Weiterbildung

Der Haushalt der BA 2020: Solide Finanzen in unsicheren Zeiten

Der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat heute den Haushalt für das Jahr 2020 beschlossen.

Der Haushalt 2020 im Überblick

  • Den Einnahmen von 36,5 Milliarden Euro stehen Gesamtausgaben von 36,4 Milliarden Euro gegenüber.
  • Die Beitragseinnahmen als Hauptfinanzierungsquelle liegen bei 30,8 Milliarden Euro.
  • Der Haushaltsplan sieht einen Überschuss von 0,1 Milliarden Euro vor.
Annelie Buntenbach, Bundesagentur für Arbeit

Investitionen in Weiterbildung und Qualifizierung

Die BA legt mit ihrem Haushalt 2020 erneut einen Schwerpunkt auf Investitionen in Weiterbildung und Qualifizierung und wird damit ihrer Rolle und ihrer Verantwortung im digitalen und demographischen Strukturwandel gerecht. Mit dem seit Jahresbeginn in Kraft getretenen Qualifizierungschancengesetz kann sie auch Beschäftigte und Arbeitgeber umfangreich bei Qualifizierungsmaßnahmen finanziell unterstützen und intensiv mit ihrer Arbeitsmarkt- und Weiterbildungsberatung begleiten.

LinkedIn: Zukunft Personal Trends

„Leading in permanent beta“ lautet das Motto der diesjährigen Zukunft Personal. Damit wird Bezug genommen auf den anhaltenden Wandel, der unsere Arbeitswelt prägt. In den Augen von Barbara Wittmann, Head of Talent Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung bei LinkedIn DACH, sind im Kontext dieser dynamischen Entwicklung besonders die folgenden Trends von Bedeutung:

Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bleibt der Fachkräftemangel eine Herausforderung

Selbst in Zeiten, in denen die deutsche Wirtschaft kaum noch wächst, ist der Arbeitsmarkt in den meisten Branchen und Regionen noch relativ stabil. Der demografische Wandel, die Digitalisierung und die immer kürzer werdende Halbwertszeit unserer Fähigkeiten führen dazu, dass die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften auch in Zukunft einen sehr wichtigen Parameter für den Erfolg deutscher Unternehmen darstellt. Unternehmen tun deshalb gut daran, weiterhin ganzheitlich und langfristig zu denken. Dazu gehört es, eine attraktive Arbeitgebermarke aufzubauen und Mitarbeiter, denen Qualifikationen fehlen, durch entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen gerade jetzt zu fördern.

Barbara Wittmann

Aktuelle Befragung zeigt aber: Jede*r Fünfte kümmert sich nicht um Weiterbildung

Weiterbildung sichert Zukunft

  • Fast die Hälfte der Arbeitnehmer*innen in Deutschland erhält berufliche Weiterbildungsangebote
  • Am häufigsten werden unternehmensinterne Qualifizierungen und Schulungen angeboten
  • Berufliche Weiterbildung ist ein Thema für alle Alters- und Karrierestufen

Berufliche Weiterbildung geht jede*n an – ob jung oder alt, Berufseinsteigerin oder „alter Hase“. Gerade in Zeiten rasanter technologischer Entwicklung, neuer Jobprofile und einem sich stetig wandelnden Arbeitsmarkt ist es unerlässlich, das eigene Wissen immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und neues obendrauf zu packen. Immerhin 44 Prozent der Arbeitnehmer*innen in Deutschland geben an, dass ihnen in ihrem Job Weiterbildungsangebote gewährt werden. Das belegen die Resultate der Orizon Arbeitsmarktbefragung 2019. Für die bevölkerungsrepräsentative Studie befragte das unabhängige Marktforschungsinstitut Lünendonk im Auftrag von Orizon insgesamt 2.012 Menschen.

Roman Hennig, Orizon

Öffentliche Weiterbildung: Ausgaben sind stark gestiegen

Die Bundesagentur für Arbeit gibt seit Jahren immer mehr Geld für Weiterbildungen aus, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Doch die Hilfe kommt ausgerechnet bei denen nicht an, die sie am nötigsten hätten.
Die Bundesagentur für Arbeit förderte Weiterbildungen im Jahr 2018 mit knapp 1,8 Milliarden Euro. Das ist etwa doppelt so viel wie zwölf Jahre zuvor, als die Hartz IV-Reformen umgesetzt wurden.

Dr. Susanne Seyda, Senior Economist für Fachkräftesicherung und Weiterbildung

Budget für digitale Weiterbildung wird nur selten bereitgestellt

  • Drei Viertel aller Unternehmen haben kein festes Budget für digitale Weiterbildung
  • Fehlendes Budget und fehlende Zeit sind große Hemmnisse

Die Digitalisierung bringt jede Menge Weiterbildungsbedarf mit sich, aber nur in den wenigsten Unternehmen wird entsprechendes Budget dafür zur Verfügung gestellt.

