mobile Endgeräte

Mobile Recruiting: Noch mehr als einen Klick entfernt

  • Agnes Koller

    85 % der getesteten Arbeitgeber haben eine mobil optimierte Karriere-Website

  • Aber: Durchgängig mobil optimierter Prozess ist oft noch Fehlanzeige
  • Bekleidungseinzelhandel, Personaldienstleistung sowie IKT vornean

Informieren ja, bewerben naja – so lautet das Fazit, was Mobile Recruiting in Deutschland betrifft. Die Studie BEST RECRUITERS 2017/18 hat unter anderem untersucht, wie offen die 423 Top-Arbeitgeber für die Bewerbung via Smartphone sind und inwieweit sie die technischen Rahmenbedingungen dafür erfüllen. Die getesteten Arbeitgeber sind auf einem guten Weg: Viele haben ihre Karriere-Website oder ihre Online-Stellenanzeigen mobil optimiert und damit auf das veränderte Informations- und Medienverhalten von Bewerbern reagiert. Aber erst gut jedes zweite Unternehmen geht konsequent den nächsten Schritt und setzt den gesamten Prozess mobil optimiert um. Hier vergeben sie Chancen, denn mit jedem Bruch im Bewerbungsprozess verlieren sie Kandidaten.

Mobile-Bewerbung 4.0: Raus aus der „mobilen Sackgasse“

Christoph Beck
Christoph Beck

Von Prof. Dr. Christoph Beck

Gemäß der ARD/ZDF-Onlinestudie 2016 stieg im vergangenen Jahr die Anzahl der Internetnutzer in Deutschland um zwei Millionen auf insgesamt 58 Millionen an, was 84 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung entspricht und dabei rufen 65 Prozent (bzw. 45 Millionen Menschen) täglich Netzinhalte ab. Das meistgenutzte Gerät für den Internetzugang war 2016 das Smartphone. Zwei Drittel der Bevölkerung sowie nahezu jeder 14- bis 29-Jährige geht darüber ins Netz und die Unterwegsnutzung (in der Bahn, im Café oder bei Freunden) stieg hierbei um 10 Prozentpunkte (bei den unter 30-Jährigen sind es 64%) gegenüber dem Vorjahr an (vgl. ARD/ZDF-Onlinestudie 2016).

 

In Anbetracht solcher Zahlenwerte und Fakten ist es schon länger obsolet über die Notwendigkeit von Mobile Recruiting zu diskutieren, wohl aber über den Tatbestand des „Wie“. Fakt ist, dass die mobiloptimierte Karrierewebsite und Online-Anzeige eine notwendige, sicher aber noch keine hinreichende Bedingung darstellen, zumindest nicht dann, wenn man den ganzheitlichen Recruiting-Prozess vor Augen hat.

Müller Medien investiert in mobilejob.com

Kai Daniels
Kai Daniels

Berliner Startup mobilejob.com gewinnt neuen Investor und steigert Funding-Summe auf insgesamt mehr als eine Million Euro

Mobilejob.com etabliert sich weiter dem deutschsprachigen E-Recruting-Markt. Mit Müller Medien investiert eine der renommiertesten Unternehmensfamilien in Deutschland in das Erfolgskonzept des Unternehmens. Damit realisieren die mobilejob.com-Gründer Steffen Manes und Kai Daniels die zweite Finanzierungsrunde für ihre Recruiting-Lösung. Bereits kurz nach dem Launch war der High-Tech Gründerfonds (HTGF) als Investor eingestiegen. Insgesamt wuchs die Funding-Summe für mobilejob.com durch das Engagement von Müller Medien nun auf insgesamt mehr als eine Million Euro, die in den Ausbau und eine stärkere Marktpräsenz im umkämpften E-Recruiting-Markt fließen sollen. Derzeit arbeiten 15 Mitarbeiter für das Unternehmen mit Sitz in Berlin.