Universität Regensburg

Belohnungen für Testergebnisse mindern langfristigen Lernerfolg

Prof. Dr. Christof Kuhbandner
Prof. Dr. Christof Kuhbandner

Forscher legen neue Studie vor

Eine Taschengelderhöhung für gute Klausurnoten in der Schule: Das ist nicht immer die beste Idee, wie jetzt Forscher der Universität Regensburg zeigen konnten. Ein Team um Prof. