Digitalisierung

Maßnahmenpaket beschlossen: BVDW stärkt Frauen in der Digitalen Wirtschaft

Auf ihrer heutigen Versammlung haben die Mitglieder des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. eine Änderung der Verbandssatzung beschlossen, um sich noch stärker für eine höhere Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalen Wirtschaft einzusetzen und den BVDW als Plattform für weibliche Digitalexperten attraktiver zu gestalten. Erste konkrete Maßnahmen wurden bereits am Abend der Mitgliederversammlung vorgestellt. Beim anschließenden Netzpolitischen Abend hielt Digitalministerin Dorothee Bär ein Plädoyer für den Erhalt der Werte im Zeitalter der Digitalisierung und lobte den Vorstoß des BVDW für ein ausgeglicheneres Verhältnis von Frauen und Männern in der Digitalbranche.

Frederike Probert

Frauen bringen eine humanistische Komponente in die Wirtschaftswelt

women&work-Befragung zeigt: Ethische Werte und Moral stehen hoch im Kurs

 

Melanie Vogel

Ethische Werte und Moral spielen eine zunehmend wichtigere Rolle, wenn es um die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers geht. Das ergab die diesjährige women&work-Besucherinnenbefragung, die im Rahmen der 8. women&work am 28. April in Frankfurt durchgeführt wurde. 167 Messebesucherinnen nahmen an der Umfrage teil.

„Die diesjährige Befragung zielte darauf ab zu erfahren, welche Werte und Wertmaßstäbe Frauen im Zeitalter der Digitalisierung besonders wichtig sind“, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work. „Für 98,2 Prozent der befragten Frauen stehen Selbstverwirklichung, persönliche Freiheit und Lebensgenuss an oberster Stelle. In einer Epoche, in welcher der Mensch Gefahr läuft, durch die Digitalisierung abgehängt zu werden, spiegeln Frauen einen deutlich humanistischen Zeitgeist, der sich parallel zur technologischen Entwicklung durchsetzt.“

Social Recruiting und Active Sourcing: Mit Strategie zum Erfolg

  • Tim Weitzel

    Unternehmen sehen immer mehr Vorteile in der Digitalisierung des HR-Bereichs: 77,5 Prozent positive Bewertungen

  • Unternehmen mit expliziter Social-Media-Strategie im Active Sourcing sind fast doppelt so erfolgreich

Ob „War for Talents“, das „Buhlen um Nachwuchstalente“ oder auch  der „Fachkräftemangel“: Egal welchen Begriff man verwendet – die Herausforderung bleibt die Gleiche: Unternehmen kämpfen um die klügsten Köpfe und müssen die sogenannten High Potentials an ihr Unternehmen binden. Social Recruiting und Active Sourcing sind dabei sehr wichtige Formen der Mitarbeitergewinnung geworden, die Unternehmen attraktive Möglichkeiten bieten, mit Kandidaten zu kommunizieren. Die aktuelle Studienreihe1 „Recruiting Trends 2018“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Erlangen-Nürnberg und des Karriereportals Monster zeigt, was erfolgreiche Unternehmen hierbei besser machen. „Social Recruiting- und Active-Sourcing-Champions haben statt einzelner Aktivitäten eine umfassende Social-Media-Strategie, klare Prozesse für Kontaktaufnahme und Nachfassen bei Active Sourcing, besser geschulte, dedizierte Mitarbeiter, besser definierte Zielgruppen und individuellere Anschreiben. Solche Unternehmen sind etwa doppelt so erfolgreich im Active Sourcing wie die Konkurrenz“, fasst Studienleiter Prof. Dr. Tim Weitzel von der Universität Bamberg zusammen. „Bislang setzt dies allerdings höchstens jedes fünfte Unternehmen um, hier herrscht also noch großes Potenzial.“

Digitalisierung als Treiber und Innovator betrieblicher Weiterbildung

Der. Susanne Seyda

Ein Artikel von Sussanne Seyda, David B. Meinhard und Beate Placke (IW Köln)

Mit zunehmender Nutzung digitaler Technologien im Unternehmen werden zudem häufiger IT-Kompetenzen vermittelt. Gleichzeitig bleiben nichtdigitale Kompetenzbereiche wie das berufliche Fachwissen sowie soziale und kommunikative Kompetenzen relevant. Die Digitalisierung stellt nicht nur neue Anforderungen an Weiterbildungsinhalte. Sie bietet auch neue Lernmöglichkeiten, die 84 Prozent der weiterbildungsaktiven Unternehmen bereits realisieren.

Mittelstand nicht über einen Kamm scheren

Dr. Eva Voß

Neue Studie zu Unternehmenskulturen im Mittelstand: Flexibilität schafft Erfolg 

  • Digitalisierung unterschiedlich bewertet
  • Fachkräftemangel erzeugt „Run for Experience“
  • Wertewandel der Jungen erreicht die Unternehmen

 

Flexibilität und Kundennähe sind aus Sicht von Inhabern und Geschäftsführern die entscheidenden Erfolgsfaktoren mittelgroßer Unternehmen. Die Grundlage dafür bilden eine direkten Kommunikation im Unternehmen mit wenig Hierarchien sowie die Fähigkeit, auch schnelle Entscheidungen treffen und umsetzen zu können. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Black Box Mittelstand“, die das Demographienetzwerk ddn und die Unternehmensberatung EY gemeinsam durchgeführt haben. Größtes Problem im Mittelstand bleibt der Fachkräftemangel, aber auch der Wertewandel bei den Jüngeren kommt in den Firmen an und stellt die Firmen vor neue Herausforderungen. Die Bedeutung der Digitalisierung wird je nach Marktumfeld sehr unterschiedlich bewertet.

Personaler rein in die Führungsebene!

Warum HR in Zukunft strategischer gedacht werden muss – und warum es dazu den CHRO braucht

Dr. Ole Menschig

Lange Jahre fristeten die HR-Abteilungen zahlreicher Unternehmen ein Schattendasein: eher stiefmütterlich wurde sich um die Auswahl und Förderung kompetenter Personalmanager gekümmert. Nun wächst die Wirtschaft seit Jahren ohne absehbare Flaute, die Digitalisierung verändert viele Industrieunternehmen nachhaltig – und die Fachkräfte werden knapper und knapper. Um Unternehmensziele zu erreichen sind kompetente Facharbeiter jedoch unabdingbar.

Korn-Ferry-Studie: Kein Land in Europa benötigt bis 2030 mehr Fachkräfte als Deutschland (4,9 Millionen)

 

Dr. Thomas Haussmann

8,452 Billionen US-Dollar Umsatz werden Unternehmen weltweit bis zum Jahr 2030 aufgrund von zu wenig verfügbaren Fach- und Arbeitskräften entgehen. 85,2 Millionen Menschen fehlen der Wirtschaft. Besonders betroffen: Deutschland, das mit knapp 630 Milliarden US-Dollar den größten Einnahmenausfall in Europa verbuchen muss. Das entspricht 14,4 Prozent der heutigen Wirtschaftskraft. Insgesamt fehlen bis zum Jahr 2030 4,9 Millionen potenzielle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie ‚The Talent Crunch‘ der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry.

  • Kein Land in Europa benötigt mehr zusätzliche Arbeitskräfte als Deutschland
  • Vor allem die Finanz- und Dienstleistungsbranche sowie Industrie und Maschinenbau sind betroffen
  • An Geringqualifizierten besteht bereits ein Überschuss von mehr als 1,5 Millionen Menschen
  • Unternehmen sollten mikroökonomisch handeln, da sie auf Politik und Gesetzgebung nicht warten können

Anzahl offener Stellen für Fachkräfte im Osten verdoppelt – IT-Nachfrage erreicht bundesweit Rekordhöhe

Dr. Anastasia Hermann

Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal hat im ersten Quartal 2018 neue Rekordhöhen erreicht. Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen deutschlandweit um 12 Prozent. Der Vergleich mit dem ersten Quartal 2012 zeigt ein beeindruckendes Wachstum von 44 Prozent. Das zeigen Analysen des StepStone Fachkräfteatlas, für den die Online-Jobplattform seit 2012 Stellenausschreibungen auf allen relevanten Online- und Print-Plattformen auswertet. Die meisten Ausschreibungen je 100.000 Einwohner verzeichnen demnach die Stadtstaaten und die südlichen Bundesländer. Auffällig ist jedoch die Aufholjagd der östlichen Bundesländer: Die Anzahl der veröffentlichten Stellenausschreibungen in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hat sich in den vergangenen fünf Jahren annähernd verdoppelt.

Zukunft Personal Nord: cut-e präsentiert am Messestand und hält Fachvortrag

Stefan Häussermann

Disruptive Leadership, neue Wege des Recruitings, Führung im digitalen Zeitalter: Die Zukunft Personal Nord (15. bis 16. Mai 2018, Messe Hamburg) wird die Arbeitswelt aus anderen Blickwinkeln betrachten. Mit dabei: cut-e. Die Spezialisten aus Hamburg präsentieren am Stand C.05 in Halle A1 innovative Onlineverfahren für die Personalauswahl und -entwicklung. Stefan Häussermann, Managing Director bei cut-e, referiert zum Thema „Let’s get started – neue Wege im Talent-Life-Cycle“.

