Dr. Jürgen Kunz

Aufsichtsratsvorsitzende des DAX160 akzeptieren verschärfte Haftung und plädieren für den gleichen Qualitätsstandard in öffentlichen Unternehmen

Dr. Jürgen Kunz, Kienbaum
Dr. Jürgen Kunz, Kienbaum

Gummersbach. 78 Prozent der Aufsichtsratsvorsitzenden im DAX160 stimmen den heutigen verschärften Überwachungspflichten für Aufsichtsräte durch die Rechtsprechung in Unternehmenskrisen sowie den erhöhten Sorgfaltspflichten für Experten im Aufsichtsrat (55 Prozent) zu. Aber: Noch bedeutsamer sind für die Chefkontrolleure scheinbar die Maßnahmen zur Haftungsvermeidung im Vorfeld. Hier hat ein deutliches Umdenken bei der Auswahl kompetenter Aufsichtsräte stattgefunden.

Professionalisierung im Aufsichtsrat – Deutsche Börse zertifiziert Kienbaum Geschäftsführer als ersten qualifizierten Aufsichtsrat in Deutschland

Dr. Jürgen Kunz, Kienbaum

Düsseldorf. Dr. Jürgen Kunz ist der erste zertifizierte qualifizierte deutsche Aufsichtsrat, der die entsprechende Prüfung der Deutschen Börse in 14 unterschiedlichen Sachgebieten erfolgreich durchlaufen hat. Damit ist der Bann gebrochen, wonach sich auch Aufsichtsräte zum Nachweis ihrer Qualifikation Prüfungen unterziehen. Das gab es bisher in Deutschland nicht. Kunz, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Executive Search und Managementberatung Kienbaum und Präsident des Verwaltungsrates der Kienbaum AG Zürich, unterstreicht diesen Aspekt:

Mehr Frauen und stärkerer Dialog mit den Aktionären: Deutsche Aufsichtsräte werden bunter und transparenter

Dr. Jürgen Kunz, Kienbaum

Gummersbach. Die Bundesarbeitsministerin hat in den vergangenen Tagen das Szenario einer gesetzlichen Frauenquote von mindestens 25 Prozent für operative Führungskräfte in deutschen Unternehmen skizziert. Auf der Ebene des Aufsichtsrats in börsennotierten Unternehmen werden die Vorgaben des Corporate Governance Kodex mit Blick auf Diversity und eine stärkere Beteiligung von Frauen bereits umgesetzt. Für 38 Prozent der DAX 160-Unternehmen ist klar, dass sie der neuen Empfehlung entsprechen werden.

Kienbaum Corporate Governance Studie 2009: Aufsichtsräte ohne Profil

Dr. Jürgen Kunz, Kienbaum
Dr. Jürgen Kunz, Kienbaum

Gummersbach.  In 71 Prozent der DAX-Unternehmen gibt es aktuell keine Kompetenzprofile für die Mitglieder der Kapitalseite im Aufsichtsrat. Mehr als die Hälfte der DAX-Unternehmen, nämlich 56 Prozent, hält es jedoch für notwendig, dass für alle Aufsichtsratsmitglieder der Kapitalseite verbindliche Anforderungsprofile dokumentiert werden, um das Gremium sowie seine Ausschüsse kompetent besetzen zu können. 42 Prozent würden eine solche Regelung als Kodexempfehlung begrüßen und immerhin 14 Prozent halten sogar eine gesetzliche Regelung für zweckmäßig. Das ergab die Studie „Corporate Governance 2009“, mit der die Managementberatung Kienbaum die erste Untersuchung nach Inkrafttreten erheblicher gesetzlicher Veränderungen im Bereich der Corporate Governance börsennotierter Unternehmen vorlegt. An der Untersuchung haben sich rund zwei Drittel der DAX 30-Unternehmen und insgesamt 57 der größten börsennotierten Unternehmen beteiligt.