Achim Berg

Startups: Jeder fünfte Mitarbeiter kommt aus dem Ausland

  • Vor allem große Startups setzen auf eine internationale Teams
  • In 3 von 10 deutschen Startups ist die Geschäftssprache Englisch

Ohne Mitarbeiter aus dem Ausland würde in vielen deutschen Startups das Licht ausgehen. Im Durchschnitt hat jeder fünfte Mitarbeiter (20 Prozent) keine deutsche Staatsbürgerschaft. In großen Startups mit 20 oder mehr Mitarbeitern liegt der Anteil mit 34 Prozent sogar noch deutlich darüber. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups. Noch höher ist der Anteil der ausländischen Mitarbeiter, wenn man nur auf die Entwickler in den Startups schaut: Hier hat jeder Vierte (24 Prozent) keinen deutschen Pass, bei den großen Startups mit 20 und mehr Mitarbeitern beträgt der Anteil sogar 44 Prozent.

Achim Berg

„Technologieorientierte Startups könnten Entwicklungen zum Beispiel im Bereich von Künstlicher Intelligenz oder Blockchain ohne Experten aus dem Ausland gar nicht voranbringen. In Deutschland fehlen seit Jahren Zehntausende IT-Fachleute. Startups konkurrieren hier mit etablierten IT-Unternehmen ebenso wie mit Global Playern aus allen Branchen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wer die Wettbewerbsbedingungen für Startups in Deutschland verbessern will, muss deshalb die Gewinnung von ausländischen IT-Experten noch einfacher und unbürokratischer gestalten.“

Leichtes Wachstum bei Digital-Investitionen

  • Pro-Kopf-Ausgaben für IT- und Telekommunikation steigen in Deutschland um 2 Prozent auf 1.584 Euro
  • Schweiz, USA und Dänemark liegen international an der Spitze

Die Ausgaben für Informationstechnik (IT) und Telekommunikation sind in Deutschland im Jahr 2018 um 2 Prozent auf 1.584 Euro pro Einwohner gestiegen. Im Durchschnitt der 26 EU-Staaten wurden 1.248 Euro ausgegeben, was ebenfalls einem Anstieg von 2 Prozent entspricht. Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Grundlage aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO). Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz mit 3.214 Euro (+3 Prozent) an der Spitze. Dahinter folgen die USA mit 3.126 Euro (+5 Prozent). Die skandinavischen Staaten komplettieren die globale Spitzengruppe. In Dänemark stiegen die Digital-Investitionen auf 2.483 Euro pro Kopf (+2 Prozent), in Schweden auf 2.362 Euro (+3 Prozent), in Norwegen auf 2.290 Euro (+3 Prozent) und in Finnland auf 2.071 Euro (+2 Prozent). Deutlich vor Deutschland liegt ungeachtet der Brexit-Wirren das Vereinigte Königreich (2.002 Euro, +2 Prozent), es folgen die Niederlande (1.998 Euro, +3 Prozent) und Japan mit dem zweitschwächsten Wachstum in den Top-10 (1.687 Euro, +1 Prozent). Überdurchschnittlich stark, aber auf niedrigem Niveau, wuchsen im europäischen Maßstab die Digital-Ausgaben in Ungarn (558 Euro, +5 Prozent) und Rumänien (276 Euro, +7 Prozent). Weltweit zählen Russland (275 Euro, +5 Prozent), die Türkei (234 Euro, +7 Prozent) und Indien (56 Euro, +11 Prozent) zu den am schnellsten wachsenden Märkten.

Achim Berg

Startups in Deutschland: Die Skepsis nimmt zu

  • Ihre eigene Lage hat sich zuletzt nur noch für 39 Prozent der Startups verbessert
  • Jedes zehnte Startup beklagt eine Verschlechterung
  • Mehrheit bemängelt, dass Politik bei großen digitalen Zukunftsthemen den Anschluss verpasst

Die Startups in Deutschland werden skeptischer. Aktuell sagen nur noch 39 Prozent der Gründer, dass sich in den vergangenen zwei Jahren die Lage für ihr eigenes Startup verbessert hat. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 44 Prozent, vor zwei Jahren sogar bei 54 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Startups, die eine Verschlechterung der eigenen Situation wahrnehmen, verdoppelt, von jeweils 5 Prozent in den vergangenen beiden Jahren auf jetzt 11 Prozent. „Deutschland kann eine ganze Reihe erfolgreicher Startups vorweisen, die inzwischen auch international expandieren. Das erklärte Ziel der Politik, Deutschland zu einer Startup-Nation zu machen, ist aber kein Selbstläufer“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die negative Entwicklung in der Einschätzung der eigenen Lage durch die deutschen Startups ist ein Warnzeichen.“

Achim Berg

Digitalisierung macht Logistik schneller, sicherer und einfacher

Zwei Drittel der Unternehmen mit Logistik-Prozessen erwarten durch Digitalisierung eine Zeitersparnis

Unternehmen profitieren auf sehr unterschiedliche Weise durch digitale Anwendungen in der Logistik. Das zeigt eine Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, bei der 514 Unternehmen ab 50 Mitarbeitern, die Waren transportieren, gefragt wurden, was aus ihrer Sicht die größten Vorteile von digitalen Anwendungen in der Logistik sind. Eine deutliche Mehrheit von zwei Dritteln (68 Prozent) gibt an, dass die Digitalisierung zu einer Zeitersparnis führt. Auf Platz zwei liegt mit deutlichem Abstand die sinkende Fehler- und Ausfallanfälligkeit (43 Prozent).

