Employer Telling

Neue Employer Telling Studie zeigt: Arbeitgebersiegel geben Bewerbern keine Orientierung bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber

Der Mehrheit deutscher Bewerber sind Arbeitgebersiegel weitgehend unbekannt. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Bewerber-Studie der Unternehmensberatung Employer Telling für die 1.052 Kandidaten, die sich in den letzten beiden Jahren in mindestens einem Bewerbungsprozess befanden, zu ihrem Informationsverhalten rund um Arbeitsweltthemen befragt wurden. Demnach können 82% der Kandidaten auf Nachfrage kein Arbeitgebersiegel nennen, das ihnen bekannt wäre. Selbst bei Ansicht einer Liste mit zehn Siegeln, die derzeit von Arbeitgebern unter Stellenanzeigen oder auf Karrierewebseiten vielfach eingesetzt werden, antworteten immer noch 39% der Kandidaten, keines davon zu kennen.

Sascha Theisen (links) und Dr. Manfred Böcker (rechts)

Der Wunscharbeitgeber, das erfundene Wesen

Das Gros der deutschen Bewerber hat keinen Wunscharbeitgeber, auch wenn Karrierewebseiten seit Jahren etwas anderes behaupten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Employer Telling.

1.052 Befragte zeigen eine klare Tendenz.

Beauftragt von Employer Telling befragte das Marktforschungsinstitut respondi 1.052 Menschen mit akademischem Hintergrund, die sich in den vergangenen zwei Jahren beworben hatten. 70,2 % von ihnen antworteten auf die Frage, wo sie am liebsten arbeiten würden, keinen Wunscharbeitgeber zu haben. Die übrigen 29,8 % nannten in einem Freitextfeld so viele unterschiedliche Unternehmen, dass keines von ihnen über einen Anteil von etwas mehr als einem Prozent hinauskam. Die drei am häufigsten genannten Arbeitgeber waren übrigens Google, BMW und der „Öffentliche Dienst“.

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Die Köpfe hinter Employer Telling: Sascha Theisen (links) und Dr. Manfred Böcker (rechts)

 

Wunscharbeitgeber? Unbekannt! Neue Employer Telling-Studie stellt Sinn von Arbeitgeberrankings in Frage 

Die große Mehrheit der Bewerber in Deutschland hat keinen Wunscharbeitgeber. Sieben von zehn geben aktuell an, über keinen „Employer of Choice“ zu verfügen. Bei den restlichen Befragten kommen selbst die meist genannten Arbeitgeber wie Google und BMW nur auf einen Gesamtanteil von knapp über 1%. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Employer Telling. Für die Untersuchung hat das Marktforschungsinstitut respondi in deren Auftrag 1.052 Menschen mit akademischem Hintergrund befragt, die sich in den vergangenen zwei Jahren beworben haben.

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Sascha Theisen (links) und Manfred Böcker (rechts)

Die Botschaften des Employer Branding treffen ins Schwarze – wenn Arbeitgeber wissen, wo die Zielscheibe steht

Nach der Analyse der Stellenanzeigen legt Employer Telling nun nach und zeigt auf, wie Arbeitgeber im Kandidatendialog mit Bewerbern reagieren. Grundlage sind die Arbeitgeberkommentare auf dem Bewertungsportal kununu. Crosswater Job Guide sprach mit den Machern von Employer Telling über ihre Erkenntnisse einer Analyse mit dem Arbeitgeberbewertungsportal kununu.

Claims sind das kommunikative Abfallprodukt von zehn Jahren Employer Branding. Sie funktionieren bei Schokoriegeln, aber nicht bei Arbeitgebermarken und gehören entsorgt.

Sascha Theisen (l), Dr. Manfred Böcker (r)

Crosswater Job Guide: Welchen Zusammenhang gibt es nun zwischen der Sprachanalyse von Stellenanzeigen und dem Dialogverhalten von Arbeitgebern mit kritischen Bemerkungen?

Kann die DSGVO Big Brother Google verhindern?

Big Brother is watching digitizing you

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Big Brother, Foto: Wikimedia Commens, (c) Frederic Guimont

Während kurz vor dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) die digitalen Operateure des Internet wie Lemminge hintereinander her rennen um ja keine noch so irrsinnige Vorschrift der DSGVO zu ignorieren, tauchen auch wieder Konzepte auf die nahelegen, dass man eigentlich Big Brother auf die Finger schauen müsste.

Die Rede ist von Googles „Selfish Ledger“, in dessen Mittelpunkt die Idee steht, alle möglichen Daten von Personen in einem digitalen Tresor abzuspeichern, um dann durch der Vernetzung dieser Informationsbruchstücke Rückschlüsse auf Verhaltensmuster der Personen zu ziehen.

