Arbeitsmarktticker

Stabiler Ausbildungsmarkt als Fels in der Wirtschaftskrisen-Brandung

Johannes Hack, JobScout24
Johannes Hack, JobScout24

+ + + + Editorial: Auswege aus der Krise + + + +

Im ersten Arbeitsmarkt-Ticker des Jahres 2009 konnten wir positive Neuigkeiten vermelden: Erstmals seit drei Monaten waren im Dezember 2008 wieder ansteigende Stellenausschreibungen zu verzeichnen. Die Hoffnung auf eine Trendwende muss nach der Auswertung der Januar-Zahlen jedoch erst einmal begraben werden. Es bleibt bei einem vorläufigen Zwischenhoch. In Summe fallen die Prognosen für den deutschen Arbeitsmarkt eher negativ aus. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass die bei genauerem Hinsehen vereinzelt wahrnehmbaren positiven Signale wenig Beachtung finden: Carsten Brezeski, Bankvolkswirt der ING Bank, beispielsweise hält die Strukturreformen der vergangenen Jahre für durchaus geeignet, um die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt abzumildern. Die EU will Maßnahmen ergreifen, um die Beschäftigungslage zu stabilisieren und hat für Mai einen außerplanmäßigen Sondergipfel zu diesem Thema einberufen.

Stellenausschreibungen steigen an – kurzes Aufbäumen oder Trendwende?

+ + + +  Editorial: Urlaub von der Wirtschaftskrise?  + + + +

Johannes Hack, JobScout24
Johannes Hack, JobScout24

Die aktuellen statistischen Auswertungen des JobScout24 Arbeitsmarkt-Tickers für Dezember 2008 sprechen eine deutliche Sprache – mit überraschendem Inhalt. Nach 3-monatiger Talfahrt der Anzahl an ausgeschriebenen Stellenzeigen*),  nimmt die Entwicklung zum Jahresabschluss wieder Kurs nach oben. Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang aufdrängt: Bleibt es bei einem kurzen Aufbäumen oder wird daraus eine echte Trendwende? Dr. Ulrich Walwei, Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung,  setzt zwar auf das Konjunkturpaket der Bundesregierung, das bis zu 250.000 Jobs retten könne, die ansonsten gefährdet seien. Auch der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise prognostiziert zwar steigende Arbeitslosenzahlen, rechnet aber nicht damit, dass eine Höchstmarke von 4 Millionen Arbeitslosen überschritten wird. Ein deutliches Indiz dafür, so Weise, sei die große Anzahl der Unternehmen, die die Konjunkturflaute durch Kurzarbeit ausgleichen. Das sei klassischerweise ein Indikator dafür, dass die Unternehmen nicht mit dauerhaft rückläufiger Auftragslage rechnen würden. Was bedeutet das aber nun für die weitere Entwicklung der Stellenausschreibungen? Die Analyse der Januar-Zahlen wird Aufschluss darüber geben, ob die Wirtschaftskrise vielleicht doch weniger dramatische Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat, als derzeit vieler Orts befürchtet wird. …