Konjunkturumfrage

Konjunkturumfrage: Deutsche Unternehmen sind pessimistisch

Handelskrieg und Protektionismus: Die globale Verunsicherung hat die Wachstumsperspektiven in Deutschland deutlich nach unten gedrückt. Die Unternehmen erwarten für das Jahr 2020 in allen Bereichen einen Rückgang. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
In der deutschen Wirtschaft macht sich Pessimismus breit: Erstmals seit der globalen Finanzmarktkrise im Jahr 2009 ist der Saldo aus positiven und negativen Exporterwartungen mit 13 Prozentpunkten im Minus. Im Westen des Landes erwarten nur noch 16 Prozent der Unternehmen einen Exportzuwachs; im Osten sieht es mit zehn Prozent noch schlechter aus. Das zeigt die jüngste IW-Befragung von 2.300 Unternehmen in der Bundesrepublik.

Digitalbranche blickt zuversichtlich auf das zweite Halbjahr

  • Thorsten Dirks Chief Executive Officer,  EPlus-Gruppe,  Düsseldorf
    Thorsten Dirks
    Chief Executive Officer,
    EPlus-Gruppe,
    Düsseldorf

    Drei Viertel der Unternehmen erwarten steigende Umsätze

  • Sechs von zehn wollen neue Arbeitsplätze schaffen

Die deutsche Digitalbranche ist für das laufende Jahr zuversichtlich. Drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent) erwarten in der zweiten Jahreshälfte steigende Umsätze. Nur 9 Prozent der Anbieter von IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik erwarten einen Umsatzrückgang. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage des Digitalverbands Bitkom. Der Bitkom-Index geht nach seinem Rekordstand von 72 Punkten leicht zurück auf 65 Punkte. „Verglichen mit den Geschäftserwartungen in der Gesamtwirtschaft steht die Bitkom-Branche weiterhin sehr gut da. Die Bitkom-Branche bleibt ein Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft“, sagt Bitkom-Präsident Thorsten Dirks.