Die Mär vom lebenslangen Lernen

Prof. Dr. Ada Pellert

Akademische Weiterbildung in Deutschland weiterhin unterentwickelt. Quartera Kongress bringt Hochschule und Wirtschaft zusammen und fördert Kooperationen.


Berlin – Gut 41 Millionen Erwerbstätigen stehen in Deutschland knapp 2,4 Millionen Studierende gegenüber. Lebenslanges Lernen ist durch die Bologna-Reform das erklärte Ziel der Hochschulen und doch oft nur eine Phrase. Denn bislang fehlen für Berufstätige flächendeckende akademische Weiterbildungsangebote; Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen können Abhilfe schaffen.Gute Beispiele für Kooperationen oder passgenaue Studienangebote gibt es schon. Zum Beispiel in Großbritannien. Während deutsche Hochschulen hauptsächlich Vollzeit-Studiengänge für frischgebackene Abiturienten anbieten, hat sich die Open University zum Ziel gesetzt, das akademische Bildungssystem für alle Personen zu öffnen – unabhängig davon, wo sie leben, welchen Hintergrund sie haben, wie alt sie sind und welche Vorbildung sie haben.
Professor Alan Tait ist Pro Vice-Chancellor der Open University (UK), des weltweit größten Anbieters von Fernstudien. Sein Hauptvortrag auf dem Quartera Kongress in Berlin klärt die Frage: „How flexible can and should continuing education be?“.
Ebenfalls zu Gast: Die Gründungspräsidentin der Deutschen Universität für Weiterbildung, Prof. Dr. Ada Pellert; zurzeit begleitet sie auch das BMBF-Projekt „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ und wird in ihrem Seminar thematisieren, wie Lernarchitekturen gestaltet werden, damit sich die persönliche Weiterentwicklung mit organisationalen Zielen verbindet. Vertreter von Daimler und der Deutschen Telekom beleuchten ihre Sicht auf Weiterbildungskooperationen und erklären, wie ihre Unternehmen diese anbahnen.
Auch die Unternehmen spüren den hiesigen Mangel an Studienangeboten für Berufstätige und suchen nach geeigneten Hochschulpartnern für die Mitarbeiterqualifikation. Hauptreferent Dr. Ingo Rollwagen, Senior Analyst für Zukunftsfragen und Bildung im „Thinktank“ der Deutschen Bank, sieht in der heutigen wissensintensiven Wirtschaft eine Entwicklung hin zu mehr projektbezogener Zusammenarbeit. In seinem Vortrag »Kooperation Hochschule-Wirtschaft 2020« spricht er darüber, wie Kooperationsformen zwischen Hochschulen und Unternehmen in einer zunehmend wissensintensiven Wirtschaft künftig aussehen werden.
Welche Voraussetzungen für strategische Kooperationen erfüllt sein müssen, wie sich diese in der Praxis gestalten lassen und welche unterschiedlichen Formen es gibt: dazu wird es wie in den vergangenen Jahren zahlreiche kleinere, interaktive Veranstaltungen wie Round Table Sessions und Seminare von Hochschul- wie Wirtschaftsvertretern geben.

Über Quartera:

Vom 22. bis 23. November 2012 findet der Quartera Kongress in Berlin statt – der erste Kongress im deutschsprachigen Raum, der das Thema akademische Weiterbildung für Berufstätige systematisch behandelt. Quartera ist das Jahrestreffen für alle, die sich professionell mit Personalentwicklung und akademischer Weiterbildung beschäftigen.
Der Quartera Kongress 2012 ist eine Veranstaltung von SWOP. Medien und Konferenzen. Partner des Kongresses ist mastermap, die Online-Plattform für Masterstudiengänge. Akademische Partner sind die Deutsche Universität für Weiterbildung, die Fraunhofer Academy und die HECTOR School of Engineering and Management. Praxispartner ist die Haufe-Lexware GmbH & Co. KG. Medienpartner sind die Deutsche Universitätszeitung, das didacta Magazin, der GABAL Verlag, das Wissens- und Weiterbildungsnetzwerk GABAL e.V., das Online-Netzwerk HRM.de, das Weiterbildungsmagazin managerSeminare und ZukunftsBranchen, Österreichs Magazin für Bildungs- und Karrierechancen. Die Konferenz findet in Zusammenarbeit mit dem Zeitverlag statt.
Weitere Informationen
SWOP. Medien und Konferenzen GmbH
Randy Eisinger
Projektleiter
Ziegelstr. 29
10117 Berlin
T: +49 / 30 / 531 47 37 -23
F: +49 / 30 / 531 47 37 -21

1 Kommentar zu „Die Mär vom lebenslangen Lernen“

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