High Potentials arbeiten am liebsten bei Beratungen

Bernd Vierhaus
Bernd Vierhaus

Deloitte ist beliebtester Arbeitgeber im Consulting + Geschäftliche Telefonate im Urlaub – kein Problem für High Potentials + High Potentials sind hungrig nach Informationen über Arbeitgeber + Touchpoint Campus: Kennenlernen ausdrücklich erwünscht


Die High Potentials Österreichs wollen nach ihrem Studium direkt in die Beratungsbranche einsteigen. Doch im Ranking ihrer beliebtesten Arbeitgeber liegen andere Unternehmen vorn: BMW ist ihr Wunscharbeitgeber Nummer eins, gefolgt von der Oesterreichischen Nationalbank und der Bosch Gruppe. Darauf folgen mit Deloitte und EY die ersten Beratungen. Insgesamt vier Beratungen schaffen es in die Top 10 der Wunscharbeitgeber der High Potentials. Das ist das Ergebnis des trendence Graduate Barometers 2017. Das vollständige Ranking ist ab sofort unter www.trendence.at abrufbar.

Deloitte ist beliebtester Arbeitgeber der High Potentials in der Beratungsbranche

Die Beratungen sind mit deutlichem Abstand die beliebteste Branche der High Potentials. Mehr als jeder fünfte High Potential möchte in einem Beratungsunternehmen arbeiten, jeder achte im Maschinenbau oder in der Elektronikbranche. Aber auch unter den Beratungen schaffen es einige Arbeitgeber besser als andere, High Potentials von sich zu überzeugen. Deloitte ist unter den High Potentials der beliebteste Arbeitgeber der Branche, gefolgt von EY und McKinsey. Die Boston Consulting Group, die bei den Wirtschaftlern auf Rang 1 in der Consulting-Branche liegt, belegt bei den High Potentials lediglich Rang 4. Auch PwC und KPMG schneiden bei den High Potentials schlechter ab. Während sich 4,3 Prozent der Wirtschaftler bei PwC bewerben wollen, sind es nur 3,5 Prozent der High Potentials. Bei KPMG möchten 4,2 Prozent der Wirtschaftler arbeiten, aber nur 2,7 Prozent der High Potentials. Eine positive Überraschung erlebt BearingPoint: Bei den Wirtschaftlern schafft es das Unternehmen nicht einmal unter die Top 100 der beliebtesten Arbeitgeber, bei den High Potentials landet das Unternehmen auf Rang 43, innerhalb der Consulting-Branche belegt BearingPoint sogar Rang 9 und lässt Beratungen wie LeitnerLeitner und zeb hinter sich.

 

Geschäftliche Telefonate im Urlaub – kein Problem für High Potentials

High Potentials sind deutlich leistungsbereiter, belastbarer und flexibler als ihre Kommilitonen. Sie sind bereit, 46,4 Stunden pro Woche zu arbeiten – fünf Stunden mehr als andere Wirtschaftler. Die gleiche Flexibilität verlangen sie allerdings nicht von ihrem Arbeitgeber. Work-Life-Balance oder eine freie Arbeitseinteilung ist ihnen nicht so wichtig. Für mehr als die Hälfte der High Potentials ist es in Ordnung, auch außerhalb der Arbeitszeit, also nach Feierabend, am Wochenende und sogar im Urlaub, für Kollegen und Chefs erreichbar zu sein. Von ihren Kommilitonen würde das nur ein Drittel zulassen. Für die Mehrarbeit verlangen High Potentials nicht unbedingt einen Ausgleich. Nur ein Drittel der High Potentials will dafür an anderen Tagen kürzertreten, aber mehr als die Hälfte der anderen Studierenden.

 

High Potentials sind hungrig nach Informationen über Arbeitgeber

High Potentials sind wissbegieriger als ihre Kommilitonen und informieren sich deutlich häufiger aktiv über Arbeitgeber. Online-Medien sind dabei besonders wichtig. 84 Prozent der High Potentials informieren sich über Karriereportale. Mehr als drei Viertel der High Potentials suchen aktiv auf der Karriere-Website der Unternehmen nach Informationen, unter ihren Kommilitonen tun das nur zwei Drittel. „High Potentials hinterfragen die Informationen kritisch, bevor sie sich für einen Arbeitgeber entscheiden. Unternehmen müssen Informationen mit Substanz bieten, wenn sie High Potentials überzeugen wollen. Attraktive Produkte allein reichen da nicht“, erklärt Bernhard Vierhaus, Österreich-Experte bei trendence.

