Mobilität

Diesel-Verbot: Für die meisten Autopendler ist der ÖPNV keine Alternative

Dr. Sebastian Dettmers

Kaum hat das Bundesverfassungsgericht ein Fahrverbot von Dieselfahrzeugen mit Euro 5- und Euro-6-Norm in Innenstädten für zulässig erklärt, wird über mögliche Alternativen für Autopendler debattiert. Welche Relevanz Mobilität für Fach- und Führungskräfte in Deutschland hat, zeigt der neue Mobilitätsreport der Online-Jobplattform StepStone: Zwei von drei Berufspendlern ziehen das Auto eindeutig öffentlichen Verkehrsmitteln vor. Nur 18 Prozent derjenigen Fach- und Führungskräfte, die täglich mit dem Pkw zur Arbeit fahren, können sich vorstellen, auf den ÖPNV umzusteigen.

Jobmatching und Mobilität in regionalen Arbeitsmärkten

Dr. Michael Stops, IAB

Ein aktueller Beitrag des IAB beleuchtet die Zusammenhänge von Mobilität und Jobmatching in regionalen Arbeitsmärkten und untersucht, inwieweit Suchmodelle Angebot und Nachfrage an diesen spezifischen Arbeitsmärkten besser zusammenführen können.

 

Bewerberprofile: Sag mir wer Du bist und ich sage, wo Du suchst

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Die Jobbörsen-Landschaft in Deutschland ist komplex und undurchsichtig. Recruiter stehen vor der Herausforderung, ihre Stellenanzeigen dort zu schalten, wo Fachkräfte nach Jobs suchen. Dazu benötigen Recruiter ein Verständnis, welche Kandidaten-Zielgruppe in den Jobbörsen zu finden sind. Noch besser wäre es natürlich, mehr Informationen über die Kandidaten-Profile und über die Zufriedenheit mit einer Jobbörse zu erfahren. Nichts ist leichter als das. Wirklich?

Blind Date
Blind Date mit den Kandidatenprofilen

Unterwegs zum Traumjob: IT–Nachwuchs zeigt sich mobil

Rainer Weckbach
Rainer Weckbach

Aktuelle IT-Arbeitsmarktstudie: IT-Berufseinsteiger sind bereit für den richtigen Job umzuziehen oder weite Strecken zu pendeln

Junge IT-Spezialisten sind beruflich außerordentlich beweglich. Das ist das Ergebnis der aktuellen Arbeitsmarktstudie get started, für die das Karriereportal get in IT, wissenschaftlich begleitet von Prof. Wald von der HWTK Leipzig, jährlich mehr als 1.000 IT-Nachwuchskräfte befragt. Demnach ist für 36 Prozent der befragten IT-Berufsanfänger der richtige Job wichtiger als der heimatliche Wohnort. Weitere 38 Prozent halten beides für gleich wichtig.

Der Mälstrom der kognitiven Belastung treibt die moderne Arbeitswelt an

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Arbeiten 4.0, NewWork oder wie auch immer die Hype-Begriffe lauten, dürfen in keinem Jahresrückblick oder in Trendprognosen fehlen. In der nachrichtenarmen Zeit zwischen Weihnachten und dem Jahresbeginn sind solche Themen eine willkommene „Sättigungsbeilage“ für Redakteure und Blogger. Selten gelingt es, einen Blick auf die Hintergründe der stetigen Veränderungen der Arbeitswelt zu werfen und diese plausibel und verständlich zu erklären.

