Arbeitsmarktbefragung

Nach dem BREXIT: Vor allem Forscher, IT-Fachkräfte und Studenten zieht es ins EU-Ausland

Dr. Sebastian Dettmers
Dr. Sebastian Dettmers

Angesichts des bevorstehenden EU-Ausstiegs Großbritanniens planen mehr als 100.000 britische Studenten ihren Berufseinstieg im EU-Ausland. Auch bei Forschern und IT-Fachkräften ist die Wechselbereitschaft überdurchschnittlich hoch: Fast jeder vierte steht einer Karriere im EU-Ausland offen gegenüber, 18 Prozent der wechselbereiten Forscher suchen bereits aktiv nach einer Stelle. Das geht aus einer internationalen Arbeitsmarktbefragung der Online-Jobbörse StepStone hervor, an der 40.000 Fach- und Führungskräfte teilgenommen haben.

600.000 Fachkräfte auf dem Sprung – Große BREXIT-Arbeitsmarktbefragung zeigt: Deutschland ist Zielland Nr. 1

Theresa May
Theresa May

„Brexit means Brexit“: Mit diesen Worten hat Theresa May klar gemacht, dass sie den EU-Austritt als neue Premierministerin durchsetzen wird. Für den Arbeitsmarkt Großbritanniens kann das gravierende Folgen haben. Einer internationalen Arbeitsmarktumfrage der Online-Jobbörse StepStone zu Folge planen schon jetzt 600.000 britische Fachkräfte, ihre berufliche Karriere in einem anderen EU-Land fortzuführen. Deutschland ist für die Briten dabei das favorisierte Zielland. StepStone hat für die Studie 40.000 Arbeitnehmer aus Großbritannien, Irland und Deutschland zum Brexit befragt. Besonders deutlich zeigt sich die Wechselabsicht unter den so genannten Expatriates, also deutschen Fachkräften, die in den letzten Jahren für ihren Arbeitgeber in UK im Einsatz waren: Mehr als die Hälfte von ihnen kann sich vorstellen, die Insel zu verlassen und fast 40 Prozent organisieren bereits ihren Jobwechsel.