Generation Y: Summe X muss in die Lohntüte

Matthias Ernst, Absolventa
Matthias Ernst

ABSOLVENTA-Umfrage: Gehalt ist für den Großteil der jungen Akademiker entscheidend, wenn sie ihre Karriere starten – Perspektive und berufliche Aufgabe folgen

Berlin. Entscheidend ist die Lohntüte! Für den Großteil der jungen Akademiker in Deutschland steht fest: Sie wollen vor allem gut verdienen, wenn sie ins Berufsleben starten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von ABSOLVENTA Jobnet, an der 900 Absolventen aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen. Demnach antworteten mehr als ein Viertel der Befragten (27 Prozent), dass das Gehalt der entscheidende Faktor ist, wenn sie ihre Karriere beginnen. Auf dem zweiten Platz stehen für akademische Nachwuchskräfte, vielfach auch als Generation Y bezeichnet, mit jeweils 22 Prozent der Antworten

die berufliche Perspektive sowie die spezifische Aufgabe, die mit dem Job in einem Unternehmen verbunden ist – kurz dahinter: die Arbeitsatmosphäre (21 Prozent). Offenbar weniger wichtig für die junge Generation: flexible Arbeitszeiten (6 Prozent) sowie das soziale Engagement des Arbeitgebers (2 Prozent).

 

Gehalt ist für Berufsstarter wichtiger als weiche Faktoren

Im Rahmen des allseits diskutierten Mangels an Fachkräften in Deutschland sind gerade akademische Nachwuchskräfte besonders gefragt auf dem Arbeitsmarkt. Hintergrund: Viele Unternehmen setzen darauf, die junge Generation frühzeitig für sich zu gewinnen, um so mittelfristig den Führungskräftebedarf nachhaltiger abdecken zu können. Folge: Viele Arbeitgeber intensivieren ihre Anstrengungen hinsichtlich einer offensiveren Kommunikation ihrer Arbeitgebermarke gerade in Richtung der Generation Y. Dieser wird allgemein hin nachgesagt, dass sie sehr selbstbewusst in den Arbeitsmarkt einsteigt und hohe Anforderungen an die Unternehmenskultur stellt. Daher entwickeln viele Personalabteilungen in Konzernen und mittelständischen Unternehmen attraktive Modelle, mit denen junge Nachwuchskräfte überzeugt werden sollen. Dazu gehören flexible Arbeitszeitmodelle genauso wie eine ausgeklügelte CSR-Strategie oder individuelle Aufstiegspläne. Gemäß der ABSOLVENTA-Umfrage muss aber vor diesen „weichen Berufswahlfaktoren“ vor allem die gute alte Lohntüte ansprechend gefüllt sein, bevor sich Berufsstarter überhaupt mit einem Arbeitgeber auseinander setzen.

 

„Die Ergebnisse unserer Umfrage sind eindeutig. Nach wie vor scheint es das eigentliche Tabu-Thema Gehalt zu sein, dass den meisten Berufseinsteigern beim Karrierestart wichtig ist. Viele Analysen zum Thema lassen diese Perspektive außer Acht und sprechen stattdessen von anderen Einflüssen. Hier zeigt sich aber: Auch Berufsstarter sind am Ende des Tages nicht mit der Freikarte für das Fitnessstudio oder sozialem Engagement des Arbeitgebers zu überzeugen. Zunächst gilt auch für die GenY: Es zählt, was letztlich in der Lohntüte steckt. Das sollten Arbeitgeber nicht vergessen, wenn sie die jungen Fach- und Führungskräfte von morgen schon heute in ihr Unternehmen locken möchten“ so Matthias Ernst, Geschäftsführer bei ABSOLVENTA Jobnet in Berlin.

 

Über ABSOLVENTA Jobnet

Die ABSOLVENTA GmbH beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und hat ihre Büros im Herzen von Berlin. Mit dem ABSOLVENTA Jobnet bietet das Unternehmen ein Karrierenetzwerk mit der Zielgruppe Studenten, Absolventen und Young Professionals. Es besteht aus der Jobbörse ABSOLVENTA, dem Traineeportal Trainee-Geflüster, der Praktikumsbörse Praktikum.info und dem Jobmesseportal Jobmesse-Radar. Komplettiert wird das Netzwerk durch die studentische Uni-Liga, das demokratische ABSOLVENTA-Stipendium, das jährlich von dem gemeinnützigen ABSOLVENTA e.V. ausgerichtet wird, sowie die Auszeichnung für karrierefördernde und faire Trainee-Programme.

3 Kommentare zu „Generation Y: Summe X muss in die Lohntüte“

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