Archive for the ‘Markt + Meinung’ Category
Der neue FRAX: Mehr Transparenz für den Finanz-Arbeitsmarkt Frankfurt
Frankfurt am Main (ghk). Es war kurz nach 18:30 Uhr, als der Präsident der Frankfurt School of Finance & Management, Professor Dr. Udo Steffens, ans Rednerpult trat um die zahlreich erschienenen Gäste zu begrüßen. Es ging um die Ankündigung des Frankfurter Arbeitsmarkt-Index, kurz FRAX, es ging um mehr Transparenz für die Beschäftigten am Finanzplatz Frankfurt – und es ging darum, einen Innovationspreis für eine gute Idee zu übergeben. Kurzum, er hatte allen Grund, auf diesen Anlass mit einigem Stolz hinzuweisen.
Es kommt nicht alle Tage vor, dass er einen Ehrenpreis des Bundespräsidenten Horst Köhler präsentieren kann – und das an einen wissenschaftlichen Mitarbeiter seiner Hochschule. Köhlers Preis, der in der Reihe „Deutschland – Land der Ideen“ die besondere Innovationskraft der Bundesrepublik Deutschland im Fokus hat, bedeutete ebenfalls einen Renommee-Gewinn für die Frankfurt School of Finance. Es war ihr damit gelungen, aus dem Schatten des akademischen Elfenbeinturms herauszutreten und Forschungsergebnisse zu präsentieren, die für den Finanzarbeitsplatz Frankfurt und den Beschäftigten von erheblicher Relevanz sind.
Dr. Dirk Rudolph, Senior Research Fellow war dafür verantwortlich, denn sein vor einigen Jahren konzipierter Arbeitsmarkt-Index für die Analyse der Entwicklung des Frankfurter Arbeitsmarktplatz für Banker, kurz FRAX (Frankfurt Arbeitsmarkt-Index) benannt, kam nach langen Monaten der Datenrecherche endlich auf der Zielgeraden der statistischen Zeitreihenrelevanz an und konnte eine lukrative Dividende in Form von Transparenz und Marktliquidität ausschütten.
Der Hot Job bei Monster Worldwide: Auf den Spuren von Heidi K. und Dieter B.
15.2.2010 (ghk). Im diesjährigen Endspiel um die US-Meisterschaft im American Football, der SuperBowl XLIV, brach die 57. Minute an. Die hochfavorisierte Mannschaft der Indianapolis Colts, geführt von Peyton Manning, – dem nach Expertenmeinung besten Quarterback aller Zeiten – setzte zu einem seiner gefürchteten Würfe auf den Wide Receiver an. Und dann geschah das Unerwartete: Trotz monatelanger Vorbereitung in allen minutiösen Details landete der Pass bei Gegenspieler Tracy Porter von den New Orleans Saints, und dieser hatte auch noch die Chuzpe, den ovalen Spielball unter den Arm zu klemmen und über 74 Yards zum Touchdown in die Endzone zu stürmen.
Die spielentscheidende Wende war geschafft, gut 3 Minuten vor Spielende waren die New Orleans Saints praktisch uneinholbar 30:17 in Führung gegangen. Der Außenseiter triumphierte über den hohen Favoriten, die Begeisterung der Sportfans der New Orleans Saints kannte keine Grenzen.
Recruiting im Web: Ohne Wikipedia, Facebook und Twitter?
London, 7.2.2010. Von Gerhard Kenk (ghk)
Es waren schon sonderbare Zeiten, als am 7. Februar 2000 das Crosswater-Systems-Portal im Web startete: Eine Limited als Geschäftsform war schnell gegründet, die URL www.crosswater-systems.com wurde beantragt und ein Internet-Service-Provider sorgte für die Basis-Dienstleistung, um das Jobbörsen-Portal im Web zu betreiben. Die Vision war einfach und entsprach dem damaligen Zeitgeist des Internets: Mehr Transparenz im e-Recruiting. Doch damals war das World Wide Web noch etwas, was viele Berwerber nur noch vom Hörensagen kennen. Die Dot-Com-Euphorie und die Chance auf das schnelle Geld schwirrte in vielen sonst eigentlich seriösen Köpfen. Jimmy Wales brauchte noch ein Jahr um Wikipedia zu konzipieren, MySpace, XING, YouTube oder Facebook warteten darauf, gegründet und vermarktet zu werden. Von Twitter, everybody’s Darling im aktuellen Social Media Hype, war noch lange nichts zu sehen.
Und Matt Mullenwegs geniale Entwicklung WordPress, einem mittlerweile über 200 Millionen mal installierten Blog-Software-System, kam erstmals im Mai 2003 auf den Markt. Die “Kalaschnikow der HR-Blogger” erfreut sich auch heutzutage grosser Beliebtheit: Jochen Mai (Karrierebibel.de), Thorsten zur Jacobsmühlen (blogaboutjob.de), Marcus Tandler (Joblog.de), Simone Janson von Berufebilder, Eva Zils (Online-Recruiting.Net), Alexander Fedossov und Jan Kirchner von der Wollmilchsau oder Lutz Altmann vom Personalmarketingblog könnten ohne diesen Werkzeugkasten lange nicht so wirkungsvoll und meinungsbildend agieren.
Die steigende Verbreitung des Internets sorgte für die technische Basis, um mit Jobbörsen die Personalbeschaffung zu revolutionieren. Stellenanzeigen konnten für wenig Geld schnell bei zahlreichen Jobbörsen platziert werden, Bewerber konnten ihre Lebensläufe hinterlegen und leistungsfähige Datenbanken erlaubten einen Profil-Abgleich zwischen Anforderungen und Qualifikation. Vorbei waren die Zeiten, als Bewerber die Wochenendausgaben überregionaler Zeitungen am Bahnhofskiosk kaufen mussten – mit wenigen Mausklicks waren nun Stellenangebote 24 Stunden, 7 Tage und weltweit verfügbar.
Twitter Jobs: Mit Hingabe, Hosianna und Hype
27.1.2001 (ghk) Eigentlich ist es schon verwunderlich, mit welcher Hingabe der Hype um Recruiting mit Twitter gepflegt wird. Fast alles, was im Web 2.0 – einem Super-Hype in sich selbst – nach Invention riecht, wird mit Hilfe des Guerilla-Marketings gnadenlos in unzähligen Blogs und redaktionellen Beiträgen selbst seriöser Zeitungen vermarktet. Und natürlich wird über jede dieser Komponente die verheißungsvolle Zwangsjacke namens „Recruiting“ gezurrt und festgebunden. Second Life und Recruiting? Personalmarketing und StudiVZ? Employer Branding und Facebook? Die Iterationen semantischer Kombinationen scheinen unendlich zu sein.
Per Rasenmäher oder Heckenschere? Sorgfältige Analyse beim Personalabbau ist wichtiger denn je

