Stacy Coley

Mind the Pay Gap: Die Gehaltsschere wird durch neues Gesetz geschlossen – aber nicht in Deutschland

Stacy Cowley, NYT
Stacy Cowley, NYT

Eine der letzten Tabuzonen im HR ist das Thema Gehalt. Besonders der Unterschied für Gender-spezifische Gehälter. 22% – das ist die magische Zahl, die sich in den Köpfen der Politiker, Arbeitsmarktexperten und Talk-Show-Teilnehmer eingeprägt haben – ob sie stimmt oder nicht, spielt eigentlich in Zeiten des Hype keine Rolle. Während sich Österreich und die Schweiz der Zerschlagung dieses gordischen Knoten durch Gesetzesmassnahmen annähern, bleibt der Gender Pay Gap in Deutschland ein Schlafmittel der Gerechtigkeitsdiskussion. Nun hat der US-Bundesstaat Massachusetts ein neues Gesetz in Kraft gesetzt. Künftig ist es illegal, dass Recruiter im Jobinterview nach dem letzten Gehalt des Bewerbers fragen. Viele mehr soll der zukünftige Arbeitgeber ein Gehaltsangebot unterbreiten, das dem Marktwert des Bewerbers entsprecht. Tea Party in Boston – Ansteckungsgefahr für Deutschlands Arbeitmarkt: Null.

Stacy Cowley berichtet in der New York Times berichtet über diese gesetzgeberische Innovation.