Artikel-Schlagworte: „Equal Pay“

Warum viele Zeitarbeiter von Equal Pay enttäuscht werden

Andreas Nusko

Die gesetzliche Neuregelung beschert vielen Beschäftigten in der Zeitarbeit ab erstem Januar das Recht auf gleiche Bezahlung wie Stammbeschäftige der Entleihbetriebe. „Die Auswirkungen werden häufig überschätzt“ sagt Andreas Nusko, Geschäftsführer beim Personaldienstleister Franz & Wach.

Im April 2017 trat die Neufassung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) in Kraft. Es legt fest, dass Zeitarbeitnehmer nach 9 Monaten Beschäftigung in ein und demselben Betrieb das gleiche Einkommen (Equal Pay) wie vergleichbare Beschäftigte des Entleihbetriebes bekommen sollen. Nachdem verschiedene Gewerkschaften und politische Parteien in der Vergangenheit immer wieder beklagten, dass zwischen dem Lohn der Zeitarbeitnehmer und dem Stammpersonal große Lücken klafften, erhofften sich viele Beschäftigte eine deutliche Lohnerhöhung durch Equal Pay.

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Umfrage: Personaldienstleister müssen sich auf dramatische Rückgänge bei der Zeitarbeit einstellen

Matthias Richter

Matthias Richter

  • Nur 13 Prozent der Entleiher wollen Equal Pay zahlen
  • Nur 11 Prozent der Entleiher wollen Zeitarbeitnehmer nach 18 Monaten übernehmen
  • Zeitarbeitsunternehmen müssen mit Auftragsrückgängen von 20-30 Prozent rechnen

Zum 1. April 2017 tritt das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Kraft. Danach greift der Gesetzgeber mit strikten Regulierungen in die Zeitarbeit ein: mit der Begrenzung der Überlassungsdauer auf maximal 18 Monate sowie beim Lohn. Hier muss nach 9 Monaten der gleiche Lohn gezahlt werden wie bei einem Stammmitarbeiter. Problematisch ist die aktuell hohe
Rechtsunsicherheit, wie Equal Pay genau definiert und umgesetzt wird. Auch wird ein hoher administrativer Aufwand nötig sein. Das alles erhöht die Bedenken der Einsatzunternehmen, wie eine aktuelle Umfrage der COMPANY PARTNERS Unternehmensberatung (CMP) aus Hamburg zeigt.

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Wozu noch eine gesetzliche Regelung? Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes

Petra Eisen

Petra Eisen

Die Folgen der geplanten Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) für die Zeitarbeitsbranche erläuterte Petra Eisen beim Zeitarbeitskongress der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber (bayme vbm) in München. Dabei ging die Landesbeauftragte des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) auch auf die zahlreichen tariflichen Verhandlungserfolge der letzten Jahre ein.

 

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Regulierung der Zeitarbeit: Frage nach Notwendigkeit bleibt

Nach langer Diskussion hat sich die Bundesregierung darauf geeinigt, wie sie Zeitarbeit und Werkverträge neu regeln will. Die Koalitionspartner haben dabei zwar viele der Einwände gegen den Gesetzentwurf berücksichtigt. Doch es bleibt die grundsätzliche Frage, ob eine Regulierung überhaupt nötig ist.

 

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Die Bundesregierung will Zeitarbeit neu regulieren, dabei ist gar nicht klar, ob das überhaupt nötig ist. Foto: guruXOOX/iStock

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AÜG-Referentenentwurf – Andrea Nahles muss erneut Nachsitzen

Andrea Nahles (Foto: Bea Marquardt / SPD)

Andrea Nahles (Foto: Bea Marquardt / SPD)

Als Andrea Nahles am 16.11.2015 den ersten Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetz vorgelegte, war der Aufschrei groß. Angela Merkel stoppte den Entwurf höchst persönlich bereits am 04.12.2015, da der Entwurf über die Absprachen des Koalitionsvertrages hinausging.

