Bernhard Rohleder

Staat 4.0 – Verwaltung hinkt Bürgerwünschen hinterher

  • Dr. Bernhard Rohleder

    Bürger erhoffen sich vom Staat 4.0 Zeitersparnis und mehr Transparenz

  • Bisher bremsen gesetzliche Bestimmungen Digital Government aus

Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland wünscht sich eine digitale Verwaltung und würde Online-Verwaltungsangebote gerne nutzen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Befragten ab 14 Jahren in Deutschland. Mit seiner Umfrage greift Bitkom ein Thema auf, das auch der Nationale Normenkontrollrat (NKR) in den letzten Jahren zu einem seiner Schwerpunktthemen gemacht hat. Als unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung und oberster Bürokratiewächter hat der NKR hierzu drei Gutachten vorgelegt und die Bundesregierung wiederholt zum Handeln aufgefordert.

Kandidatensuche in sozialen Netzwerken ist noch die Ausnahme

  • Dr. Bernhard Rohleder

    Nur 3 von 10 Personalern gehen online aktiv auf Bewerbersuche

  • Vor allem kleine Unternehmen sind zurückhaltend

Immer häufiger bekommen Unternehmen auf ihre Stellenanzeigen keine geeigneten Bewerbungen, dennoch machen sich nur die wenigsten Personalabteilungen in sozialen Netzwerken aktiv auf die Suche nach geeigneten Kandidaten. Gerade einmal 3 von 10 Personalern (30 Prozent) aus mittelständischen und Großunternehmen geben an, in sozialen Netzwerken wie Xing, LinkedIn oder auch Facebook nach Mitgliedern zu suchen, deren Profil passend für zu besetzende Stellen sein könnte.

Zwei von drei Personalern informieren sich online über Bewerber

  • 63 Prozent der Unternehmen recherchieren Social-Media-Profile
  • Jeder vierte Personaler hat deswegen bereits Bewerber ausgeschlossen

Bewerber müssen nicht nur mit guten Noten und lückenlosem Lebenslauf glänzen, sondern sollten auch auf ihre Social-Media-Profile achten. Zwei von drei Unternehmen (63 Prozent) informieren sich in Sozialen Netzwerken über Stelleninteressenten. Im Fokus stehen dabei vor allem beruflich ausgerichtete Plattformen wie Xing oder LinkedIn (53 Prozent), gefolgt von eher privat ausgerichteten Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram (30 Prozent).

Ein halbes Jahr NetzDG: Bitkom zieht ernüchternde Bilanz

Dr. Bernhard Rohleder

■   Unternehmen legen erstmals Löschberichte vor
■   Rohleder: „Dokumente rechtsstaatlichen Versagens“

Seit dem 1. Januar 2018 müssen Soziale Netzwerke ihren Nutzern ermöglichen, sich bei den jeweiligen Unternehmen über rechtswidrige Inhalte zu beschweren. Dies verlangt das sogenannte „Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken“, kurz: Netzwerkdurchsetzungsgesetz oder NetzDG. Zwar ist weiterhin unklar, für welche Netzwerke genau das NetzDG gilt, doch haben die auf jeden Fall betroffenen Unternehmen wie Facebook, Twitter und Youtube jetzt erstmals ihre Berichte vorgestellt. Darin informieren sie über gelöschte Inhalte und Beschwerdeverfahren der vergangenen sechs Monate, wie es das NetzDG vorschreibt.

Jeder Dritte kann sich ein Leben ohne Social Media nicht mehr vorstellen

Dr. Bernhard Rohleder
  • 9 von 10 Internetnutzern sind in sozialen Netzwerken unterwegs
  • Jüngere bevorzugen vor allem Instagram, Snapchat und YouTube
  • Social Media kann Blick auf Meinungen fernab der eigenen Lebenswelt öffnen 

Private und berufliche Kontakte pflegen, Fotos teilen, Live-Videos senden: Mehr als jeder Dritte (38 Prozent) kann sich ein Leben ohne Social Media nicht mehr vorstellen. Unter den 14- bis 29-Jährigen ist es sogar jeder Zweite (49 Prozent). Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 1.212 Internetnutzern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

IT-Sicherheit, Cloud Computing und Internet of Things sind Top-Themen des Jahres in der Digitalwirtschaft

Dr. Bernhard Rohleder
Dr. Bernhard Rohleder
  • Digitalisierung stellt neue Herausforderungen an die Sicherheit
  • Digitale Plattformen als Trend-Thema auf Anhieb unter den Top-Ten
  • Aufsteiger im Vergleich zum Vorjahr ist Künstliche Intelligenz

IT-Sicherheit und Cloud Computing sind die wichtigsten Themen für die Digitalwirtschaft im Jahr 2017. Es folgen das Internet of Things sowie Industrie 4.0 auf den weiteren Plätzen. Aufsteiger des Jahres ist das Thema Künstliche Intelligenz.

