 40 Prozent der Unternehmen geben angesichts des starken Wirtschaftsaufschwungs, der Deutschland erfasst hat, an, dass sie derzeit Probleme sehen, eine ausreichende Zahl von Fachkräfte zu gewinnen. Das ist das Ergebnis einer Sonderumfrage des ifo Instituts, die in Kooperation mit Prof. Ingo Weller (LMU) durchgeführt und am 6.Dezember vorgestellt wurde.

Konjunktur und Arbeitsmarkt – Ergebnisse des ifo Konjunkturtests im Juli 2010: ifo Geschäftsklimaindex im Steigflug

Prof. Dr. Hans-Werner Sinn

München. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Juli deutlich gestiegen. Diese Zunahme ist der größte Sprung nach oben seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Unternehmen berichten von einer erheblich besseren Geschäftslage als im vergangenen Monat. Die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr schätzen die Befragungsteilnehmer zudem optimistischer ein als im Juni. Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune.

Arbeitsmarkt für Architekten: Auftragsbestand so hoch wie zuletzt vor 15 Jahren

ifo Schnelldienst-Vorab 12/2010

Viel Arbeit für Architekten

München. Das Geschäftsklima für Architekten ist unverändert günstig. Bei der vierteljährlichen Umfrage des ifo Instituts bezeichnete knapp ein Drittel der Befragungsteilnehmer die eigene Lage als gut. Nur ein Viertel der Architekten ist unzufrieden. Damit überwiegt zum vierten Mal in Folge die Zahl der positiven Meldungen. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind hingegen nicht mehr ganz so zuversichtlich. Zwar stieg der Anteil der optimistischen Architekten von 16 auf 17 Prozent. Gleichzeitig nahm aber der Anteil der Skeptiker von 18 auf 20 Prozent zu.