Gender Pay Gap

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Uta Lewien
Uta Lewien

Elektrotechnikspezialist Weidmüller aus Detmold wird mit Logib-D Zertifikat für faire Bezahlung von Männern und Frauen ausgezeichnet

Detmold.  Im Dezember 2013 erhielt Weidmüller vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Logib-D Zertifikat für Entgeltgleichheit. Das Programm steht für „Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland“ und unterstützt Unternehmen dabei, Gehaltsunterschiede bei Frauen und Männern zu erkennen und anzugleichen. Weidmüller schloss die Überprüfung mit Werten deutlich über dem Durchschnitt ab und erhielt so eine positive Rückmeldung zum Thema gleiche Entlohnung von Frauen und Männern.

Weibliche Führungskräfte haben beim Gehalt immer weniger das Nachsehen

Kienbaum analysiert Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen

Dr. Alexander von Preen, Kienbaum

Gummersbach. Frauen in Führungspositionen verdienen in Deutschland im Schnitt immer noch deutlich weniger als Männer, jedoch ist eine deutliche Verbesserung der Gesamtsituation zu erkennen. Das Gehalt von Frauen in der Geschäftsführung eines deutschen Unternehmens ist rund 15 Prozent geringer als das Salär eines Mannes in gleicher Position, ergab die aktuelle Studie zur Vergütung von Geschäftsführer der Managementberatung Kienbaum. Allerdings liegt der Frauenanteil auf dieser Hierarchieebene lediglich im einstelligen Prozentbereich.

Nur 2 Prozent Gehaltsunterschied

Beschäftigungsperspektiven von Frauen

Dr. Oliver Stettes

Der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern liegt in Deutschland aktuell bei weniger als 2 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Der niedrige Wert steht nur auf den ersten Blick im Widerspruch zu anderen Erhebungen, die deutlich höhere Lohnabstände ausweisen. Denn die IWWissenschaftler haben für den Gehaltsvergleich erstens Faktoren wie Teilzeitbeschäftigung, Bildungsstand und Dauer der Betriebszugehörigkeit berücksichtigt. Dadurch reduzierte sich der Lohnabstand, der auf Grundlage des Sozio-oekonomischen Panels berechnet wurde, von 25 auf 11 Prozent.

Zielkonflikt im Zickenkrieg der Politikerinnen: Gleichstellung der Frauen oder elitäre Frauenvorstandsquote?

von Gerhard Kenk (Crosswater Job Guide)

Doppelt gemoppelt: Bundesregierung schafft Verwirrung mit dualen Frauenquoten-Indizes

Kristina Schröder

Wer sich bei den gestaltenden Politikerinnen der derzeitigen Bundesregierung Fortschritte bei der Frauengleichstellung vorstellt, könnte sich eigentlich kein idealeres Dreamteam vorstellen als es die jetzige Besetzung vorgibt: Angela Merkel an der Spitze als Bundeskanzlerin, Kristina Schröder als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ulrike von der Leyen als Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Annette Schavan als Bundesministerin für Bildung und Forschung, dazu Sabine Leutheusser-Schnarrenberger für die Justiz  – eigentlich ein Team mit Erfolgsgarantie, wenn es darum geht, schwierige und nachhaltige Problemlösungen bei der Gleichstellung der Frau in Wirtschaft und Gesellschaft umzusetzen. Doch wie der gebannte Kaninchenblick auf die Schlange offenbart die Frauenführungsquote eine singulare Politik-Priorität auf ein einziges Themas, das landauf und landab für Aktionen und Aufmerksamkeit sorgt.

Unwissenheit und Gender Pay Gap: Frauen finden ihr geringeres Gehalt gar nicht ungerecht

Das richtige Gehalt finden (Grafik: jova-nova.com)
Das richtige Gehalt finden (Grafik: jova-nova.com)

(ghk)/ Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen, neu-deutsch oft als „Gender Pay Gap“ umschrieben, nehmen in zahlreichen aktuellen Pressemeldungen und Studien eine immer wichtigere Rolle ein. Neuestes Beispiel ist der Bericht im Personalmagazin aus dem Freiburger Haufe-Verlag, das zur Pflichtlektüre der Personaler dieser Republik gehört. So stellt das Personalmagazin zunächst einmal die altbekannten Positionen dar:

  • Frauen verdienen am deutschen Arbeitsmarkt weniger als vergleichbar ausgebildete Männer.
  • Diese Tatsache wird allgemein als ungerecht empfunden.
  • Zudem gestehen sie auch anderen Frauen ein deutlich geringeres Einkommen zu als vergleichbaren Männern.

Dringend gesucht: Magenta-Managerin

Thomas Sattelberger, Telekom

30.3.2010 (ghk).

Die von der Deutschen Telekom lancierte Initiative „Frauenquote im Vorstand“ hat eine hohe Medienresonanz gefunden – weitere personalpolitische Hausaufgaben werden ausgeklammert.

Eigentlich ist es René Obermann und Thomas Sattelberger hoch anzurechnen, dass sie ihre Recruiting-Kampagne nicht einfach über ganz normale Stellenanzeigen bei einigen der auf Fach- und Führungskräfte spezialisierten Jobbörsen wie Jobware, Stellenanzeigen.de, Stepstone oder FAZjob.net plaziert haben. Auch der Weg über die derzeit in Mode stehenden Social Media wie Facebook, Twitter, Xing oder LinkedIn wurde auf der Suche nach Führungskräften ausgeschlagen. Nein, Obermann entpuppte sich wieder einmal mehr als Macher und Meister der Medien und positionierte die Stellenanzeige für weibliche Vorstandsmitglieder ganz geschickt eingebettet in einen News-Event. Flugs wurde argumentiert, dass die DAX-30 Konzerne so gut wie keine Frauen auf Vorstandsebene beschäftigen, und überhaupt: angesichts des demographisch bedingten Wandels sieht die Republik einen Mangel an Fach- und Führungskräften auf sich zu kommen und diesen möchte man bei der Deutschen Telekom schleunigst entgegentreten durch Neueinstellungen oder Beförderungen von Frauen auf verantwortungsvolle Vorstandspositionen.