Die kognitive Belastung ist ein Mälstrom, der das moderne Arbeitsleben beeinflusst. Überall lauern Gefahren in der Form von Ablenkung, Unterbrechungen, Konzentrationsmängel oder den süßen Versprechungen der Freizeitgesellschaft. Dieses Phänomen ist nicht neu, schon in der homerischen Sagenwelt des Odysseus war bekannt, wie Seefahrer bei der Durchquerung der Meeresenge von den Sirenengesängen verwirrt wurden. Wir erinnern uns: Odysseus ließ sich zur Gefahrenabwehr vor den Sirenen-Gesängen bei der Durchfahrt zwischen Skylla und Charybdis freiwillig an den Mast seines Schiffes binden. Rund zwei Jahrtausende später gilt es für die Beschäftigten unter den Bedingungen der NewWork, die Navigation zwischen dem Technologiefortschritt und der beschleunigten kognitiven Belastung zu beherrschen – ohne Fesseln oder Handschellen. Aber in Zeiten von Arbeiten 4.0 gibt es selten jemand, der die Beschäftigten unterstützt, diesen Konflikt zu verstehen geschweige denn zu beherrschen.

Entfesselung von kognitiver Belastung und Technologiefortschritt
Entfesselung von Technologiefortschritt und kognitiver Belastung (Foto: mobbible.org)

Indeed-Arbeitsmarktstudie: NRW hat trotz Spitzenplatz bei der Digitalisierung noch Luft nach oben

„Digitalisierung, demographischer Wandel und Fachkräftemangel gehören zu den größten Herausforderungen Nordrhein-Westfalens. Dies hat große Auswirkungen auf die Arbeitswelt: Viele Jobs werden sich durch die Digitalisierung verändern, einige könnten sogar ganz verschwinden. Bildung wird in Zukunft ein lebenslanges Projekt, da sich auch traditionelle Branchen und Berufe in NRW immer weiterentwickeln werden“, betonte Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed Deutschland, bei der Vorstellung der Studie „Arbeiten in NRW. Zwischen Tradition und Zukunft“ “, in der der Wandel und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt von morgen untersucht wurden.

Frank Hensgens
Frank Hensgens

Unique macht Mitarbeiter mobil

Mobilität ist in der Arbeitnehmerüberlassung ein wichtiges Thema. Viele Mitarbeiter haben kein eigenes Verkehrsmittel. Insbesondere in ländlichen Gegenden gibt es kaum Alternativen, den Arbeitsplatz zu erreichen. Deshalb wurden nun in einem Pilotprojekt mehrere Mitarbeiter des Personaldienstleisters Unique mit Motorrollern ausgestattet, damit sie selbstständig zu ihren Einsatzorten fahren können.

Fachkräfte sind beruflich mobil

Jede zweite Fachkraft in Deutschland würde für eine neue Stelle umziehen

56 Prozent der Fachkräfte in Deutschland sind grundsätzlich gewillt, ihren Wohnort für einen neuen Job zu wechseln. Ihre Bereitschaft ist unterschiedlich stark ausgeprägt: Zehn Prozent würden ihren Lebensmittelpunkt ohne Wenn und Aber aufgeben. Ebenfalls einer von zehn Befragten würde eine neue Anstellung jenseits seines aktuellen Wohnorts annehmen und am Wochenende in die Heimat pendeln. Ein Drittel (36 %) von ihnen macht einen berufsbedingten Umzug vom Standort abhängig. Das sind Ergebnisse des StepStone Fachkräfteatlas, für den Deutschlands führende Online-Jobbörse StepStone 50.000 Fach- und Führungskräfte befragt hat.

CareerBuilder Umfrage: Fast zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer würden für die Karriere umziehen.

  • 23% machen ihre Entscheidung vom Gehalt abhängig.
  • 19% knüpfen einen Umzug an eine interessante Aufgabenstellung.
  • 11% lassen sich von einem attraktiven Standort locken.

