Employer Telling

Die Botschaften des Employer Branding treffen ins Schwarze – wenn Arbeitgeber wissen, wo die Zielscheibe steht

Nach der Analyse der Stellenanzeigen legt Employer Telling nun nach und zeigt auf, wie Arbeitgeber im Kandidatendialog mit Bewerbern reagieren. Grundlage sind die Arbeitgeberkommentare auf dem Bewertungsportal kununu. Crosswater Job Guide sprach mit den Machern von Employer Telling über ihre Erkenntnisse einer Analyse mit dem Arbeitgeberbewertungsportal kununu.

Claims sind das kommunikative Abfallprodukt von zehn Jahren Employer Branding. Sie funktionieren bei Schokoriegeln, aber nicht bei Arbeitgebermarken und gehören entsorgt.

Sascha Theisen (l), Dr. Manfred Böcker (r)

Crosswater Job Guide: Welchen Zusammenhang gibt es nun zwischen der Sprachanalyse von Stellenanzeigen und dem Dialogverhalten von Arbeitgebern mit kritischen Bemerkungen?

Kann die DSGVO Big Brother Google verhindern?

Big Brother is watching digitizing you

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Big Brother, Foto: Wikimedia Commens, (c) Frederic Guimont

Während kurz vor dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) die digitalen Operateure des Internet wie Lemminge hintereinander her rennen um ja keine noch so irrsinnige Vorschrift der DSGVO zu ignorieren, tauchen auch wieder Konzepte auf die nahelegen, dass man eigentlich Big Brother auf die Finger schauen müsste.

Die Rede ist von Googles „Selfish Ledger“, in dessen Mittelpunkt die Idee steht, alle möglichen Daten von Personen in einem digitalen Tresor abzuspeichern, um dann durch der Vernetzung dieser Informationsbruchstücke Rückschlüsse auf Verhaltensmuster der Personen zu ziehen.

Newsletter 5.4.2018: Klapperstorch-Korrelationen jetzt auch im Recruiting

Der Volksmund spricht gerne von der Klapperstorch-Korrelation, um neugierigen kleinen Kindern die Herkunft von Babies schonend zu erläutern. Statistiker verwenden schon eher eine elegantere Formulierung und sprechen von Scheinkorrelationen  – und haben die passenden mathematischen Formeln griffbereit. Nun sind auch Klapperstorch-Korrelationen im Recruiting angekommen. Aber keine Sorge, es handelt sich nicht um Aprilscherze oder Fake News. Beispiele gefällig? Voilà.

Kevin und der Stundensatz von Freiberuflern

Aktuelle Arbeitsmarktstudie: Employer Telling analysiert Dialogverhalten von Arbeitgebern

„Game of Thrones ist nichts dagegen“

Arbeit an der Arbeitgebermarke heißt heute den Dialog mit Bewerbern und Mitarbeitern professionell zu führen – auch öffentlich. Deutschen Arbeitgebern steht hier noch ein langer Weg bevor. Das zeigt die aktuelle Studie „Arbeitgeber im Kandidatendialog“ der Kölner Unternehmensberatung Employer Telling, für die die Autoren Manfred Böcker und Sascha Theisen rund 1.300 auf kununu veröffentlichte Arbeitgeberstatements untersucht haben.

Sascha Theisen (l), Dr. Manfred Böcker (r)

Wenn Unternehmen überhaupt auf der Arbeitgeberbewertungsplattform reagieren, dann meist mit Standardfloskeln. Es mangelt am Angebot echter Kontaktmöglichkeiten und auch ausgesprochen aggressive Gegenschläge sind nicht schwer zu finden. Beim Gegenangriff ganz vorn dabei sind Geschäftsführer und Firmeninhaber.

Arbeitgeber aufgepasst: Das sind die Top-Themen der Bewerberansprache

Wenn Arbeitgeber die Kandidaten nur mit Worthülsen abspeisen

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Gedankenlosigkeit, Eintönigkeit, Worthülsen: Das scheinen die Merkmale der Bewerberansprache zu sein, wie sie von Tausenden von Arbeitgebern in den Texten von Stellenanzeigen praktiziert wird. Das ergab eine Sprachanalyse von über 120.000 Stellenanzeigen, die die beiden HR-Kommunikationsexperten Dr. Manfred Böcker und Sascha Theisen durchführten. Sie kamen zum vernichtenden Urteil über die fehlende Differenzierung der Arbeitgebermarke und der Bewerberansprache in Stellenanzeigen. Arbeitgeber schliessen sich zu einem Gedankenkartell unter dem Namen „Der Club der Gleichen“ zusammen. Kommunikationsexperte Theisen bringt es auf den Punkt: „Ein kommunikatives Überangebot an „führenden Unternehmen“, „erfolgreichen Produkten oder Dienstleistungen“ und „leidenschaftlichen Mitarbeitern“ beherrscht die Szenerie.

