ifo Institut

Corona-Krise drückt Stimmung in der Digitalbranche

  • Jedes dritte Unternehmen der IT und Telekommunikation verzeichnet Nachfragerückgang
  • Präsident Berg: Krise ist Auftrag an Politik und Wirtschaft, die Digitalisierung mutiger und entschiedener voranzutreiben

In der Digitalbranche hat sich das Geschäftsklima unter dem Eindruck der Corona-Krise im März stark eingetrübt. Jedes dritte Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche (31 Prozent) verzeichnete im März einen Nachfragerückgang. Während 55 Prozent der Unternehmen negative Folgen der Corona-Krise feststellten, berichteten 43 Prozent davon, dass die Pandemie keine Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit habe. Lediglich 3 Prozent bemerkten einen positiven Effekt. Von den negativen Folgen sind in der Digitalbranche vor allem Industrie und Handel betroffen. Das ist das Ergebnis der monatlichen Konjunkturumfrage von Bitkom und ifo Institut in der ITK-Branche.

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Die große Mehrheit der deutschen Firmen setzt auf betriebliche Weiterbildung

Die Weiterbildung spielt für viele Personalleiter eine wichtige Rolle: 87 Prozent von ihnen geben an, betriebliche Weiterbildung in ihrem Unternehmen anzubieten, wie aus einer Umfrage des ifo Instituts im Auftrag von Randstad hervorgeht. Dabei zeigt sich, dass mit steigender Mitarbeiterzahl auch das Angebot von Weiterbildung wächst. In der Größenklasse bis 49 Mitarbeiter bieten 83 Prozent der Unternehmen betriebliche Weiterbildung an, ab 250 Angestellten sind es knapp 100 Prozent. Als Hauptziele gelten dabei das Vermitteln neuer sowie das Vertiefen bereits vorhandener Fähigkeiten (70 und 71 Prozent).

 

Der Schwarze Juni

Prof. Dr. Hans-Werner Sinn
Prof. Dr. Hans-Werner Sinn

Die Welt scheint allerorten aus den Fugen. So auch auf dem alten Kontinent. Erst das Euro-Desaster, dann falsche EZB-Politik, Flüchtlingswelle und Brexit: Scheitert Europa?

Die Brexit-Abstimmung der Briten, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank und die Flüchtlingskrise haben den früheren ifo-Chef Hans-Werner Sinn aufgewühlt. Er schreibt daher an einem neuen Buch mit dem Titel „Der Schwarze Juni“. Es wird schon im Oktober zur Frankfurter Buchmesse im Herder-Verlag erscheinen.

Passauer Wirtschaftswissenschaftler mit dem Walter-Eucken-Preis ausgezeichnet

Prof. Dr. Stefan Bauernschuster ist von der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Jena für seine herausragenden wirtschaftspolitischen Forschungsarbeiten m 3. Juni 2016 mit dem Walter-Eucken-Preis gewürdigt worden.

Prof. Dr. Stefan Bauernschuster
Prof. Dr. Stefan Bauernschuster
Foto: Studio Weichselbaumer

Mindestlohn und Wirtschaftswachstum – Politiker irren

Prof. Dr. Niklas Potrafke
Prof. Dr. Niklas Potrafke

München. „Politiker irren, wenn sie meinen, dass der beschlossene gesetzliche Mindestlohn kein Grund für die gedämpften Konjunktur- und Wachstumsaussichten ist“, sagt Niklas Potrafke, der Leiter des ifo Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie.

 

Berufswahl: Tellerwäscher oder Millionär? Thomas Pikettys Weltformel

Thomas Piketty
Thomas Piketty

von Hans-Werner Sinn

Thomas Pikettys Weltformel*

Thomas Piketty hat mit seinem Buch über Verteilungsfragen den Nerv der Amerikaner getroffen. Das Buch erinnert an Karl Marx, Piketty hat einen ähnlich emotionalen Schreibstil, und er benutzt eine ähnliche Theorie.

Mindestlohn zwingt viele Minijobber zu Entscheidung über Arbeitszeit

Steffen Henzel
Steffen Henzel

München – Die Einführung eines Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde zwingt viele der rund 4,5 Millionen Minijobber in Deutschland zu einer Entscheidung über ihre Arbeitszeit. Auf dieses Problem haben Forscher des ifo Instituts hingewiesen. „Durch die Anhebung der Löhne werden zahlreiche geringfügig Beschäftigte die Schwelle von 450 Euro im Monat übertreffen. Damit würden zusätzliche Sozialabgaben fällig, die das Nettoeinkommen belasten und die Attraktivität solcher Jobs zusätzlich verringern“, sagt Steffen Henzel vom ifo Institut.

Das Ende der Demografiefalle? Mehr Krippen führen zu mehr Geburten

Prof. Dr. Stefan Bauernschuster
Prof. Dr. Stefan Bauernschuster

München – Mehr Krippenplätze führen zu mehr Geburten. Das ist das Resultat einer neuen Studie des ifo Instituts, die erstmalig den Ausbau der Krippenplätze in Westdeutschland darauf untersucht hat. Die Forscher fanden heraus, dass ein Anstieg der Betreuungsquote für unter dreijährige Kinder um zehn Prozentpunkte zu einem durchschnittlichen Anstieg der Geburtenrate um 2,8 Prozent führt. „Krippenplätze verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, erläutert Stefan Bauernschuster von der Universität Passau.

Schlechte Bildung gefährdet den Wohlstand – neues Buch der Bildungsökonomen Ludger Wößmann (ifo), Eric Hanushek (Stanford) und Paul Peterson (Harvard)

Eric Hanushek
Eric Hanushek

München – In dem soeben erschienenen Buch „Endangering Prosperity – A Global View of the American School” zeigt ifo-Forscher Ludger Wößmann zusammen mit ifo-Forschungsprofessor Eric Hanushek von der Stanford University und Paul Peterson von der Harvard University, dass schlechte Bildungsleistungen den zukünftigen Wohlstand gefährden. Sie analysieren das enttäuschende Abschneiden der meisten US-Bundesstaaten im internationalen Vergleich. Darauf aufbauend zeigen sie das riesige Potenzial für die US-Wirtschaft auf, das in einer Verbesserung der Bildungsleistungen im US-Schulsystem liegt.

Fachkräftemangel ganz früh bekämpfen: Lehren aus der Gesamtevaluation der Familienpolitik

Prof. Dr. C. Katharina Spieß
Prof. Dr. C. Katharina Spieß

Familienpolitik: Kita-Ausbau und Elterngeld schneiden am besten ab

DIW, ifo und ZEW stellen ihre zentralen Resultate aus der Gesamtevaluation familienbezogener Leistungen vor – Experten raten zu weiteren Investitionen in qualitativ hochwertige Kindertagesbetreuung – Von Erhöhung des Kindergeldes wird abgeraten

Berlin/Mannheim/München – Rund 200 Milliarden Euro gibt der deutsche Staat jährlich für die Förderung von Ehen und Familien aus – bislang ohne das Zusammenspiel der zahlreichen Instrumente dieser Förderung systematisch zu überprüfen.