Neue Arbeitsmarktstudie: Trotz Arbeitsmarktkrise plant ein Fünftel aller Arbeitnehmer in 2010 einen Jobwechsel

Rosemary Haefner, CareerBuilder
Rosemary Haefner, CareerBuilder

Frankfurt – Die jüngsten Meldungen über Wirtschaftsaufschwünge veranlassen einige Arbeitnehmer in 2010 einen Jobwechsel in Betracht zu ziehen. Fast ein Fünftel (19Prozent) aller Arbeitnehmer sieht sich im Jahr 2010 bei einem neuen Arbeitgeber. Neun Prozent gaben an, spätestens 2011 ihren derzeitigen Arbeitgeber zu verlassen, dies geht aus den jüngsten Umfrageergebnissen (vom 5.bis 23.11.2009) von CareerBuilder hervor.


Drastische unternehmerische Entscheidungen im Jahr 2009 mögen für viele Beschäftigte der Anlass gewesen sein die eigene Position zu überdenken.Einer von zehn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (12 Prozent), die 2009 Kürzungen von Sozialleistungen und andere Leistungseinschränkungen von Arbeitgeberseite hinnehmen mussten,gab an, für höchstens ein halbes Jahr oder weniger bei ihrem jetzigen Unternehmen bleiben zu wollen. 27 Prozent der Berufstätigen, die 2009 keine Gehaltserhöhung oder Beförderung erhielten, planen ihren aktuellen Posten in weniger als einem Jahr zu wechseln. Einer von Fünf (18 Prozent) Angestellten, bei denen Lohnkürzungen zu Buche schlugen, ordnete die persönliche Jobperspektive beim gegenwärtigen Arbeitgeber bei unter einen halben Jahr ein.

„Viele Arbeitgeberentscheidungen des letzten Jahres basierten auf Rettungsmaßnahmen für die Erhaltung von Arbeitsplätzen, viele Unternehmen konnten nur deswegen in der Krise überleben,“ betont Rosemary Haefner, Personalvorstand von CareerBuilder. „Der eingeschlagene Sparkurs wirkte sich einigen Fällen unmittelbar auf die Beschäftigten aus, das hat die Zufriedenheit des Einzelnen am Arbeitsplatz beeinträchtigt. In 2009 lag die Arbeitsplatzzufriedenheit bei 61Prozent im Vergleich zu 70 Prozent im Vorjahr. Hier ist der Arbeitgeber gefragt, sich frühzeitig um einen genauen Einblick in die Gemütslage der Arbeitnehmer zu bemühen. Auf diese Weise lassen sich zeitnah Probleme, die die Arbeitsleistung der Mitarbeiter, den Verbleib des Einzelnen am Arbeitsplatz und die Arbeitsplatzzufriedenheit betreffen, erkennen.“

Als Schlüsselfaktoren bezüglich Arbeitsplatzzufriedenheit und Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber identifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Folgendes:

  • Entlohnung – 75 Prozent der Arbeitnehmer erhielten im letzten Jahr keine Gehaltserhöhung, gegenüber 35 Prozent in 2008. Wurde eine Gehaltserhöhung ausgeschüttet, erhielten 28 Prozent der Begünstigten eine Erhöhung von drei Prozent oder weniger.71 Prozent der Arbeitnehmer erhielten gar keinen Bonus. Acht Prozent aller Beschäftigten nahmen in 2009 einen zweiten Job an, um über die Runden zu kommen. Fast ein Fünftel (19 Prozent) plant in 2010 durch einen zweiten Job das derzeitige Gehalt aufzubessern.
  • Berufliche Förderung – 28 Prozent aller Arbeitnehmer sind unzufrieden oder sehr zufrieden mit den beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten an ihrem aktuellen Arbeitsplatz.90 Prozent wurden im Jahr 2009 nicht befördert, während fast ein Viertel (23 Prozent) angab, bei Beförderungen übergangen worden zu sein.
  • Branchenwechsel – 20 Prozent der Berufstätigen überlegen in den kommenden zwei Jahren, die Branche zu wechseln. Die Hauptgründe waren die Möglichkeit in einem interessanteren Arbeitsumfeld tätig zu werden (67 Prozent), bessere Bezahlung (54 Prozent), mehr Aufstiegsmöglichkeiten (41 Prozent) und Arbeitsplatzsicherheit (36 Prozent). Zwölf Prozent beabsichtigen sich im neuen Jahr weiterzubilden, um ihren Marktwert zu erhöhen.
  • Work-Life-Balance – Fast ein Viertel (23 Prozent) der Beschäftigten drückten aus, unzufrieden oder sehr unzufrieden mit der Work-Life-Balance am Arbeitsplatz zu sein. Lediglich 18 Prozent gaben im Vorjahr ähnliches an.
  • Schulung/Bildung – 26 Prozent der Arbeitnehmer sind unzufrieden bis sehr unzufrieden mit Bildungsangeboten und Schulungen, die ihr derzeitiger Arbeitgeber zur Verfügung stellt.
  • Bewertung des Führungsverhaltens – Fast ein Viertel (23 Prozent) der Arbeitnehmer bewerten ihre Unternehmensführung als mangelhaft bis hin zu sehr mangelhaft. 35 Prozent bescheinigten ihrer Leitungsebne unfähig bei der Beeinflussung der Arbeitsmoral der Mitarbeiter zu sein, dichtgefolgt von mangelnder Transparenz (30 Prozent) sowie dem ungenügenden Informationsfluss bei wichtigen Veränderungen (28 Prozent).

Umfragemethode

Bei dieser Online-Umfrage befragte CareerBuilder 5.231 Berufstätige (Vollzeitbeschäftigte, keine selbständig Angestellte oder Beamte) über 18 Jahre in den USA. Die Umfrage wurde vom 5. bis zum 23. November 2009 durchgeführt. Bei einer Stichprobengröße von 5.231 lässt sich mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit sagen, dass die Gesamtergebnisse eine Fehlerquote von +/- 1,35 Prozentpunkten haben.

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