How’s Life

Das Leben in den OECD-Ländern hat sich in vielen Bereichen verbessert aber große Ungleichheiten bleiben

Insgesamt hat sich in den OECD-Ländern das Leben in den letzten zehn Jahren für viele Menschen verbessert. Jedoch bleiben viele Ungleichheiten bestehen. Unsicherheit, Verzweiflung und mangelndes Zugehörigkeitsgefühl betreffen einen bedeutenden Teil der Bevölkerung, so eine neue OECD-Studie.

Laut How’s Life? ist das verfügbare Haushaltseinkommen pro Kopf seit 2010 in mehr als der Hälfte der OECD-Länder gestiegen. Auch die Beschäftigungsquoten der 25- bis 64-Jährigen sind gestiegen – um durchschnittlich fast 5 Prozentpunkte (knapp acht von zehn Erwachsenen sind heute erwerbstätig). Weniger Menschen haben sehr lange Arbeitstage.

Gegen den Trend: Lebensqualität in Deutschland verbessert sich in Krise

Angel Gurria
Angel Gurría, OECD

Paris/Berlin – Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise hat das Wohlbefinden der Deutschen kaum beeinflusst. Anders als in der Mehrzahl der OECD-Länder – besonders in südeuropäischen Staaten – haben sich entscheidende Faktoren für das Wohl und die Zufriedenheit der Menschen nicht verschlechtert. Im Gegenteil: Der aktuelle How’s Life Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung belegt positive Entwicklungen in einer Vielzahl von relevanten Feldern, zum Beispiel beim Einkommen, bei der Beschäftigung, der Lebenszufriedenheit und dem Vertrauen der Bürger in die Regierung.