Jedes dritte Unternehmen bietet Arbeit im Homeoffice an

Dr. Bernhard Rohleder
Dr. Bernhard Rohleder
  • 30 Prozent lassen Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten
  • Vier von zehn Unternehmen rechnen mit steigendem Homeoffice-Anteil
  • Geltende Gesetze erschweren flexible Arbeitsmodelle

 
Die Arbeit im Homeoffice wird zum Standard. In knapp jedem dritten deutschen Unternehmen (30 Prozent) können Mitarbeiter ganz oder teilweise von Zuhause aus arbeiten. Das entspricht einer Steigerung um 10 Prozentpunkte gegenüber 2014, als der Anteil noch bei 20 Prozent lag. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach wird sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen. Gut vier von zehn Unternehmen (43 Prozent) erwarten, dass der Anteil der Homeoffice-Mitarbeiter in den kommenden fünf bis zehn Jahren weiter steigen wird, während jedes zweite (50 Prozent) davon ausgeht, dass er konstant bleibt. „Viele Jobs können dank digitaler Technologien zu jeder Zeit und von jedem Ort aus erledigt werden“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Nach anfänglicher Zurückhaltung wird Homeoffice bei vielen deutschen Unternehmen zum Alltag. Aber die Erfahrungen zeigen auch, dass dieses Modell nicht in jedem Fall geeignet ist.“

Kundenbewertungen sind wichtigste Kaufhilfe

Dr. Bernhard Rohleder
Dr. Bernhard Rohleder
  • Zwei Drittel der Online-Käufer lesen Kundenbewertungen in Online-Shops
  • Fast jeder Zweite schreibt selbst Bewertungen
  • Bitkom gibt Hinweise, woran man falsche Rezensionen erkennen kann

Kundenbewertungen sind für Verbraucher das wichtigste Entscheidungskriterium beim Online-Shopping. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.114 Online-Käufern ab 14 Jahren ergeben. Zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) nutzen Kundenbewertungen in Online-Shops als Entscheidungshilfe vor dem Kauf von Produkten. Damit landen die Online-Rezensionen noch vor Preisvergleichsseiten wie guenstiger.de oder Idealo (51 Prozent) und persönlichen Gesprächen mit Freunden, Familie und Kollegen (50 Prozent).

Mittelstand verzichtet auf Beratung zur Digitalisierung

  • Dr. Bernhard Rohleder
    Dr. Bernhard Rohleder

    Nur 18 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben bisher Hilfe bei der Gestaltung der digitalen Transformation gesucht

  • Vor allem der Handel ist zurückhaltend
  • Bitkom Mittelstands-Tour macht bis zum Sommer noch in sieben Städten Station

Die meisten Mittelständler versuchen die Digitalisierung alleine zu bewältigen und holen sich keine Unterstützung von außen. Nur 18 Prozent der Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern haben bereits Beratungsleistungen zur digitalen Transformation des eigenen Geschäfts in Anspruch genommen, gerade einmal 6 Prozent planen das für die Zukunft.

Neues Leiharbeitsgesetz bremst Digitalisierung der Wirtschaft aus

Dr. Bernhard Rohleder
Dr. Bernhard Rohleder

Eingeschränkte Arbeitnehmerüberlassung erschwert Beschäftigung externer IT-Experten
■   Digitalisierungsprojekte werden bürokratischer, teurer und langwieriger
■   Bitkom fordert Ausnahmeregelung für Digitalbranche

Ein neues Gesetz zu Zeitarbeit und Werkverträgen erschwert die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft. Mit der Neuregelung werden wichtige IT-Projekte ausgebremst, der Zugang der Unternehmen zu IT-Spezialisten wird unnötig erschwert. Davor warnt der Digitalverband Bitkom angesichts der geplanten Einschränkungen bei der Arbeitnehmerüberlassung.

51.000 offene Stellen für IT-Spezialisten

Dr. Bernhard Rohleder
Dr. Bernhard Rohleder

Anstieg der unbesetzten Stellen steigt um fast 20 Prozent innerhalb eines Jahres
■   70 Prozent der ITK-Unternehmen beklagen einen Fachkräftemangel
■   Am Mittwoch startet der IT-Gipfel mit den Schwerpunktthemen digitale Transformation und Bildung

Der Mangel an IT-Experten verschärft sich. Derzeit gibt es in Deutschland 51.000 offene Stellen für IT-Spezialisten, das entspricht einem Anstieg um fast 20 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Damals wurden 43.000 offene Stellen gezählt. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte, die der Digitalverband Bitkom heute im Vorfeld des 10. Nationalen IT-Gipfels (16./17. November) vorgelegt hat.