Hinsichtlich des neuen Referentenentwurfes vom 17.02.2016, hat man nun ein Déjà-vu: Die CSU stellte erneut fest, dass auch der nachgebesserte 2. Referentenentwurf über den Koalitionsvertrag hinausgeht. Entgegen aller vorherigen absprachen, blockiert die Union den Gesetzesentwurf.

Muss Frau Nahles daher nun zum zweiten Mal Nachsitzen und ihren Gesetzesentwurf wieder anpassen? Wir sprachen dazu mit Fachanwalt für Arbeitsrecht, Dr. Kilian Friemel.

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Schutzschild oder Dinosaurier: Wie passen neue Arbeitswelten zur aktuellen Gesetzgebung?

„arbeiten 4.0“ & Recht

  • Starre Gesetze versus New Work: Forderung nach stärkerer Deregulierung in der Diskussion
  • Einstündige Sessions in der Experts’ Corner HR & Law drehen sich um aktuelle Entwicklungen in Arbeitsrecht und Gesetzgebung

Work-Life-Balance und flexible Arbeitszeiten erwarten immer mehr Beschäftigte von ihrem Arbeitgeber. Doch wie passen geltende Arbeitszeitgesetze, die mit einer elfstündigen Ruhezeit und Sonntagsarbeitsverbot die Beschäftigten schützen sollen, in die neue Arbeitswelt? Auf der Messe Zukunft Personal debattieren Experten für Arbeitsrecht und Unternehmensvertreter über nötige Anpassungen – etwa in der erstmals in Köln präsentierten Experts‘ Corner „HR & Law“.

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Zukunft der Zeitarbeit: Lohngerechtigkeit und Flexibilisierung in Gefahr?

  • Sven Kramer, iGZ

    Sven Kramer, iGZ

    Verbände für Zeitarbeit: Pläne der großen Koalition könnten Equal Pay gefähren

  • Wie es um den gesellschaftlichen Auftrag von Zeitarbeit bestellt ist
  • Themenpark Zeitarbeit: Personaldienstleister und Service Provider für Zeitarbeit präsentieren sich

Köln. Die große Koalition hat in Sachen Zeitarbeit noch einiges vor: Sie möchte gesetzliche Änderungen bei der Höchstüberlassungsdauer, dem Equal-Pay-Grundsatz oder dem Streikeinsatzverbot einführen. Doch wie sinnvoll wären die geplanten Änderungen? Könnten sie gar die verfassungsrechtlich geschützte Tarifautonomie oder die bereits vereinbarten Branchenzuschläge gefährden? Über die Zukunftsaussichten der Zeitarbeit diskutieren Personalexperten vom 14. bis 16. Oktober auf der Messe Zukunft Personal in Köln.

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Equal Pay keine Wachstumsbremse in der Zeitarbeit

Sven Konzack

Sven Konzack

Berlin – Die Einführung einer Equal-Pay-Regelung in der Zeitarbeit wäre nach Einschätzung des Zeitarbeitsexperten Sven Konzack keine Wachstumsbremse für die Branche. „Eher wirkt sich der Umstand, dass zu viele Unternehmen die Möglichkeiten des E-Recruitungs noch nicht nutzen, negativ auf das Wachstum aus“, so der Geschäftsführer von Deutschlands führender Jobbörse für die Zeitarbeitsbranche Timeworkers.de (www.timeworkers.de).

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Gehaltsverhandlungsstrategien für Frauen: Offenheit, Selbstbewusstsein und exzellente Vorbereitung

HR Directorin der Eaton Industries GmbH gibt Tipps: „Fünf Schlüssel zum Erfolg“

Simone Denzler

(Melanie Vogel / women&work) 80% aller Kaufentscheidungen werden von Frauen getroffen. Sie stellen die Hälfte der Weltbevölkerung dar und verdienen doch deutlich weniger als Männer – obwohl Unternehmen glaubhaft versichern, dass sie Frauen und Männer gleich entlohnen. Was entspricht nun der Wahrheit? Sind die Statistiken gefälscht, reden die Unternehmen vorhandene Ungerechtigkeiten schön – oder ist die Ursache für die Gehaltsunterschiede bei den Frauen selbst zu suchen, die viel seltener als Männer nach einer Gehaltserhöhung fragen?

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