freiwillige Arbeitslosenversicherung

Weniger Neuanträge für die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Existenzgründer

Dr. Elke Jahn
Dr. Elke Jahn

Durch eine gesetzliche Neuregelung im Jahr 2011 wurden die zuvor sehr niedrigen Beiträge in der freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Existenzgründer dem Niveau der Beiträge für abhängig Beschäftigte angeglichen. Während im Jahr 2010 die monatliche Beitragshöhe unter 20 Euro lag, liegt sie jetzt bei dem Vierfachen. Infolge dessen sanken die Neuanträge von gut 95.000 im Jahr 2010 auf rund 26.000 im Jahr 2012, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Freiwillige Arbeitslosenversicherung für IT-Selbstständige: Nur wenige von den geänderten Bedingungen betroffen

Umfrage der IT-Projektbörse GULP: Nur 29 Prozent überhaupt freiwillig versichert

München, Januar 2011. Zum 1. Januar 2011 änderten sich die Versicherungsbedingungen für die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige. Neben geänderten Kündigungsfristen bedeutet das für freiberufliche Experten vor allem höhere Beiträge. Für fast Dreiviertel der IT-Selbstständigen (71 Prozent) ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung überhaupt kein Thema. Nur 29 Prozent der 170 Teilnehmer an einer Umfrage auf den Seiten des Projektportals www.gulp.de sind überhaupt freiwillig versichert. Wiederum etwa 40 Prozent davon ziehen die Konsequenzen aus der Änderung und kündigen ihre freiwillige Arbeitslosenversicherung. Der Rest sieht keinen Handlungsbedarf.