Wechselwilligkeit

Arbeitsklima schlägt Gehalt: Wertschätzung durch Vorgesetzte und Kollegen als wichtigster Indikator für Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Karsten Borgmann
Karsten Borgmann

CareerBuilder hat nachgefragt: Wie zufrieden sind Sie in Ihrem Job – und warum?

  • Für 47,9 Prozent der Arbeitnehmer sind ein gutes Arbeitsklima und Wertschätzung das Wichtigste im Job.
  • 23,7 Prozent wünschen sich ein attraktives Gehalt und gute Aufstiegschancen.
  • In ihrem aktuellen Job rundum glücklich sind nur 9,4 Prozent der Arbeitnehmer. 

Während sich der Fachkräftemangel vielerorts und über alle Branchen hinweg verschärft, scheint es bei den deutschen Unternehmen auch hinsichtlich der Bindung bereits vorhandener, qualifizierter Mitarbeiter nach wie vor noch deutlich Luft nach oben zu geben. In einer aktuellen Umfrage unter 1.062 Jobs.de-Nutzern gaben 50 Prozent der festangestellten Befragten an, dass sie beruflich sehr unglücklich und deshalb derzeit aktiv auf der Suche nach einer neuen Stelle sind. Zusätzliche 40,7 Prozent sind immerhin offen für neue Herausforderungen. Nur 9,4 Prozent der Arbeitnehmer sind hingegen wirklich glücklich in ihrem aktuellen Job.

Nordlichter sind die treuesten Arbeitnehmer

Forsa-Umfrage im Auftrag von Jobware: 39 Prozent der Süddeutschen hält es nicht am Arbeitsplatz

11 Prozent der süddeutschen Angestellten wollen innerhalb eines Jahres des Job wechseln. Weitere 28 Prozent würden bei einem attraktiven Angebot sofort wechseln. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Jobbörse Jobware zur „Wechselwilligkeit von Fach- und Führungskräften”.

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Über 80 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sind wechselwillig


Lediglich knapp 10 Prozent sind der Meinung, die Wirtschaft solle sich vor einem Jobwechsel erst weiter stabilisieren.

 

München – Deutsche Arbeitnehmer sind interessiert an Alternativen zu ihrem derzeitigen Job. „Wenn der Headhunter zweimal klingelt: Wie reagieren Sie?“ Insgesamt 81,91 Prozent der mehr als 1.400 befragten JobScout24 Nutzer sind derzeit wechselwillig: Satte 76,08 Prozent würden bei Anruf eines Headhunters, der ja nicht selten direkt am Arbeitsplatz erfolgt, trotzdem unauffällig die wichtigsten Infos erfragen. Lediglich 5,83 Prozent würden das Gespräch auf einen anderen Termin für ungestörte Verhandlungen verschieben. Bereits im Juni 2009, mitten in der Wirtschaftskrise, wollte JobScout24 von seinen Nutzern wissen, wie aufgeschlossen sie attraktiven Jobangeboten gegenüber stehen. Auch zu diesem Zeitpunkt war der Anteil der Wechselwilligen mit 80,64 Prozent sehr hoch. Doch in Krisenzeiten führte die Angst vor Arbeitsplatzverlust noch dazu, dass immerhin 29,16 Prozent der Befragten dieses Gespräch nicht im Büro führen würden.

Monster-Studie „Bewerbungspraxis 2010“ zeigt: Wechselwilligkeit trotz Krise bei deutschen Arbeitnehmern

Prof. Dr. Tim Weitzel

Eschborn – Obwohl sich die wirtschaftliche Situation nur langsam verbessert und die Lage am Arbeitsmarkt nach wie vor angespannt ist, hat dies nur geringe Auswirkungen auf die Wechselwilligkeit deutscher Arbeitnehmer. Das zeigen die Resultate der aktuellen Studie „Bewerbungspraxis 2010“, für die das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Online-Karriereportal Monster mehr als 9.000 deutsche Jobsuchende und Karriereinteressierte befragt hat. So beabsichtigt über die Hälfte der Befragten, sich in nächster Zeit nach einem neuen Arbeitgeber umzuschauen, und rund ein Viertel der Umfrageteilnehmer plant sogar konkret, den aktuellen Arbeitsvertrag in naher Zukunft zu kündigen.