FRANKFURT – Deutsche Arbeitnehmer sind mobil – wenn man sie zu locken weiß. Eine Umfrage von CareerBuilder Germany unter mehr als 11.000 Nutzern hat ergeben, dass insgesamt 63 Prozent der Befragten unter bestimmten Voraussetzungen einen Umzug für die Karriere in Kauf nehmen würden. Der wichtigste Motivator für einen Ortswechsel ist dabei das Gehalt (23 Prozent), dicht gefolgt von einer interessanten neuen Herausforderung (19 Prozent).

karriere.at Umfrage: Mehrheit der Arbeitnehmer würde grundsätzlich für Job umziehen

12 Prozent sind sogar völlig flexibel bei der Wahl des Arbeitsplatzes

Jürgen Smid, Karriere.at

Linz –  „Würden Sie für einen Job übersiedeln?“ – diese Frage stellte karriere.at, Österreichs reichweitenstärkste Online-Jobbörse, 668 Usern. Mit überraschendem Ergebnis: Die Mehrheit der Arbeitnehmer wäre grundsätzlich bereit, für einen guten Job den Wohnort zu wechseln. Davon macht ein Großteil die Entscheidung vom Ort abhängig und würde für eine neue Stelle nicht überall hin übersiedeln.

Mehr Mobilität in der EU

Raimund Becker, Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat am Dienstag im Rahmen der ersten European Youth Conference in Berlin Absichtserklärungen und Vereinbarungen geschlossen. Neben der BA haben deutsche Arbeitgeber und Arbeitsverwaltungen aus Ländern der EU unterschrieben. Ziel ist, dass mehr junge Menschen aus anderen EU-Ländern eine Ausbildung und junge ausgebildete Fachkräfte aus der EU in Deutschland eine Stelle annehmen.

Deutscher Arbeitsmarkt attraktiver – Familienbande bremsen Umzugswillen

Vera Calasan

Eschborn. Würden Sie für einen neuen Job umziehen? Nein? Dann gehören Sie zur Mehrheit unter den Arbeitnehmern in Deutschland. Denn nur 49 Prozent wären einer internationalen Umfrage des Personaldienstleisters ManpowerGroup zufolge bereit, zugunsten neuer beruflicher Perspektiven den Wohnort zu wechseln. Im Ländervergleich landen die Deutschen mit dieser Quote weit hinten. Unflexibler sind nur die Japaner (37 Prozent).

Ende der Profilneurose? Jobbörsen im Peer-to-Peer Vergleich

Nobles Trio: Christopher Pissarides (Foto) gewann zusammen mit Peter Diamond und Dale Mortensen den Nobelpreis für Wirtschafts-wissenschaften 2010.

[ghk] Neben der Reichweite konzentrieren sich die Marketingstrategien der Jobbörsen-Betreiber auf das Corporate Branding, auf die Markenbildung ihrer Jobbörse als Problemlöser für die Publikation von Stellenanzeigen und das Recruiting. Werbekampagnen, Markenpositionierung, mehrfache „Touchpoints“ zur Visualisierung der Corporate Identity sollen den Anspruch kommunizieren.

Hinzu kommen außerdem zahlreiche Maßnahmen im Bereich des Search Engine Marketings (SEM), die dazu dienen, im Online-Geschäft eine hohe Reichweite sicherzustellen. Für die etablierten allgemeinen Karriereportale, die alle Branchen, alle Berufe und alle Regionen im Fokus haben, wird die Differenzierung der Markenpositionierung zusehends schwieriger und die Claims der Werbeaussagen gleichen sich einander immer mehr an. Beispiele gefällig?

Mobilitäts-Muffel oder Umzug für den Traumjob?

Marcus Riecke, Monster, Vice President & General Manager DACH
Marcus Riecke, Monster, Vice President & General Manager DACH

Eschborn. Was hätten wir als Kind nicht alles für unseren Traumjob Feuerwehrmann oder Ärztin getan! Selbst wenn sich die Interessen im Laufe der Jahre wandeln, so sind immer noch Engagement und Initiative nötig, um den eigenen Traumjob zu erreichen. Mitunter ist auch Flexibilität bei der Standortwahl des Arbeitsplatzes gefragt. Eine Umfrage des bekanntesten privaten deutschen Online-Karriereportals Monster.de zeigt, dass 40 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer ihre gewohnte Umgebung für den Traumjob aufgeben würden.