 

Touchpoint Campus: Kennenlernen ausdrücklich erwünscht

Auch die Informationsangebote am Campus nutzen High Potentials deutlich intensiver als ihre Kommilitonen. Zwei Drittel der High Potentials informieren sich beim Career Service, aber nicht einmal die Hälfte ihrer Kommilitonen. Besonders beliebt bei High Potentials sind an der Hochschule ausgeschriebene Praktika von Unternehmen, Unternehmenspräsentationen, Praxisvorträge und von Arbeitgebern ausgeschriebene Abschlussarbeiten. Im Vergleich zu ihren Kommilitonen begeistern sich High Potentials leichter für mehrtägige, aufwändige Events wie Segeltörns oder Studentenwettbewerbe, um Arbeitgeber kennenzulernen. Fast jeder vierte High Potential fühlt sich davon am Campus angesprochen, aber nur rund jeder siebte Durchschnittsstudent. „High Potentials messen sich gern mit anderen. Das macht eine ihrer Stärken als Arbeitnehmer aus. Deshalb reizen sie Aktionen von Arbeitgebern, bei denen sie sich direkt mit ihren Mitbewerbern vergleichen können“, erläutert Bernhard Vierhaus. Besonders erfolgreich werben die Beratungen um die High Potentials am Campus. Unter den zehn Arbeitgebern, die sich am Campus am auffälligsten um sie bemühen, befinden sich vier aus der Consulting-Branche.

 

 

Weitere Informationen und Infografiken finden Sie am unteren Ende dieser Seite unter Downloads:

http://www.trendence.com/presse/pressemitteilungen/2017/top-arbeitgeber-der-high-potentials-oesterreich.html

 

 

Über die Studie

Das trendence Graduate Barometer ist eine repräsentative Studie unter 12.000 abschlussnahen Studierenden von 31 Hochschulen in Österreich über ihre Wunscharbeitgeber und Karrierepläne. Die Daten wertet trendence nach Fächergruppen aus. Die Rankings der beliebtesten Branchen zeigen ein Stimmungsbild der Absolventen und ihre Präferenzen bei der Arbeitgeberwahl. Sie sind ein Indikator dafür, welche Branchen mit zunehmendem Fachkräftemangel zu kämpfen haben und welche Branchen aus einem vollen Pool an Bewerbern schöpfen und die für sie passenden Talente herausfiltern können. Als High Potentials gelten Studierende mit Auslands- und Praxiserfahrung, sozialem oder politischem Engagement sowie exzellenten akademischen Leistungen – sie müssen zu den besten 25 Prozent ihres Jahrgangs gehören. Unter den im Rahmen des trendence Graduate Barometers befragten Studierenden gibt es 152 High Potentials der Wirtschaftswissenschaften, die wir für diese Auswertung untersucht haben.

 

Über trendence
trendence ist ein unabhängiges Beratungs- und Marktforschungsunternehmen für Employer Branding und Personalmarketing mit fast 20 Jahren Erfahrung. Aus unseren Studien kennen wir die Karrierepläne und Wunscharbeitgeber von drei Millionen jungen Bewerbern weltweit. Die Ergebnisse dieser Studien sind für Arbeitgeber Basis ihrer Entscheidungen im Employer Branding und Personalmarketing, indem sie detaillierte Informationen über potenzielle Bewerber liefern. Besondere Aufmerksamkeit erfahren die Rankings der beliebtesten Arbeitgeber, die Top 100. Sie dienen Arbeitgebern, Bewerbern und Medien gleichermaßen als Orientierung und Benchmark. trendence veröffentlicht außerdem Karriereratgeber für Schüler und Studierende, um ihnen die Berufsorientierung zu erleichtern.

 

 

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  • Top-Arbeitgeber
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  • auf Anfrage: Auswertungen weiterer Bewerbergruppen (z.B. Digitals/Non-Digitals, Frauen/Männer, Fach)

 

 

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