Achim Berg

Bitkom zieht Zwischenfazit zur Digitalpolitik der Bundesregierung

  • Bundesregierung bleibt bislang viele Ziele des Koalitionsvertrags schuldig
  • Präsident Berg: „Aufbruch in digitale Zukunft erfordert Mut, Engagement und Investitionen“

Im Vorfeld der heutigen Sommer-Pressekonferenz der Bundeskanzlerin zieht Bitkom-Präsident Achim Berg eine Halbzeitbilanz der Digitalpolitik der Bundesregierung:

Achim Berg

„In der ersten Hälfte der Legislaturperiode wurde die Bundesregierung getrieben von der Diskussion um Migration und Klimaschutz. In der jetzt kommenden zweiten Hälfte muss sie selbst zur Treiberin werden. Zur Treiberin der Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung, von Schulen und Hochschulen, von Gesundheitswesen, Mobilität und Energieversorgung. Die Digitalisierung ist die größte Herausforderung unserer Zeit – und gleichzeitig eine riesige Chance.

Lehrer schwören auf Papier

  • Jeder zweite Pädagoge informiert Eltern per Brief
  • Messenger-Dienste und spezielle Online-Plattformen rangieren am Ende

Wohin geht die nächste Klassenfahrt? Worum geht’s in der Projektwoche? Warum werden die Hausaufgaben regelmäßig vergessen? Wenn Lehrerinnen und Lehrer mit Eltern kommunizieren, steht Papier hoch im Kurs. Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte schickt Briefe mit nach Hause (54 Prozent). Nur knapp davor kommt die E-Mail (62 Prozent) als Kommunikationsmittel der Wahl. Ähnlich populär wie Briefe sind Telefonanrufe (53 Prozent). Moderne digitale Kommunikationsmittel bleiben dagegen häufig außen vor: Nicht einmal jeder vierte Lehrer setzt auf Messenger-Dienste wie Threema, Telegram, Signal oder Whatsapp (23 Prozent).

Achim Berg

Digitalisierung schafft neue Geschäftsmodelle in der Industrie

  • Industrie 4.0 verändert bei vielen Unternehmen die Geschäftstätigkeit
  • Berg: „Jedes Unternehmen sollte sein Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen“
  • Großteil verfolgt eigene Strategie für Industrie 4.0

Vernetzte Maschinen, die miteinander kommunizieren, Roboter, die Reparaturen durchführen, die automatisierte Wartung von Anlagen: In deutschen Fabrikhallen ist die nächste industrielle Revolution, die Industrie 4.0, in vollem Gange. Sie verändert nicht nur einzelne Abläufe und Prozesse, sondern sorgt auch für die Entstehung ganz neuer Geschäftsmodelle.

Achim Berg

Mehrheit wünscht sich digitale Plattformen aus Deutschland

  • 9 von 10 Bundesbürgern fordern mehr Unterstützung der Politik für Plattformanbieter
  • Bitkom veröffentlicht Positionspapier zur smarten Regulierung von Plattformen

Ob bei der Suche nach einer neuen Wohnung, beim Online-Shopping, der Jobsuche oder beim Austausch mit Freunden in Sozialen Netzwerken – digitale Plattformen sind inzwischen in allen Lebensbereichen verbreitet. Und längst nutzen auch Industrieunternehmen solche Plattformen für Geschäftskunden, um dort Produkte, Dienstleistungen und Herstellungsprozesse zusammenzubringen. Eine große Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich, dass dieser Markt nicht den großen Playern aus den USA oder China überlassen wird.

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Achim Berg

Neuer Bitkom-ifo-Digitalindex zeigt sehr gutes Geschäftsklima der Branche

  • Positive Lage bei den Firmen der IT und Telekommunikation, aber weniger Optimismus für die kommenden Monate
  • Bitkom und ifo stellen erstmals Index zur Konjunktur der Schlüsselbranche vor

In der digitalen Wirtschaft laufen die Geschäfte derzeit prächtig. Trotz allgemeiner Konjunkturrisiken beurteilen die Unternehmen der IT- und Telekommunikation (ITK) die Geschäftslage aktuell als sehr gut. Für die kommenden Monate sind die Erwartungen aber weniger optimistisch. Das sind die zentralen Ergebnisse des neuen Bitkom-ifo-Digitalindex, die der Digitalverband Bitkom und das ifo Institut heute gemeinsam in Berlin vorgestellt haben. Der Index stieg von April auf Mai um 2,2 Punkte auf 27,0 Punkte. Er errechnet sich aus Geschäftslage und Geschäftserwartungen der ITK-Branche.

Achim Berg