Martina Rebien

Ein-Euro-Jobs können die Beschäftigungsfähigkeit von Teilnehmern erhöhen

Martina Rebien, IAB
Martina Rebien, IAB

Zwei Drittel der Einsatzbetriebe sehen Ein-Euro-Jobs als geeignetes Mittel an, die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmer zu verbessern. Selbst dann, wenn der Ein-Euro-Job vorrangig der Verbesserung der sozialen Teilhabe dient, wird von der Mehrheit der Einsatzbetriebe eine Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit gesehen. Das zeigt eine Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von rund 600 Betrieben, die Arbeitsgelegenheiten für Arbeitslosengeld-II-Empfänger durchführen – die sogenannten „Ein-Euro-Jobs“.

Jeder dritte Betrieb würde auch Langzeitarbeitslose einstellen

Martina Rebien, IAB

33 Prozent der Betriebe sind prinzipiell dazu bereit, langzeitarbeitslosen Bewerbern im Einstellungsprozess eine Chance zu geben. 39 Prozent der Betriebe würden nur Bewerber in Betracht ziehen, die weniger als ein Jahr arbeitslos waren. 16 Prozent der Betriebe würden arbeitslose Bewerber gar nicht berücksichtigen, zeigt eine Arbeitgeberbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gut zehn Prozent der Betriebe machten dazu bei der Befragung keine Angaben.

Vor allem kleine Betriebe stellen über Netzwerke ein

Martina Rebien, IAB

Nürnberg. Im Jahr 2008 nutzten 49 Prozent der Betriebe bei der Suche nach geeignetem Personal persönliche Kontakte ihrer Mitarbeiter. Bei Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern lag der Anteil bei 53 Prozent. Bei den Großbetrieben mit 200 und mehr Beschäftigten nutzte dagegen weniger als ein Drittel soziale Netzwerke. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). In Großbetrieben seien häufig formale Strukturen bei der Stellenbesetzung etabliert, so das IAB. Dagegen könnten in kleinen Betrieben durch die größere soziale Nähe Informationen leichter informell eingebracht werden. Insgesamt kamen 29 Prozent der Neueinstellungen über Netzwerke zustande.

Recruiting in Social Networks: Hype und Fakt

Martina Rebien, IAB

London (ghk). Es ist nicht immer leicht, in der gegenwärtigen Diskussion über das Thema „Recruiting in Social Networks“ einen kühlen Kopf zu bewahren. Zuviele Blender sind in diesem Thema unterwegs, zuviele Rauchkerzen werden gezündet und vernebeln den Blick auf das Wesentliche.

Und die häufigen Verweise auf steigende Nutzungshäufigkeiten bei Twitter, Facebook, StudiVZ, LinkedIn, Xing und Konsorten suggerieren einen Zusammenhang: Bei diesen imposanten Zahlen (Fakt) muss ja was Gutes für das Recruitng in Social Networks herausspringen (Hype). Auch im Elsaß, einem der seltenen Brutgebiete des Klapperstorches, berechnet man die Klapperstorch-Relation, das Verhältnis zwischen der menschlichen Geburtenrate und der Anzahl der Nistplätze dieses Zugvogels.