Digitalisierung der Medizin nimmt Fahrt auf

  • Dr. Bernhard Rohleder
    Dr. Bernhard Rohleder

    Experten aus Digitalwirtschaft und Gesundheitswesen diskutieren bei der ersten Digital Health Conference in Berlin

  • Bitkom-Befragung zeigt großes Interesse an innovativen Gesundheits-Anwendungen
  • Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium Lutz Stroppe hält Keynote

Ob Online-Sprechstunde, elektronischer Medikationsplan oder Notfalldatensatz: Digitale Anwendungen werden schon bald den Alltag von Patienten und medizinischem Personal erleichtern und die Versorgung deutlich verbessern. Das erklärt der Digitalverband Bitkom anlässlich der ersten Digital Health Conference (DHC), die heute in Berlin stattfindet. Dabei treffen sich Vertreter aus Politik, Gesundheitswesen und Digitalwirtschaft, um die Digitalisierung im Health-Bereich weiter voranzutreiben. „Wir freuen uns, dass nach der Verabschiedung des E-Health-Gesetzes vergangenes Jahr die Digitalisierung der Medizin nun richtig Fahrt aufnimmt“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Digitale Angebote wie der elektronische Medikationsplan oder auch die Online-Sprechstunde bringen einen Innovationssprung für unser Gesundheitswesen und werden die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten spürbar verbessern.“

Ende der Kreidezeit an Deutschlands Schulen

Dr. Bernhard Rohleder
Dr. Bernhard Rohleder
  • Bitkom begrüßt Initiative des Bundesbildungsministeriums zur flächendeckenden Ausstattung mit Computern und Internetzugängen
  • Länder sollten Angebot nutzen und jetzt in digitale Lerninhalte sowie die Lehrer-Fortbildung investieren
  • IT-Gipfel in Saarbrücken startet Modellprojekt „Smart School“

Die Ankündigung von Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka, alle Schulen bis 2021 mit Computern und leistungsfähigen Internetzugängen ausstatten zu wollen, bietet nach Ansicht des Digitalverbands Bitkom eine riesige Chance. „Deutschlands Schulen können endlich in die digitale Welt überführt werden. Es ist höchste Zeit, dass wir von einzelnen Projekt-Klassen zu einer flächendeckenden digitalen Versorgung der Schulen kommen. Die analoge Kreidezeit in Deutschland geht jetzt zu Ende“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Wir appellieren an die Bundesländer, die Gelegenheit zu nutzen und den angebotenen Digitalpakt mit dem Bund zu schließen.“

Bundesländer-Ranking: Wo die meisten IT-Experten arbeiten

  • Dr. Bernhard Rohleder
    Dr. Bernhard Rohleder

    Hamburg hat im Ländervergleich den größten Anteil von Informatikern an allen Beschäftigen

  • Hessen, Baden-Württemberg, Berlin und Bayern in der Spitzengruppe
  • Bundesweit gibt es rund 687.000 fest angestellte Informatiker

Hamburg ist die deutsche Hauptstadt der IT-Spezialisten. In der Hansestadt arbeiten 3,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten als Informatiker oder in anderen ITK-Berufen. Das ist im Vergleich der Bundesländer mit deutlichem Abstand der Spitzenplatz. Dahinter folgen Hessen (2,9 Prozent), Baden-Württemberg (2,8 Prozent) sowie Bayern und Berlin (je 2,7 Prozent).

Drei von vier Unternehmen bemühen sich um junge Mitarbeiter

  • Dr. Bernhard Rohleder
    Dr. Bernhard Rohleder

    Firmen locken Bewerber unter 30 mit Top-Smartphones und flexiblen Arbeitszeiten

  • Handel und Industrie sind noch zurückhaltend

Buhlen um die besten Nachwuchskräfte: Drei Viertel aller Unternehmen (72 Prozent) ergreifen besondere Maßnahmen, um Mitarbeiter unter 30 Jahren zu rekrutieren oder zu halten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Unternehmensbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Mehr als jedes zweite Unternehmen (58 Prozent) gibt an, immer die neueste Gerätegeneration an Smartphones, Tablet Computern und Notebooks zur Verfügung zu stellen, um jüngere Mitarbeiter zu binden. Etwa ebenso viele (55 Prozent) setzen für die Rekrutierung Jüngerer vor allem auf Online-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn sowie auf Social-Media-Kanäle.