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IAB: Bulgaren und Rumänen sind nicht schlechter in den Arbeitsmarkt integriert als andere Ausländer

Ehssan Vallizadeh
Ehssan Vallizadeh

„Die Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien sind nicht schlechter in den Arbeitsmarkt integriert als andere Ausländergruppen in Deutschland“, schreiben die Arbeitsmarktforscher Herbert Brücker, Andreas Hauptmann und Ehsan Vallizadeh in einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Real-Time-Recruiting im Schneckentempo

IAB-Zahlen über die Besetzungsdauer von offenen Stellen verursachen Ernüchterung

Ein Kommentar von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Die jüngst vom Arbeitsmarkt-Think-Tank IAB veröffentlichten Zahlen zur steigenden Besetzungsdauer von offenen Stellen sind bedauerlicherweise noch im Schwarz-Weiß-Denken der Wendezeit eingefärbt. So trennen die IAB-Statistiker in ihren Zahlen aus einer IAB-Erhebung des Gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots (EGS) von 2012 säuberlich zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland – als ob ein gesamtdeutscher Arbeitsmarkt auf Dauer ignoriert werden könnte. Die nüchternen Zahlen, nämlich der Anstieg der Dauer der Personalsuche von 46 Tagen (2010) auf 52 im Jahre 2012 verschleiert die Realität in der Recuiting-Bürokratie Personalbeschaffung.

Stellenbesetzungen dauerten 2012 in Ostdeutschland erstmals länger als im Westen

Hanna Brenzel
Hanna Brenzel

Nürnberg. Im Jahr 2012 dauerten die Stellenbesetzungen in ostdeutschen Betrieben mit durchschnittlich 86 Tagen deutlich länger als im Vorjahr mit 75 Tagen. Damit war der Zeitraum zwischen dem Beginn der Personalsuche und dem Arbeitsbeginn der neu Eingestellten in Ostdeutschland erstmals länger als im Westen. Dort erhöhte sich die Besetzungsdauer von 76 auf 81 Tage, geht aus einer repräsentativen Arbeitgeberbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Noch zurückhaltender Personalbedarf der Betriebe im zweiten Quartal 2013

Anja Kettner, IAB, Nürnberg, Karriere-Chancen am Arbeitsmarkt, Crosswater Job Guide
Anja Kettner

Nürnberg. Im zweiten Quartal 2013 gab es auf dem ersten Arbeitsmarkt bundesweit 937.000 offene Stellen. Das waren 80.000 bzw. acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Vor allem in Westdeutschland waren die Betriebe zurückhaltend mit geplanten Einstellungen: Hier gab es im zweiten Quartal insgesamt 786.000 offene Stellen, das waren neun Prozent weniger als im Vorjahresquartal. In Ostdeutschland blieb der Bedarf an neuen Mitarbeitern mit 151.000 dagegen nahezu konstant.

Im internationalen Vergleich hoher Anteil der Geringverdiener in Deutschland

Thomas Rhein, IAB
Thomas Rhein, IAB

In Deutschland verdiente im Jahr 2010 knapp ein Viertel aller Beschäftigten weniger als 9,54 Euro brutto pro Stunde. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Damit ist der Anteil der Geringverdiener hierzulande größer als in anderen westlichen EU-Ländern. Wenn man ausschließlich Vollzeitbeschäftigte berücksichtigt, ist der Anteil in Deutschland mit rund einem Fünftel etwas niedriger, aber im Vergleich immer noch relativ hoch.

Erwerbseinkommen und Hartz-IV-Leistungsbezug: 60 Prozent der Aufstocker arbeiten Teilzeit

Carina Himsel, IAB
Carina Himsel, IAB

Nürnberg. Rund 1,3 Millionen Personen beziehen Arbeitslosengeld II, obwohl sie erwerbstätig sind. 60 Prozent der so genannten Aufstocker arbeiten dabei in einem Teilzeitjob mit weniger als 22 Stunden pro Woche. Der durchschnittliche Bruttostundenlohn der Aufstocker beträgt 6,20 Euro, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Arbeitslosenversicherung für Selbständige zu teuer – Jeder zweite verlässt Versicherung vorzeitig

VGSD e.V. fordert mehr Beitragsgerechtigkeit und Rücknahme der erfolgten Vervierfachung der Beiträge

 

Dr. Andreas Lutz
Dr. Andreas Lutz

Seit 2006 können sich Gründer freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern. Mehr als 200.000 Selbständige nutzen diese Möglichkeit aktuell. Doch nur wenige halten die Zahlung der Beiträge dauerhaft durch: Eine gerade erschienene Studie des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kam zum Ergebnis, dass 44 Prozent der freiwillig Versicherten im Untersuchungszeitraum die Zahlung der Beiträge einstellte und damit von der Versicherung ausgeschlossen wurden. Der wichtigste Grund für diese regelrechte Flucht waren die als zu hoch empfundenen Beiträge.

IAB-Studie: Freiwillige Weiterversicherung für Selbstständige ist eine sinnvolle Ergänzung der Arbeitslosenversicherung

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Katalin Evers

Die 2006 eingeführte Möglichkeit, als Existenzgründer freiwillig in der Arbeitslosenversicherung zu bleiben, hat sich nach Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) bislang bewährt. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten IAB-Studie hervor.

Durch die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Existenzgründer können soziale Risiken der Selbstständigkeit abgefedert werden. Die Versicherung ist besonders attraktiv für Existenzgründer, die den Erfolg ihrer Selbstständigkeit nicht gut abschätzen können. Der IAB-Studie zufolge tragen auch mehr Berufserfahrung und die Erfahrung mit längerer Arbeitslosigkeit dazu bei, dass sich Selbstständige absichern.

Altersspezifische Personalpolitik hat an Bedeutung gewonnen

Dr. Jens Stegmaier
Dr. Jens Stegmaier

Nürnberg. Fast jeder fünfte Betrieb, der Ältere beschäftigt, setzt für diese altersspezifische Personalmaßnahmen ein. Dazu gehören Weiterbildungsangebote, Altersteilzeitregelungen, Maßnahmen der Gesundheitsförderung, altersgemischte Teams oder eine besondere Ausstattung von Arbeitsplätzen. Da insbesondere große Unternehmen altersspezifische Maßnahmen anbieten, profitiert davon potenziell mehr als die Hälfte der Beschäftigten, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Befristet Beschäftigte werden häufiger übernommen

Die Chance, aus einer befristeten in eine unbefristete Beschäftigung übernommen zu werden, ist seit dem Krisenjahr 2009 kontinuierlich gestiegen. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die Zahl der Übernahmen von befristeter in unbefristete Beschäftigung stieg seit 2009 merklich an. Wurden 2009 noch 30 Prozent der zunächst befristet angestellten Arbeitnehmer anschließend in eine unbefristete Beschäftigung übernommen, lag der Anteil im Jahr 2012 bei 39 Prozent.