Arbeitgeber: Fit für den Dialog?

Präsentation der neuen kununu-Studie auf dem Employer Telling-Tag im Februar 2018

Gerade einmal 1,4 Prozent der auf kununu bewerteten Unternehmen machten 2016 von der kostenlosen Möglichkeit Gebrauch, auf Bewertungen von Mitarbeitern oder Bewerbern mit einer eigenen Stellungnahme zu reagieren. Das bedeutet im Umkehrschluss: 98,6 Prozent der bewerteten Unternehmen verweigern sich dem Dialog. Die meisten Stellungnahmen beschränken sich zudem auf austauschbare Standardantworten à la „Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir befassen uns intensiv mit dem Feedback und werden daraus für die Zukunft lernen.“

Sascha Theisen

Das Beratungsunternehmen für Arbeitgeberattraktivität Employer Telling macht diese Lücke in der deutschsprachigen Arbeitgeberkommunikation zum Thema und bereitet aktuell eine Studie vor. Deren Ergebnisse werden erstmalig am 27. Februar 2018 auf dem „Employer Telling Tag“ präsentiert.

Sie müssen jetzt ganz stark sein: Employer Branding ist gescheitert

Gerhard Kenk
Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Die Monotonie der Stellenanzeigen

Der zweite Tag des Recruiting Convent 2017 in Bensberg begann mit einem provokativen Vortrag über die Ergebnisse einer Analyse von 120.000 Stellenanzeigen – und wie diese textlich und inhaltlich eintönig und ohne Differenzierung Deutschlands Bewerber anlocken sollten.

 

Die semantische Analyse wurde in Zusammenarbeit zwischen Textkernel und Employer Telling GbR erstellt. Und diese Ergebnisse wurden quasi in der Höhle des Löwen präsentiert.

Vorsicht Ballonseide! Ergebnisse der aktuellen EMPLOYER TELLING Studie: Was Stellenanzeigen mit dem Slang auf deutschen Bolzplätzen zu tun haben

Sascha Theisen
Sascha Theisen, Stammplatz-Kommunikation

Die Fußball-Kreisliga ist ein ziemlich enger Kosmos, der sich in erster Linie um sich selbst dreht. Sie ist gespickt mit Typen, die in anderen Welten des menschlichen Daseins schwer überlebensfähig wären. Ein ganz besonderer Menschenschlag sind die Trainer, die sich irgendwo im nirgendwo zwei bis drei Mal in der Woche daran versuchen Spielern, die längst aufgegeben wurden oder haben, das Fußballspielen beizubringen.

Normalerweise wäre es nicht leicht, den HR-Kosmos mit diesem Fußball-Kosmos in thematischen Einklang zu bringen. Doch bei Autoren von Stellenanzeigen und Kreisliga-Trainern kann man hier die thematische Ausnahme machen. Oder kennen Sie den Unterschied zwischen Kreisliga-Fußballtrainern und einer verblüffend großen Anzahl an Stellenanzeigen-Autoren etwa nicht?

„Weltweit“, „führend“, „innovativ“ – Stellenanzeigen der Konzerne: Erste Ergebnisse der Employer Telling-Folgestudie

Dr. Manfred Böcker
Dr. Manfred Böcker

Die DAX-30-Konzerne beschreiben sich als Arbeitgeber unternehmensübergreifend gerne mit denselben Begriffen. Besonders häufig kommen zum Beispiel „weltweit“, „führend“ und „innovativ“ vor. Das sind erste Ergebnisse der Employer Telling-Folgestudie, die HR-PR Consult, Stammplatz Kommunikation und Textkernel gemeinsam im Oktober 2016 veröffentlichen werden.

Langeweile hat einen neuen Namen: Stellenanzeigen deutscher Konzerne

Dr. Manfred Böcker
Dr. Manfred Böcker

Employer Telling: Deutsche Konzerne und deren Stellenanzeigen

Als Folgestudie zu der im Dezember 2015 veröffentlichten qualitativen Analyse der DAX-30-Karrierewebseiten der beiden HR-PR Profis Manfred Böcker und Sascha Theisen, wird Textkernel gemeinsam mit den beiden Experten eine neue Studie zum Thema „Club der Gleichen – was deutsche Arbeitgeber in Stellenanzeigen wirklich zu sagen haben“ im Oktober veröffentlichen.