Newsletter 5.4.2018: Klapperstorch-Korrelationen jetzt auch im Recruiting

Der Volksmund spricht gerne von der Klapperstorch-Korrelation, um neugierigen kleinen Kindern die Herkunft von Babies schonend zu erläutern. Statistiker verwenden schon eher eine elegantere Formulierung und sprechen von Scheinkorrelationen  – und haben die passenden mathematischen Formeln griffbereit. Nun sind auch Klapperstorch-Korrelationen im Recruiting angekommen. Aber keine Sorge, es handelt sich nicht um Aprilscherze oder Fake News. Beispiele gefällig? Voilà.

Kevin und der Stundensatz von Freiberuflern

Aktuelle Arbeitsmarktstudie: Employer Telling analysiert Dialogverhalten von Arbeitgebern

„Game of Thrones ist nichts dagegen“

Arbeit an der Arbeitgebermarke heißt heute den Dialog mit Bewerbern und Mitarbeitern professionell zu führen – auch öffentlich. Deutschen Arbeitgebern steht hier noch ein langer Weg bevor. Das zeigt die aktuelle Studie „Arbeitgeber im Kandidatendialog“ der Kölner Unternehmensberatung Employer Telling, für die die Autoren Manfred Böcker und Sascha Theisen rund 1.300 auf kununu veröffentlichte Arbeitgeberstatements untersucht haben.

Sascha Theisen (l), Dr. Manfred Böcker (r)

Wenn Unternehmen überhaupt auf der Arbeitgeberbewertungsplattform reagieren, dann meist mit Standardfloskeln. Es mangelt am Angebot echter Kontaktmöglichkeiten und auch ausgesprochen aggressive Gegenschläge sind nicht schwer zu finden. Beim Gegenangriff ganz vorn dabei sind Geschäftsführer und Firmeninhaber.

Arbeitgeber aufgepasst: Das sind die Top-Themen der Bewerberansprache

Wenn Arbeitgeber die Kandidaten nur mit Worthülsen abspeisen

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Gedankenlosigkeit, Eintönigkeit, Worthülsen: Das scheinen die Merkmale der Bewerberansprache zu sein, wie sie von Tausenden von Arbeitgebern in den Texten von Stellenanzeigen praktiziert wird. Das ergab eine Sprachanalyse von über 120.000 Stellenanzeigen, die die beiden HR-Kommunikationsexperten Dr. Manfred Böcker und Sascha Theisen durchführten. Sie kamen zum vernichtenden Urteil über die fehlende Differenzierung der Arbeitgebermarke und der Bewerberansprache in Stellenanzeigen. Arbeitgeber schliessen sich zu einem Gedankenkartell unter dem Namen „Der Club der Gleichen“ zusammen. Kommunikationsexperte Theisen bringt es auf den Punkt: „Ein kommunikatives Überangebot an „führenden Unternehmen“, „erfolgreichen Produkten oder Dienstleistungen“ und „leidenschaftlichen Mitarbeitern“ beherrscht die Szenerie.

Arbeitgeber: Fit für den Dialog?

Präsentation der neuen kununu-Studie auf dem Employer Telling-Tag im Februar 2018

Gerade einmal 1,4 Prozent der auf kununu bewerteten Unternehmen machten 2016 von der kostenlosen Möglichkeit Gebrauch, auf Bewertungen von Mitarbeitern oder Bewerbern mit einer eigenen Stellungnahme zu reagieren. Das bedeutet im Umkehrschluss: 98,6 Prozent der bewerteten Unternehmen verweigern sich dem Dialog. Die meisten Stellungnahmen beschränken sich zudem auf austauschbare Standardantworten à la „Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir befassen uns intensiv mit dem Feedback und werden daraus für die Zukunft lernen.“

Sascha Theisen

Das Beratungsunternehmen für Arbeitgeberattraktivität Employer Telling macht diese Lücke in der deutschsprachigen Arbeitgeberkommunikation zum Thema und bereitet aktuell eine Studie vor. Deren Ergebnisse werden erstmalig am 27. Februar 2018 auf dem „Employer Telling Tag“ präsentiert.

Sie müssen jetzt ganz stark sein: Employer Branding ist gescheitert

Gerhard Kenk
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Die Monotonie der Stellenanzeigen

Der zweite Tag des Recruiting Convent 2017 in Bensberg begann mit einem provokativen Vortrag über die Ergebnisse einer Analyse von 120.000 Stellenanzeigen – und wie diese textlich und inhaltlich eintönig und ohne Differenzierung Deutschlands Bewerber anlocken sollten.

 

Die semantische Analyse wurde in Zusammenarbeit zwischen Textkernel und Employer Telling GbR erstellt. Und diese Ergebnisse wurden quasi in der Höhle des Löwen präsentiert.