Achim Berg

Corona-Krise und danach: So werden Geschäftsprozesse digital

Bitkom veröffentlicht Leitfaden zur Optimierung von Geschäftsprozessen

Cloud statt Aktenschrank, Online-Meeting statt Geschäftsreise, Bestellungen und Rechnungsversand über Kundenportale statt per Brief und Fax: Die Digitalisierung betrifft in Unternehmen immer auch die interne Organisation und die eigenen Geschäftsprozesse. Digitale Prozesse sind in aller Regel effizienter und bilden die Voraussetzung dafür, neue Produkte und Dienstleistungen an den Markt zu bringen und in einem sich wandelnden Wettbewerbsumfeld zu bestehen. Mit einem jetzt veröffentlichten Leitfaden hilft der Digitalverband Bitkom Unternehmen aller Branchen, ihre Geschäftsprozesse digital fit zu machen. Darin wird mit dem „Reifegradmodell Digitale Geschäftsprozesse“ ein neuartiger Ansatz vorgestellt, mit dem kleine, mittelständische und große Unternehmen sowie Organisationen schnell und einfach eine Standortbestimmung ihrer Geschäftsprozesse vornehmen können.

Achim Berg

Deutsche Unternehmen geben sich eine Drei im Fach „Digitales“

  • Deutsche Wirtschaft sieht vor allem Chancen in der Digitalisierung
  • Aber: Nur jedes vierte Unternehmen investiert in digitale Geschäftsmodelle
  • Berg: „Coronakrise ist ein Weckruf, die Digitalisierung massiv voranzutreiben“

Die Unternehmen in Deutschland sind in den vergangenen zwölf Monaten bei der Digitalisierung zwar vorangekommen, bewerten den eigenen Fortschritt aber eher zurückhaltend. So vergeben Geschäftsführer und Vorstände, gefragt nach dem Stand der Digitalisierung des eigenen Unternehmens, im Durchschnitt nur die Schulnote „befriedigend“. Mittelständler mit 100 bis 499 Mitarbeitern geben sich sogar lediglich ein „ausreichend“. Zugleich sehen nur noch 22 Prozent die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich bei der Digitalisierung in der Spitzengruppe, vor einem Jahr waren es noch 26 Prozent.

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Schüler wünschen sich digitale Schulen

  • Große Mehrheit betont Chancen der Digitalisierung, fordert bessere IT-Ausstattung und mehr digitale Lerninhalte
  • Jeder Zweite will keine Schulbücher mehr, sondern digitale Medien
  • Bitkom zeichnet 20 neue Smart Schools aus – Netzwerk wächst auf 61 Standorte

Vernetzte Schulen, virtuelle Klassenzimmer und adaptives Lernen: Die Digitalisierung kann den Schulunterricht verbessern, den Lernerfolg steigern und die begrenzten Lehrkapazitäten effizienter einsetzen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von mehr als 500 Schülern weiterführender Schulen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

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Corona-Krise drückt Stimmung in der Digitalbranche

  • Jedes dritte Unternehmen der IT und Telekommunikation verzeichnet Nachfragerückgang
  • Präsident Berg: Krise ist Auftrag an Politik und Wirtschaft, die Digitalisierung mutiger und entschiedener voranzutreiben

In der Digitalbranche hat sich das Geschäftsklima unter dem Eindruck der Corona-Krise im März stark eingetrübt. Jedes dritte Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche (31 Prozent) verzeichnete im März einen Nachfragerückgang. Während 55 Prozent der Unternehmen negative Folgen der Corona-Krise feststellten, berichteten 43 Prozent davon, dass die Pandemie keine Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit habe. Lediglich 3 Prozent bemerkten einen positiven Effekt. Von den negativen Folgen sind in der Digitalbranche vor allem Industrie und Handel betroffen. Das ist das Ergebnis der monatlichen Konjunkturumfrage von Bitkom und ifo Institut in der ITK-Branche.

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Startups brauchen rasche Hilfe in der Coronakrise

  • Berg: „Ein großes Startup-Sterben muss unbedingt verhindert werden“
  • Bitkom veröffentlicht Positionspapier „Ganzheitliches Unterstützungspaket für Startups in Zeiten der Coronakrise“

Der Digitalverband Bitkom hat in der Coronakrise entschiedene Maßnahmen der Politik angemahnt, die gezielt auf junge innovative Technologie-Unternehmen zugeschnitten sind. „Es muss jetzt alles getan werden, um ein großes Startup-Sterben zu verhindern. Startups haben in aller Regel keine Rücklagen, viele leben von der Hand in den Mund und haben nicht den langen Atem, um diese Krise ohne Unterstützung durchzustehen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir begrüßen, dass das Bundeswirtschaftsministerium bereits ein Rettungspaket für Startups angekündigt hat. Wichtig ist, dass das Paket schnell beschlossen und umgesetzt wird – und dass es offen bleibt für Nachbesserungen.“

