Mobbing

„Karriere“ spielt als Begriff keine Rolle

Dominik Faber
Dominik Faber

softgarden-Umfrage widmet sich Bewerbervorstellungen vom „guten Job“

Für einen großen Teil der Bewerber (91 %) hängt ein „gutes Leben“ davon ab, ob sie es schaffen, einen „guten Job“ zu ergattern. Die von Arbeitgebern gern bemühte Aussicht auf „Karriere“ spielt für die meisten dabei kaum eine Rolle. Das sind Ergebnisse einer aktuellen softgarden-Umfrage, an der 2.390 Bewerber teilgenommen haben.In Freitextfeldern hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ungestützt Faktoren für einen „guten Job“ zu nennen. In den über 6.000 Einträgen wurden am häufigsten „Geld“ und „Klima“ genannt. Das ist insofern von Bedeutung, als sich die Kommunikation der Arbeitgeber in erster Linie um den Begriff „Karriere“ dreht: Es gibt „Karrierewebsites“, „Karriereveranstaltungen“, Karrieremessen“ etc. Das entspricht offensichtlich weder dem Sprachgebrauch noch dem Mindset der Bewerberinnen und Bewerber: Der Begriff fiel in den über 6.000 Einträgen nur rund 30 Mal.

Mobbing: Hohes Risiko für die Pflege

Kongress Pflege 2013 am 25. und 26. Januar in Berlin | Betroffene können Arbeitgeber verklagen | Konfliktmanagement als Führungsaufgabe

Vorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement und Pflegedirektor das Universitäts-Herzzentrum Freiburg Bad Krozingen
Peter Bechtel (Foto: Herz-Zentrum Bad Krozingen)

Die Pflege gilt als besonders anfällig, was Mobbing betrifft. „Für Menschen, die beruflich viel mit Beziehungen und Emotionen zu tun haben, ist das Risiko für Mobbing relativ groß“, betont Peter Bechtel, Vorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement und Pflegedirektor das Universitäts-Herzzentrum Freiburg Bad Krozingen. Darum wird sich der Kongress Pflege 2013 – Leitkongress für das mittlere Management in der Pflege – am 25. und 26. Januar neben vielen weiteren Führungs- und pflegepolitischen Themen mit dem Problem beschäftigen.

Mobbing: 82 Prozent der Befragten bei Schweizer Unternehmen sehen sich am Arbeitsplatz mit dem Thema Mobbing konfrontiert

Heinz Leymann

Zürich – Schikanen, Intrigen und Ausgrenzung wirken sich nicht nur auf das Arbeits- und Leistungsverhalten der betroffenen Beschäftigten aus, auch körperliche und psychische  Erkrankungen oder schwerwiegende Eskalationen sozialer Konflikte können die Folgen sein. Die aktuelle Nutzer-Umfrage des bekannten Schweizer Karriereportals Monster.ch zeigt nun, dass 59 Prozent bei der Arbeit schon einmal Opfer von Mobbing waren. 23 Prozent der Umfrageteilnehmer waren zwar nicht direkt betroffen, wissen aber von Mobbingfällen gegenüber  Kollegen in ihrem Unternehmen. Und nur 18 Prozent der Schweizer Befragten geben an, dass sie das Arbeitsklima in ihrem Unternehmen stets angenehm finden.