Theresa May

Nach Brexit-Votum: Immer mehr Bremsspuren in der Wirtschaft

Theresa May
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Angst vorm Abstieg: Das Vertrauen britischer Verbraucher ist laut einer YouGov-Umfrage auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gesunken. Auch Autobauer, Banken und Maschinenbauer ächzen unter dem Brexit-Votum.

Der Schock des britischen EU-Austrittsvotums belastet die Wirtschaft der Insel zusehends. Die Großbank Lloyds forciert nach dem folgenreichen Referendum ihren Sparkurs. Sie will weitere 3000 Jobs streichen sowie 200 Filialen schließen, wie das führende Privatkundeninstitut Großbritanniens am Donnerstag mitteilte. Das Management der Bank sprach von einer großen Unsicherheit nach dem Referendum. Dies gilt auch für die Verbraucher: Das entsprechende Barometer des Instituts YouGov fiel im Juli auf den tiefsten Stand seit drei Jahren.

600.000 Fachkräfte auf dem Sprung – Große BREXIT-Arbeitsmarktbefragung zeigt: Deutschland ist Zielland Nr. 1

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„Brexit means Brexit“: Mit diesen Worten hat Theresa May klar gemacht, dass sie den EU-Austritt als neue Premierministerin durchsetzen wird. Für den Arbeitsmarkt Großbritanniens kann das gravierende Folgen haben. Einer internationalen Arbeitsmarktumfrage der Online-Jobbörse StepStone zu Folge planen schon jetzt 600.000 britische Fachkräfte, ihre berufliche Karriere in einem anderen EU-Land fortzuführen. Deutschland ist für die Briten dabei das favorisierte Zielland. StepStone hat für die Studie 40.000 Arbeitnehmer aus Großbritannien, Irland und Deutschland zum Brexit befragt. Besonders deutlich zeigt sich die Wechselabsicht unter den so genannten Expatriates, also deutschen Fachkräften, die in den letzten Jahren für ihren Arbeitgeber in UK im Einsatz waren: Mehr als die Hälfte von ihnen kann sich vorstellen, die Insel zu verlassen und fast 40 Prozent organisieren bereits ihren Jobwechsel.