Achim Berg

6 von 10 Schülern kritisieren Fehlen digitaler Medien im Unterricht

  • Schlechte technische Ausstattung stört mehr als jeden Zweiten
  • Berg: „In Zeiten der Corona-Krise muss uns das wachrütteln“
  • Bitkom veröffentlicht Liste mit Anwendungen für digitalen Unterricht

Marode Schulgebäude, überfüllte Klassenräume, ruppiger Umgang auf dem Pausenhof – an deutschen Schulen gibt es viele Probleme. Keines davon stört Schüler allerdings so sehr, wie der fehlende Einsatz digitaler Medien im Unterricht: 59 Prozent der Schüler in Deutschland sehen dies als eines der dringlichsten Probleme an. 56 Prozent bemängeln eine schlechte technische Ausstattung.

Achim Berg

Bitkom zieht Halbzeit-Bilanz bei der Startup-Politik

  • Koalitionsvertrag enthält 25 Vorhaben, von denen Startups profitieren würden
  • Nach zwei Jahren wurden davon zehn vollständig umgesetzt, bei sechs ist noch nichts passiert

Die Bundesregierung muss das Tempo bei der Startup-Politik noch erhöhen, wenn sie ihre selbstgesteckten Ziele erreichen will. Insgesamt 25 Maßnahmen zur Startup-Förderung haben Union und SPD im Koalitionsvertrag festgeschrieben, der heute vor zwei Jahren unterschrieben wurde – von Digitalfonds über Gründerzeit bis Bürokratieentlastung. Von diesen sind jetzt zur Halbzeit nach zwei Jahren zehn umgesetzt worden, neun sind teilweise umgesetzt, aber bei sechs ist immer noch nichts passiert.

Achim Berg

Bei der ersten Bitkom-Zwischenbilanz vor einem Jahr waren erst vier Maßnahmen umgesetzt, zwölf begonnen und neun noch gar nicht angegangen. „Deutschland lässt sich bei der Startup-Förderung immer noch zu viel Zeit. Seit zwei Jahren liegen 25 konkrete Maßnahmen auf dem Tisch, zur Halbzeit-Bilanz haben wir aber gerade erst 10 davon abgearbeitet“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Nur wenn in der restlichen Legislaturperiode die Anstrengungen deutlich erhöht werden, kann die Politik ihre Versprechen auch einlösen.“

Corona-Epidemie dämpft Stimmung in der Digitalbranche

  • Bitkom-ifo-Digitalindex sinkt im Februar leicht
  • Präsident Berg: Corona ist Aufforderung, noch entschiedener zu digitalisieren

Die Stimmung in der Digitalbranche hat im Februar einen leichten Dämpfer bekommen. Der Bitkom-ifo-Digitalindex gab um 0,8 auf 24,9 Punkte nach. Entscheidend dafür war, dass die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage nicht mehr ganz so positiv bewerteten wie noch im Januar. So büßte der entsprechende Teilindex für die aktuelle Geschäftslage recht kräftig um 5,8 auf 37,8 Punkte ein, das ist der größte Rückgang seit September 2017.

Achim Berg

Bitkom Präsident Berg zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz: „Bürokratische Hürden senken, Verfahren vereinfachen und Fachkräfte willkommen heißen“

Am 1. März 2020 tritt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Das Fachkräfteproblem ist neben der Digitalisierung die größte Herausforderung der deutschen Wirtschaft. Hunderttausende Stellen können nicht besetzt werden – darunter allein 124.000 meist sehr lukrative IT-Jobs quer durch alle Branchen. Die Zahl offener Stellen ist zuletzt stark gestiegen und hat sich in den vergangenen beiden Jahren mehr als verdoppelt, von 55.000 Ende 2017 und 82.000 Ende 2018.

Achim Berg

Vor allem die Industrie bleibt bei digitalen Plattformen skeptisch

  • Industrieunternehmen sehen bei Plattformen häufiger Risiken als Chancen
  • Bitkom veröffentlicht Studienbericht zur digitalen Plattform-Ökonomie

Die deutsche Industrie tut sich schwer mit der digitalen Plattform-Ökonomie. So geben 41 Prozent der Industrieunternehmen an, dass sie digitale Plattformen eher als Risiko für das eigene Geschäft ansehen, nur 37 Prozent halten sie für eine Chance. Damit ist die Industrie deutlich skeptischer als der Dienstleistungssektor oder der Handel. Unter den Dienstleistern geben nur 27 Prozent an, digitale Plattformen stellten ein Risiko dar, 43 Prozent sehen sie als Chance. Im Handel betrachten sogar 60 Prozent Plattformen positiv, nur 22 Prozent halten sie für ein Risiko. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 502 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Achim Berg