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Frauenquote unerwünscht

Aktuell zum Quotengipfel der Bundesregierung: Laut StepStone Umfrage sind nahezu zwei Drittel der deutschen Fach- und Führungskräfte gegen eine Geschlechterquote in Unternehmen

Kristina Schröder

Düsseldorf. Nach Meinung der Mehrheit unter den Fach- und Führungskräften sollte es auch in Zukunft keine Quote geben, die den Frauenanteil in der Belegschaft deutscher Unternehmen regelt. Anlässlich des heutigen Spitzentreffens von Politik und Wirtschaft zur Frauenquote hat www.stepstone.de, eine der größten Online-Jobbörsen in Deutschland, 6.496 Fach- und Führungskräfte aus acht europäischen Ländern gefragt, wie sie zur Frauenquote stehen und ob ihr Arbeitgeber eine solche Regelung bereits vorsieht. Das Ergebnis für Deutschland: 65 Prozent der Befragten sind gegen eine solche Quote, nur gut jeder Dritte (35 Prozent) befürwortet sie. Weiter gaben 15 Prozent der Befragten an, dass der Mindestanteil weiblicher Mitarbeiter bei ihrem Arbeitgeber bereits festgelegt sei. Bei der großen Mehrheit der teilnehmenden Fach- und Führungskräfte (85 Prozent) gibt es hingegen keine solche Richtlinie.

Auch das Ergebnis auf europäischer Ebene zeigt: In keinem der teilnehmenden Länder ließe sich unter den Arbeitnehmern eine Mehrheit für die Frauenquote finden. Vielmehr liegt das deutsche Resultat leicht unter dem europäischen Durchschnitt, demzufolge 69 Prozent der Befragten gegen eine Geschlechterquote in Unternehmen sind. Mit 18 Prozent liegt der Anteil derjenigen, die bereits in einem Unternehmen mit Quotenregelung arbeiten, im europäischen Mittel allerdings etwas höher als in Deutschland. Mit 43 Prozent ist Norwegen die Hochburg der Quotenbefürworter. Seit 2008 müssen dort laut Gesetz 40 Prozent der Aufsichtsratsplätze aller größeren börsennotierten Unternehmen von Frauen besetzt werden. Verhältnismäßig offen sind auch die Belgier: 38 Prozent plädieren für eine Quote und 28 Prozent der Befragten arbeiten in einem Unternehmen, das bereits eine Quotenregelung umsetzt. Die Dänen betrachten die Frauenquote mit Abstand am kritischsten: 84 Prozent der Befragten lehnen sie ab.

Über das Spitzentreffen zur Frauenquote am 30. März

Nachdem sich Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und Bundeskanzlerin Angela Merkel zuletzt gegen gesetzliche Frauenquoten ausgesprochen hatten, wurde für den 30. März ein Spitzentreffen mit Politik und Wirtschaft anberaumt. An dem Treffen nehmen Vertreter der DAX-30-Unternehmen und Vertreter aus der Politik teil. Gastgeber des „Quotengipfels“ sind Familienministerin Schröder, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, Wirtschaftsminister Rainer Brüderle und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Ziel des Treffens ist es, Wege zu einem höheren Frauenanteil in Führungsgremien auszuloten – beispielsweise durch freiwillige Selbstverpflichtungen seitens der Unternehmen.

 

Über die StepStone Umfrage

Insgesamt haben 6.496 Menschen an der StepStone Online-Umfrage teilgenommen, davon 3.735 deutsche Fach- und Führungskräfte. Die Umfrage wurde neben Deutschland in Belgien, den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Norwegen, Frankreich und Österreich durchgeführt. Da die Befragung anonym unter StepStone Nutzern erfolgte, liegen keine Daten zum Geschlecht der Teilnehmer vor. Allerdings wird www.stepstone.de von im Durchschnitt etwa 40 Prozent Frauen und 60 Prozent Männern genutzt (Quelle: StepStone Nutzerbefragung, 2008).

 

Über StepStone

1996 in Norwegen als einer der Pioniere der Branche gegründet, ist StepStone heute eine der erfolgreichsten Online-Jobbörsen Europas. In Deutschland ist www.stepstone.de mit aktuell mehr als 50.000 Stellenanzeigen und fünf Millionen Besuchen monatlich einer der stärksten Online-Stellenmärkte. Der Fokus liegt auf einer an optimalem Service und bester Qualität orientierten Dienstleistung. Insgesamt nutzen 8.000 Kunden, darunter so renommierte Unternehmen wie Robert Bosch, ThyssenKrupp, die Deutsche Telekom oder Siemens, www.stepstone.de erfolgreich zur Rekrutierung qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Das internationale StepStone „Network“ ermöglicht es zudem, in mehr als 120 Ländern qualifizierte neue Mitarbeiter zu finden. In den Jahren 2008, 2009 und 2010 wurde www.stepstone.de zur beliebtesten Karriere-Website des Jahres gewählt. Seit 2009 gehört die gesamte StepStone Gruppe zu der Axel Springer AG mit Hauptsitz in Berlin.

 

 

Pressekontakt:

StepStone Deutschland GmbH

Inga Rottländer

Fon: (0211) 93493-5731

E-Mail: inga.rottlaender@stepstone.de

www.stepstone.de

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