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Fallendes Pfund und Angst vor dem “harten Brexit”: Briten suchen auf höchstem Niveau seit dem Referendum Jobs im Ausland

  • Mariano Mamertino
    Mariano Mamertino

    Britische Jobsuchen im Ausland sind wieder auf dem gleichen hohen Niveau wie unmittelbar nach dem Referendum, so neue Daten der weltweit größten Jobseite Indeed

  • Stellensuchen aus Großbritannien in Deutschland sind in den 100 Tagen seit dem Sieg des Brexit-Lagers um 9% gestiegen
  • Die Analyse zeigt, dass britische Suchen nach Jobs in der EU im gleichen Zeitraum angestiegen sind, in dem das Pfund gegen den Euro an Wert verloren hat

Die Anzahl der Briten, die im Ausland nach Jobs sucht, ist derzeit auf dem gleichen hohen Niveau wie unmittelbar nach dem Referendum. Dies zeigen neue Daten der weltweit größten Jobseite Indeed. Die Analyse von Millionen von Jobsuchen aus Großbritannien belegt auch, dass Briten sich zunehmend für Arbeit in anderen EU-Ländern interessieren seit der Euro sich immer stärker im Vergleich zum Pfund entwickelt. Das Pfund erreichte am letzten Freitag den niedrigsten Wert zur Gemeinschaftswährung seit fünf Jahren. Dies könnte ein Beleg dafür sein, dass die Briten der eigenen Wirtschaft und deren Zukunftsaussichten weniger vertrauen und sich stattdessen anderweitig orientieren.

„(K)eine Zukunft für Europa!“

Markus Müller
Markus Müller

Gedanken eines Volkswirts und Soldaten. Ein Gastbeitrag von Markus Müller.

Ein vereintes Europa, der europäische Gedanke aber vor allem die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit haben Europa zu dem gemacht, was es heute ist. Neben der weltpolitischen Bedeutung Europas stellt die Gesamt-Europäische Wirtschaft einen der größten Wirtschaftsräume und zugleich eine der größten Volkswirtschaften weltweit dar. Um dieses „geeinte Europa“ und die Europäische Union (EU) an sich richtig einordnen zu können, möchte ich dem Leser dieses Essays vorab einen kurzen Abriss der Entwicklungs- und Entstehungsgeschichte „dieses Europas der Nationen“ geben.