Karl-Friedrich Raible

Kienbaum-Studie zur Vergütung der Vorstände im MDAX: Gewinne steigen stärker als Vorstandsgehälter

Karl-Friedrich Raible, Kienbaum
Karl-Friedrich Raible, Kienbaum
  • Vorstandsgehälter entwickeln sich zurückhaltender als Gewinne
  • Fielmann-Vorstandschef ist mit gut 4,5 Millionen Euro Spitzenverdiener
  • Langfristige Vergütungsbestandteile haben sich durchgesetzt

Die Vorstandsgehälter im MDAX hinken der Gewinnentwicklung deutlich hinterher: Im Schnitt ist die Gesamtvergütung der Vorstandsvorsitzenden um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, für ordentliche Vorstandsmitglieder um sechs Prozent. Hingegen hat sich der durchschnittliche Gewinn im MDAX im gleichen Zeitraum um 33 Prozent erhöht. Das ergab die aktuelle MDAX-Vorstandsstudie der Beratungsgesellschaft Kienbaum.

Kienbaum-Studie „Mid- und Long-Term Incentive Pläne 2008/2009″: Klassische Aktienoptionspläne verlieren in der Wirtschaftskrise an Bedeutung

Karl-Friedrich Raible, Kienbaum
Karl-Friedrich Raible, Kienbaum

Frankfurt, 28. April 2009 Die Wirtschaftskrise fördert den Trend zu einer stärker am langfristigen unternehmerischen Denken ausgerichteten Vergütungspolitik deutscher Aktiengesellschaften. Wie eine aktuelle Studie der Managementberatung Kienbaum zeigt, werden bei langfristig wirksamen Leistungsanreizen zunehmend wert- beziehungsweise performanceorientierte Programme eingesetzt, die die tatsächliche Leistung der Führungskräfte widerspiegeln. Performancebasierte Pläne sind in den betrachteten Unternehmen mit einem Anteil von 42 Prozent mittlerweile am weitesten verbreitet, aber auch Kurswert basierte Pläne wie Restricted Shares, Stock Units und Phantom Shares haben deutlich an Popularität gewonnen: Ihr Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozentpunkte auf nun knapp ein Viertel gestiegen. Dagegen kommen die klassischen Aktienoptionspläne nur mehr auf einen Anteil von 35 Prozent. Ihr Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozentpunkte gesunken.