Andreas Lutz

Brain Drain: Rechtsunsicherheit treibt IT-Fachkräfte und innovative Projekte ins Ausland

Umfrage von GULP und VGSD: 48 Prozent der selbstständigen IT-Experten erwägen, aufgrund schlechter Rahmenbedingungen Deutschland den Rücken zu kehren

48 Prozent der freiberuflichen IT-Spezialisten in Deutschland denken aufgrund von Rechtsunsicherheit über eine Auswanderung nach. Eine Gesetzesänderung vom April 2017 und deren restriktive Auslegung durch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) stellt ihren Status als Selbstständige infrage. Bei einer Einordnung als Scheinselbstständige drohen ihren Auftraggebern jedoch hohe Strafen.

Dr. Andreas Lutz, VDSG

VGSD: Ab Mai geht der Abmahnmissbrauch erst richtig los, wenn wir ihn jetzt nicht stoppen

Dr. Andreas Lutz, VGSD

Eine junge Mutter, die Schals online verkauft, eine alleinerziehende Goldschmiedin, die sich mit einem DaWanda-Shop aus dem Arbeitslosengeld 2-Bezug herausgearbeitet hat: Das sind typische Opfer einer Abmahnindustrie, die automatisiert online nach kleinsten Fehlern in Produktbeschreibungen sucht, um daraufhin Abmahnungen mit Kosten von durchschnittlich 1.300 Euro (vgl. Abbildung) versenden zu können.

Selbstständige fordern Einbindung in Dialog über „Arbeit 4.0“

Dr. Andreas Lutz
Dr. Andreas Lutz

Einen breiten, eineinhalbjährigen Dialog über die Zukunft der Arbeit wollte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit der heutigen Auftaktveranstaltung „Arbeit 4.0“ eröffnen. Es ging um neue Formen der Arbeit, um die steigende Zahl von (Solo-)Selbstständigen und das Verschwimmen von Grenzen zur abhängigen Bechäftigung.

Weil auf die Podien Politiker und Wissenschaftler, Arbeitgeber und Gewerkschaften, aber kein einziger Selbstständiger eingeladen war, forderten Kleinstunternehmer und Freiberufler auf der Kampagnenwebsite des Ministeriums und via Twitter, dass auch sie in den Dialog einbezogen und ihre berechtigten Anliegen gehört werden.