Dr. Michael Geke
27. Dezember 2009 (ghk). Ds Personalmanagement steckt in einem Dilemma: Die Wirtschaftskrise ist noch nicht ausgestanden und noch drohen unliebsame Überraschungen mit Kürzungen im Personalbestand. Andererseits sollen die Fehler der Krisenjahre 2001 bis 2004 nicht wiederholt werden. Damals hatte sich nach dem Platzen der Dot.Com-Blase große Ernüchterung breitgemacht und Personalabbau ohne Rücksicht auf die Knappheit der Fachkräfte und Spezialisten war die Folge.
Angesichts dieser Erfahrungen war es nur eine logische Folge, daß Themen wie Talent Management und Fachkräftemangel in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit geraten sind und folgerichtig auch auf der StepStone Summit Konferenz in Düsseldorf einen breiten Raum einnahmen.
Es knirscht – Die öffentliche Selbstdarstellung der Personalmanager auf dem Prüfstand

Joachim Sauer, Bundesverband Personalmanager
27.12.2009 (ghk). Google hat ein langes Gedächtnis. Arbeitnehmer, die durch das Trauma einer Entlassung oder Betriebsstillegung gegangen sind, haben ein fast ebenso langes Gedächtnis. In Zeiten der Wirtschaftskrise und Entlassungswellen könnten Personalmanager beweisen, dass man auch in Krisenzeiten mit sinnvoller HR-PR-Arbeit den schlimmsten negativen Meldungen entgegen steuern könnte.
Die Spatzen pfeifen es vom Dach, dass die Personalpolitik in vielen Unternehmen in der Krise ist. Getrieben von Controllern, die einen Personalkostenabbau am liebsten Top-Down, also per Rasenmäher, umsetzen möchten, Insolvenzen, Betriebsschließungen und Übernahmen – die Themen füllen alle TV-Nachrichten, Talk-Formate und Tagespresse.
Thematik Kongreß-Planung: Recruiting Convent beeindruckt durch Themenvielfalt

