Bundesagentur für Arbeit

Zahl der Hartz IV-Empfänger ursächlich für die „Flut an Widersprüchen und Klagen“

Der in den letzten Wochen viel zitierte „Gesetzes-Murks“ ist nicht der Hauptgrund für die dargestellte „Widerspruchs- und Klageflut“ gegen Hartz IV-Bescheide. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Zahl der Widersprüche gegen Entscheidungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Hartz IV) im Jahr 2008 mit Erfahrungswerten aus der Arbeitslosenhilfe verglichen, die vor dem Arbeitslosengeld II gezahlt wurde. Demnach hat sich das Verhalten  von Leistungsempfängern, rechtlich gegen Leistungsbescheide vorzugehen, kaum verändert.

Stärken erkennen, Potenziale fördern: Besondere Qualifikationen von Migranten besser nutzen

Die Bundesregierung und die Bundesagentur für Arbeit (BA) haben dazu aufgerufen, verstärkt die besonderen Qualifikationen und Stärken von Migranten in den Blick zu nehmen. Bisher sei ihre Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt deutlich schlechter als die von Menschen ohne Migrationshintergrund, erklärten heute (09.02.2009) Staatsministerin Maria Böhmer und Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der BA, auf einer Pressekonferenz in Berlin. Die Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund bildet einen Aufgaben-Schwerpunkt der BA im Bereich des SGB II. Aktuell leben in der Bundesrepublik rund 15 Millionen Menschen aus Zuwandererfamilien, davon sind 7,2 Millionen Ausländer. 2008 lag die Arbeitslosigkeit bei Ausländern im Jahresdurchschnitt bei 18,1 Prozent, bei den Deutschen bei 8,0 Prozent. Während 66,8 Prozent der arbeitslosen Deutschen Arbeitslosengeld I beziehen, beträgt der Anteil bei den arbeitslosen Ausländern 81,3 Prozent. Auch Jugendliche mit Migrationshintergrund sind seltener in Ausbildung als deutschstämmige Jugendliche.

Nachvermittlung und „5. Quartal“ der Berufsberatung erfolgreich

Die Nachvermittlungsaktionen der Ausbildungsvermittlung zusammen mit den Kammern im Rahmen des Ausbildungspaktes wurden zwischen Oktober und Januar, im so genannten fünften Quartal, mit großem Einsatz betrieben. Bis Mitte Januar 2009 konnte die Zahl der bis Ende September 2008 noch unversorgten Bewerber beträchtlich reduziert werden. Für die übrigen jungen Menschen stehen rein rechnerisch neben noch unbesetzten Ausbildungsstellen ausreichend viele Plätze in Einstiegsqualifizierungen (EQ) zur Verfügung. Aufgrund der vielfältigen Aktivitäten der BA und der Kammern im Rahmen der Nachvermittlungsaktion hat sich die Zahl der Ende September 2008 noch unversorgten Bewerber bis Mitte Januar 2009 um 8.500 auf 6.000 verringert.

Bundesagentur für Arbeit legt Finanzbericht über das vierte Quartal und das Jahr 2008 vor

Zu Beginn des Jahres 2009 steht die Bundesagentur für Arbeit (BA) vor neuen großen Herausforderungen. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat mittlerweile auch den deutschen Arbeitsmarkt erfasst. Erstmals seit vier Jahren ist die Arbeitslosigkeit im Dezember 2008 wieder saisonbereinigt gestiegen. Weitere untrügliche Anzeichen sind eine abnehmende Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften und deutlich gestiegene Anzeigen über Kurzarbeit in den letzten Monaten. Auf den Finanzabschluss 2008 hat sich das allerdings noch kaum ausgewirkt. Die Einnahmebasis hat sich als weitgehend stabil erwiesen und die Ausgaben waren geringer als erwartet. Der Haushaltsplan 2008 umfasste ein Volumen von 43,12 Milliarden Euro. Den veranschlagten Ausgaben standen erwartete Einnahmen von 38,15 Milliarden Euro gegenüber. Zum Haushaltsausgleich war eine Entnahme aus der Rücklage von 4,97 Milliarden Euro geplant. Die günstigen Haushaltsergebnisse 2006 und 2007 hatten nach vielen Jahren den Aufbau einer Rücklage ermöglicht.

