Berater

Plädoyer für ein klares Rollenbild: Ein Berater ist ein Berater ist ein Berater.

Bernhard Schelenz
Bernhard Schelenz

Von Bernhard Schelenz, Schelenz GmbH, Kommunikationsberatung für Arbeitgeber

Designer sind keine Mediengestalter. Texter sind keine Journalisten. Und Berater sind  keine Trainer. Trainer sind keine Berater.

Der Zwischenruf könnte auch lauten: Ein Trainer ist ein Trainer ist ein Trainer. Oder: Ein Coach ist ein Coach ist ein Coach. Doch diese Klarheit vermissen wir heute oft im HR-Business. Es ist auffällig, dass „Berater“ fallweise zum „Coach“ mutieren bzw. zum „Trainer“ – und umgekehrt. Hier werden munter Rollen gewechselt wie verschwitzte Oberhemden bzw. Blusen. Je nach Anlass wird mal dieser, mal jener Hut aufgesetzt – Hauptsache die Kasse stimmt.

Weiterbildungsbedarf: Banken vernachlässigen soziale Kompetenzen ihrer Berater

Knapp 90 Prozent der Führungskräfte in Kreditinstituten sind davon überzeugt, dass ihre Mitarbeiter besser auf die künftigen Herausforderungen im Bankenmarkt vorbereitet werden sollten. Kreditinstitute sollten sich dabei aber nicht nur auf die fachliche Qualifikation ihrer Berater konzentrieren. Diese allein reicht nicht aus, verloren gegangenes Kundenvertrauen wiederzugewinnen. Vor allem auch bei sozialen Kompetenzen gibt es Nachholbedarf, so eine Marktanalyse von Steria Mummert Consulting. Der Handlungsdruck steigt: Denn der Gesetzgeber fordert eine bessere Qualifikation der Bankberater und will diese künftig von privaten Zertifizierungsagenturen überprüfen lassen.