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Juliane Petrich

Weiterbildung: Mitarbeiter ergreifen Initiative

  • In sechs von zehn Unternehmen fordern Mitarbeiter Weiterbildungen ein
  • Auch regulatorische und technische Anforderungen geben oft Anstoß

Der Anstoß zu Weiterbildungsmaßnahmen kommt in sechs von zehn Unternehmen (60 Prozent) aus der Mitarbeiterschaft. Noch häufiger stellen die Fachabteilungen direkt einen Bedarf fest (84 Prozent). Das hat eine gemeinsame Studie des Digitalverbands Bitkom und des TÜV-Verbands ergeben, für die 504 Unternehmen ab zehn Mitarbeitern in Deutschland befragt wurden.

Wie Future Skills die Personalarbeit verändern

Diskussionspapier 2 von Stifterverband und McKinsey

 

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  • Unternehmen in Deutschland stehen vor zwei Herausforderungen: genügend Personal mit technologischen Skills zu rekrutieren und gleichzeitig mittels Weiterbildung neue überfachliche Fähigkeiten der bestehenden Belegschaft zu entwickeln.
  • Für beide Aufgaben sind neue, automatisierte Instrumente nutzbar – digitale Auswahltests, Planspiele sowie die Analyse von Bewerberprofilen auf Plattformen einerseits und Onlineweiterbildungsmodule andererseits werden in den nächsten fünf Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen.
  • Jedes dritte Unternehmen wird in Zukunft die Profile von Bewerbern auf Onlineplattformen analysieren, jedes vierte wird digitale Auswahltests einsetzen. Rund 280.000 Einstellungen von Akademikern werden mit Onlinewerkzeugen unterstützt werden, die digital Kompetenzanalysen durchführen.
  • Die befragten Unternehmen planen, den Umfang der Weiterbildung pro Mitarbeiter in fünf Jahren um ein Drittel auszuweiten. Die Anzahl der Tage für Schulungen und Seminare pro Mitarbeiter würde sich damit innerhalb der nächsten Jahre von 3,7 auf 5 Tage erhöhen. Darüber hinaus wird das informelle Lernen am Arbeitsplatz deutlich ausgeweitet werden.

Forsa-Umfrage: Ein Drittel der deutschen Erwerbstätigen offen für einen Jobwechsel

  • 85 Prozent der Berufstätigen sind zufrieden in ihrem Job
  • Gehalt, Kollegen und Vorgesetzte sind ausschlaggebend für Arbeitgeberwechsel
  • Home Office-Möglichkeit spielt eine eher nachgelagerte Rolle bei der Jobauswahl
  • Ein Viertel bevorzugt eine aktive Ansprache durch Unternehmen und Personalberater

Der Jahresbeginn kennzeichnet für viele deutsche Erwerbstätige den Start für Veränderungen. Zu den beliebtesten Neujahrsvorsätzen gehören eine gesündere Ernährung, mehr Sport und mehr Zeit für Familie und Freunde. Doch wie sieht es für deutsche Berufstätige mit einem beruflichen Neustart aus? Die Ergebnisse einer aktuellen forsa Online-Studie im Auftrag von XING E-Recruiting zeigen, dass die große Mehrheit der deutschen Erwerbstätigen mit ihrer beruflichen Tätigkeit zufrieden ist. Die Arbeitgeber können sich allerdings trotzdem nicht beruhigt zurücklehnen. Denn: Jeder dritte deutsche Erwerbstätige ist gleichzeitig offen für einen Arbeitgeberwechsel.

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Worauf sich Personaler/innen jetzt einstellen sollten – der Bundesverband der Personalmanager zu den 10 HR-Trends 2019

KI im Bewerbungsprozess, Netzwerke statt Hierarchien, Freiheit als neue Währung im Kampf um Talente – die Personalarbeit 2019 navigiert zwischen den Möglichkeiten digitaler Technologien und verschärftem Fachkräftemangel. Vor diesem Hintergrund hat das Präsidium des Bundesverbandes der Personalmanager (BPM) zum Jahreswechsel die wichtigsten HR-Trends zusammengestellt, die das Personalwesen im kommenden Jahr prägen werden. Denn für viele Entscheider bleibt es nach wie vor schwer, die Fülle an neuen Möglichkeiten zu überblicken und für sich zu bewerten. Der Verband rät dazu, eine klare Agenda aus den folgenden Punkten zu formulieren.

Dr. Elke Eller

karriere.at Umfrage: Jeder Zweite ist zum Jahresausklang auf Jobsuche

20 Prozent setzen auf Gemütlichkeit – 18 Prozent wollen sich weiterbilden

Thomas Olbrich

Alles soll anders werden: Ein neuer Job muss her. – Das haben sich mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer in einer aktuellen Online-Umfrage von karriere.at zum Jahresausklang vorgenommen. Jeder Fünfte lässt 2018 hingegen gemütlich enden.

261 Beschäftigte haben sich an der Umfrage beteiligt. Auf die Frage, was sie im zu Ende gehenden Jahr karrieretechnisch noch im Visier haben, antworteten 54 Prozent mit Jobsuche. Jeder Fünfte probierts mit Gemütlichkeit und lässt 2018 ohne Ziele enden. 18 Prozent sind der Meinung, dass es für etwas Neues nie zu spät ist, und setzen auf Weiterbildung. Acht Prozent streben einen unternehmensinternen Aufstieg an.