www.berufe.tv – das neue Filmportal zu Ausbildungs- und Hochschulberufen

Wussten Sie, dass ein Geigenbogen aus über 30 Einzelteilen besteht, die in 100 Arbeitsschritten zusammengefügt werden? Was stellen Werkzeugmacher her? Die Zangen und Schraubendreher für Ihren Werkzeugkasten? Das und vieles mehr erfahren Sie in den neuen Filmen von BERUFE.TV, dem Filmportal der Bundesagentur für Arbeit. Seit dem 20. Januar 2009 kann man sich hier anschaulich und realitätsnah zu vielen Berufen informieren:
– In jeweils rund 5 Minuten stellen die einzelnen Berufsfilme Ausbildungs- und Studienberufe vor, sie zeigen beispielhaft Aufgaben und Tätigkeiten und nennen grundlegende Anforderungen für Ausbildung, Studium und Weiterbildung.
– Überblicksfilme geben eine Orientierung in ganzen Berufsfeldern und vergleichen verschiedene Ausbildungsberufe und Tätigkeiten miteinander.
– Darüber hinaus geben Spotfilme – kurz und prägnant – einen ersten Einblick in typische Tätigkeiten eines ganzen Berufsfeldes.

Bundesarbeitsagentur: Abschwung erreicht den Arbeitsmarkt – Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Januar 2009

Frank-J. Weise, Bundesgentur für Arbeit
Frank-J. Weise, Bundesgentur für Arbeit

„Der konjunkturelle Abschwung erreicht nun auch den Arbeitsmarkt. Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes entwickelten sich negativ: Die Arbeitslosigkeit stieg, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm erstmals ab und die Arbeitskräftenachfrage sinkt mittlerweile kräftig.“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.

Arbeitslosenzahl im Januar: +387.000 auf 3.489.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -170.000


Arbeitslosenquote im Januar: +0,9 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent

BA setzt Grundsatzurteile um

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wehrt sich gegen Vorwürfe, sie würde aktuelle Grundsatzurteile des Bundessozialgerichtes ignorieren. Die entsprechenden Aussagen der Vizepräsidentin des Kasseler Gerichtes, Frau Dr. Ruth Wetzel-Steinwedel, in der heutigen Presse sind nicht nachvollziehbar.

Frau Dr. Ruth Wetzel-Steinwedel hatte in einem jährlichen Pressegespräch gesagt, sie habe von der BA „gehört, dass viele Grundsatzentscheidungen aus dem Themenbereich der Grundsicherung für Arbeitslose in den Arbeitsagenturen nicht ankommen würden“.

Alles im Kasten: abi>> startet Filmreihe rund um Studium, Ausbildung und Beruf

Die Zeit der Geschenke ist eigentlich vorbei, dennoch macht das abi>> Portal mit der Bescherung weiter: Für alle, die den guten Vorsatz haben, sich im neuen Jahr endlich Gedanken über die eigene berufliche Zukunft zu machen, gehen vom 19. bis 28. Januar auf www.abi.de acht neue Filme zum Thema Berufs- und Studienorientierung online.
Die Filme transportieren in drei bis vier Minuten die wichtigsten Infos zu den Themen Studium, Ausbildung, Beruf und Karriere anschaulich und zielgruppengerecht. Mit von der Partie sind daher die abi-Reporter Tom und Marie. Im ersten Film besuchen die beiden die 13. Klasse des Gymnasiums und haben noch keinen Plan, wie es nach dem Abi weitergehen soll.

BA braucht neue Software: SAP für Personal- und Finanzwesen bestellt

Nürnberg/ Walldorf, 19.01.2009. Die Bundesagentur für Arbeit, mit gut 100.000 Mitarbeitern und 176 Agenturen für Arbeit mit insgesamt 660 Geschäftsstellen die größte Behörde in Deutschland, hat sich entschieden, ihr Personal- und Finanzwesen künftig mit SAP-Software zu betreiben. Ein entsprechender Vertrag wurde nach Abschluss des umfangreichen Vergabeverfahrens bereits Ende August von beiden Organisationen unterzeichnet. SAP wird neben der Bereitstellung der Softwarelösung SAP Enterprise Resource Planing (SAP ERP) auch für die Einführung der Software in den kommenden Jahren verantwortlich zeichnen. Die Bundesagentur erwartet sich von der neuen Lösung eine verbesserte Transparenz sowie eine zukunftsfeste IT-Infrastruktur. Die SAP-Software löst mehrere von der Bundesagentur selbst entwickelte Softwareverfahren ab. Die Einführung läuft bereits seit Anfang Oktober.

Verwaltungsrat der BA fordert Verbesserungen bei der Kurzarbeit

Vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung hat sich heute der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit den Herausforderungen des Jahres 2009 befasst und seine Erwartungen an die BA, aber auch an alle anderen Akteure des Wirtschaftslebens formuliert. Insbesondere fordert der Verwaltungsrat, die Möglichkeiten zur intensiven Nutzung von Kurzarbeit zu verbessern.