Prof. Dr. Christoph Beck
7.12.2006/ghk. In den beiden vergangenen Wochen konnten Sie, Herr Prof. Dr. Beck, wieder einmal in beeindruckender Weise deutlich machen, dass auch der recruiting-convent 2010 am 08. und 09. März 2010 etwas ganz Besonderes sein wird und wieder mit einem Programm aufwartet, welches die von Ihnen angekündigte Vorreiter- und Vordenkerrolle mehr als rechtfertigt. Ein Kaleidoskop an neuen Themen wie Neuro- und Guerillamarketing, Interactive Marketing und Social Analytic Networks, über Themen mit anderen Blickwinkel wie Employer Branding, Talent Management, bis hin zu ganz konkreten Praxishilfen zu den Web 2.0-Anwendungen, zum Personalmarketing-Controlling, zur optimalen Ausschreibung von Personalmarketing-Leistungen oder auch zu den Bachelor- und Master-Abschlüssen.
Optionen, Bluffs und Finten: Axel Springers Übernahmepoker um StepStone kommt in die heiße Phase

Marcus Tandler, Online-Marketing-Experte und SEO-Referent
(ghk). Marcus Tandler, dem Vernehmen nach besten Pokerspieler unter den HR-Bloggern, SEO-Guru und illustrer Gastredner beim letztjährigen Recruiting-Convent auf Schloss Bensberg, hätte wohl seine wahre Freude angesichts der Tricks, die Axel Springer im Übernahmepoker um StepStone aus der Kiste zieht.
Als Pokerspieler ist der Online-Marketing-Experte es gewohnt, blitzschnell die Wahrscheinlichkeit einer guten Karte zu berechnen, die Hand des Gegners einzuschätzen und seine Gewinnoptionen per Reality-Check zu beurteilen oder sich mit einem Bluff aus der Affäre zu ziehen. All diese Tricks der Pokerspieler sind bei den Übernahme-Verhandlungen von Axel Springer zu beobachten. Was war geschehen?
Kunden an den Tisch: Wunschträume von Verkäufern

Helmut König, Königskonzept
„Wenn ich erst mal am Tisch des Kunden sitze, dann bin ich in meinem Element. Dann kann ich alle meine Argumente und Vorteile darlegen und bekomme auch den Auftrag. Aber wie komme ich an diesen Tisch?“ Dieses Zitat von vielen Verkäufern zeigt eine Misere, die oft zu wenig beachtet wird: Die Schwierigkeit, im Vorfeld einer Kundenbeziehung Bedarfswünsche zu wecken, die zu einem Verkaufsgespräch und damit auch zu einem Geschäft führen können, ist allgegenwärtig. Es ist aber auch die häufigste Ausrede, wenn ein Verkäufer erklären muss, warum es in seinem Verkaufsgebiet nicht so richtig vorwärts geht: „Die anderen sind schuld, ich würde ja, aber keiner will mit mir sprechen.“
Umgang mit Karriere-Flops: Nicht angenommen, nie richtig angekommen

Gerhard Winkler, www.jova-nova.com
Berlin, 15.8.2009. Ein Gastbeitrag von Bewerbungsratgeber Gerhard Winkler
“Die neue Arbeit nahm ich voller Elan auf. Im Büro herrschte jedoch um mich herum eine gespenstische Ruhe. Der Teamleiter, der mich einarbeiten sollte, hatte stets viel um die Ohren. Seine rechte Hand war eine recht launische Person, und ich hatte stets das Gefühl, ihr auf die Nerven zu gehen. Mit den anderen Kolleginnen und Kollegen kam ich sehr gut klar. Doch was die Chefs betrifft, fühlte ich mich einfach nicht willkommen.
Das hatte zur Folge, dass ich mich immer mehr zurückgezogen habe und die mir gestellten Aufgaben möglichst ohne viel Rückfragen erledigen wollte. Das ging dann oftmals schief.
Es kam, wie es kommen musste: ordentliche Kündigung nach drei Monaten. Wie das Zeugnis ausfällt, kann ich noch nicht einschätzen. Allerdings wurde mir versichert, dass mir keine Steine in den Weg gelegt werden.
Natürlich habe ich den einen oder anderen kapitalen Fehler begangen. Durch die ständige Kritik fühlte ich mich jedoch überfordert und war am Ende kaum noch motiviert. Ich spiele mit dem Gedanken, diese kurze Zeit in meinen zukünftigen Bewerbungen nicht zu erwähnen und sie mit einer vorherigen, zweimonatigen Arbeitslosigkeit zu verschmelzen. Oder soll ich mit diesem Betriebsunfall in meiner Karrierebilanz so souverän wie möglich umgehen? (O.H)