Digitalisierung bringt große Umwälzungen am Arbeitsmarkt

Dr. Gerd Zika

Die Digitalisierung wird bis zum Jahr 2035 nur geringe Auswirkungen auf das Gesamtniveau der Beschäftigung haben, aber große Umbrüche bei den Arbeitsplätzen mit sich bringen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor, in der das Szenario einer fortschreitenden Digitalisierung mit einem Basis-Szenario ohne Digitalisierungseffekte verglichen wird. Im Jahr 2035 werden laut den Modellrechnungen aufgrund der Digitalisierung einerseits rund 1,5 Millionen Arbeitsplätze abgebaut sein. Andererseits führt die Digitalisierung den Forschern zufolge zu annähernd genauso vielen neuen Arbeitsplätzen, sodass unterm Strich keine größeren Beschäftigungsverluste auftreten werden.

Generationenmix: Das Beste

Norma Demuro

Der Generationenkampf in der Familie verliert immer mehr an Relevanz. Die aktuelle 17. Shell Jugendstudie (2015) bescheinigt Eltern und Kindern ein gutes Miteinander, 90 Prozent sind zufrieden mit dem Verhältnis zu ihren Eltern. Verschiedene Ansichten und Herangehensweisen der Generationen werden dafür in der Unternehmenskultur immer sichtbarer.

Digitales Recruiting zwischen Alltag und Hype

Wolfgang Brickwedde ist Director des Instituts for Competitive Recruiting in Heidelberg
Wolfgang Brickwedde

Von Wolfgang Brickwedde, Institut for Competitive Recruiting

Für die „ICR Recruiting Trends“ werden jedes Jahr mehr als 10 000 Unternehmen aller Größenklassen und Branchen im DACH-Raum gefragt, wohin die Reise im Recruiting geht. 95 Prozent der Arbeitgeber gaben 2017 in den ICR Erhebungen an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen mit geeigneten Bewerbern zu haben. Bei einigen bedroht der Fachkräftemangel bereits das Geschäft. Die Digitalisierung soll dem Recruiting jetzt neues Leben einhauchen. Das ist einer der „Emerging  Recruiting Trends“ für 2018. Doch das Thema Digitales Recruiting befindet sich in einem Spagat zwischen alltäglicher Nutzung und gehypten „Robot Recruiting“.

Bachelor Academy: Oliver Wyman lädt zum Recruiting-Workshop in München ein

Michael Lierow

Die internationale Strategieberatung Oliver Wyman lädt Bachelor-Studierende ab dem 3. Semester und Bachelor-Absolventen aller Studienrichtungen zu einem Workshop rund um das Thema Disruption ein. Das zweitägige Event findet vom 26. bis 27. April in München statt. Teilnehmende können sich zwischen den drei Branchen Retail, Digital Technologies & Manufacturing und Financial Services entscheiden. Bewerbungsschluss ist der 15. April 2018.

Unternehmen suchen Unterstützung bei der Digitalisierung

Achim Berg, BITKOM
  • Fast jedes zweite Unternehmen nimmt externe Beratung in Anspruch
  • Bitkom-Akademie bietet Digitalsafari für KMUs 

Um die Digitalisierung voranzubringen, holen sich deutsche Unternehmen verstärkt Hilfe von außen. Das gilt für 43 Prozent der Unternehmen. So geben 3 von 10 Unternehmen (28 Prozent) an, dass sie zur digitalen Transformation ihres Geschäfts bereits externe Beratungsleistungen in Anspruch genommen haben. Weitere 15 Prozent sagen, dieser Schritt sei aktuell geplant. Mehr als jedes zweite Unternehmen (56 Prozent) sieht allerdings keinen Bedarf für externe Hilfe bei der Digitalisierung.

Kienbaum-Studie: Chief Digital Officer – Wer besonders gut ist, macht sich überflüssig

Yvonne Balzer, Kienbaum

Kienbaum veröffentlicht Studie zu Profil, Rolle und Kernkompetenzen des Chief Digital Officers (CDO)

  • Mehrheit der CDOs sieht ihre Rolle nur als Job auf Zeit.
  • CDOs wollen die Welt verändern.
  • Digitalchefs definieren ihre Rolle selbst.

Verkehrte Welt: Während Führungskräfte, die ihren Job besonders gut machen, normalerweise mit mehr Budget und Mitarbeitern oder zusätzlicher Entscheidungsgewalt belohnt werden, macht sich eine andere Berufsgruppe überflüssig, wenn sie erfolgreich arbeitet – die Chief Digital Officer. Davon sind die Interviewpartner für eine aktuelle Studie der Personal- und Managementberatung Kienbaum überzeugt.