Zeitarbeit: Große Defizite beim Recruiting im Web

Jana Kimmritz
Jana Kimmritz

Neue Studie: Karrierewebsites von Zeitarbeitsunternehmen bieten zu wenige Informationen für Bewerber

Bewerber, die sich für Jobs bei einer Zeitarbeitsfirma interessieren, suchen im Web oft vergeblich nach wichtigen Informationen, das zeigt eine neue Studie von index Research. Die Berliner Experten für Personalmarktforschung haben über 100 Webseiten von Zeitarbeitsunternehmen getestet, dabei wurde ein Bewertungskatalog mit mehr als 50 Kriterien zu Grunde gelegt. Im Durchschnitt erzielten die Informationsseiten für potenzielle Bewerber dabei mit 49 Prozent noch nicht einmal die Hälfte der möglichen Gesamtpunktzahl.

Besonders gravierend waren die Mängel bei vertiefenden Informationsangeboten (erreichter Durchschnitt 35 Prozent) sowie bei der Aktualität der Informationen (erreichter Durchschnitt 41 Prozent). Die Unterschiede sind dabei sehr groß: So erreichte der Testsieger der Studie, die Ferchau Engineering GmbH, insgesamt 83 Prozent der möglichen Punkte, der Letzte im Ranking dagegen lediglich 16 Prozent. Die Studie kann über www.index-research.de/websitestudie bestellt werden. Zeitarbeitsunternehmen haben zudem die Möglichkeit, einen individuellen Test ihrer Webseite zu beauftragen und mit den Studienergebnissen zu vergleichen.

Auffallend ist, dass die Zeitarbeitsbranche, die immer stärker im Wettbewerb um geeignete Arbeitskräfte steht, viele Möglichkeiten ungenutzt lässt, um mögliche Bewerber zu binden und zu überzeugen. So informieren nur wenige Leihfirmen potenzielle Kandidaten mit einem speziellen Newsletter, und auch Bewerberbroschüren findet man eher selten. Informationen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet sogar nur jedes zwanzigste Unternehmen. Weitere Problembereiche sind veraltete Termine auf den Webseiten und eine fehlende Optimierung für den Zugriff auf die Seiten von mobilen Geräten aus.

„Wir sehen bei den Webseiten der Zeitarbeitsunternehmen einen deutlichen Bedarf zur Content Optimierung“, so Jana Kimmritz, Leiterin von index Research. „Zwar bemühen sich die Firmen in der Regel um einen Mindestinformationsgehalt, dies ist angesichts des starken Wettbewerbs um Arbeitskräfte heute allerdings nicht mehr ausreichend.“

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Die Top-10 Bewerber-Websites von Zeitarbeitsunternehmen

 

1. FERCHAU engineering GmbH www.ferchau.de
2. erste reserve personalservice spreen GmbH www.erste-reserve.de
3. Aecco www.adecco.de
4. engineering people GmbH www.engineering-people.de
5. Amadeus Fire AG www.amadeus-fire.de
6. Poolia Deutschland GmbH www.poolia.de
7. Tuja Zeitarbeit GmbH www.tuja.de
8. Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen www.manpower.de
9. Robert Half Deutschland GmbH & Co. KG www.roberthalf.de
10.Unique Personalservice GmbH www.unique-personal.de

 

 

Weitere Informationen sind unter www.index-research.de/websitestudie zu finden.

 

index Research

index Research ist auf Personalmarktforschung spezialisiert. Mit den Themenbereichen Arbeitsmarkt, Stellenmarkt und Personal deckt index Research Fragestellungen aus dem gesamten HR-Bereich ab, von der Entwicklung und dem Erfolg von Stellenanzeigenschaltungen über Trends im Arbeits- und Bewerbermarkt bis hin zu spezifischen Fragestellungen des Personalbereichs in Unternehmen.

                                                                                                                                                    

index Research ist ein Service der index Internet und Mediaforschung GmbH mit Sitz in Berlin. index bietet Personalmarketing, Optimierung von Vertriebs- und Verkaufsprozessen und Personalmarktforschung aus einer Hand.

 

Kontakt:

Philipp Diefenbach

index Internet und Mediaforschung GmbH

Zinnowitzer Str. 1

10115 Berlin

Tel.: +49(0)30/390 88 197

Fax: +49(0)30/390 88 199

E-Mail: p.diefenbach@index.de

www.index-research.de

1 Kommentar zu „Zeitarbeit: Große Defizite beim Recruiting im Web“

  1. Michael Langele

    Wen wundert das denn? Zeitarbeitsfirmen schreiben Stellenangebote aus, um ihren Bewerberpool richtig aufzubauen. Bei eventuellen Aufträgen wird dann der entsprechende Bewerber angerufen. Nur selten steckt hinter den Jobangeboten eine wirkliche Arbeitsstelle. Ich habe zehn Jahre als Personaldisponent und Niederlassungsleiter in dieser Branche gearbeitet und weiß wovon ich rede.

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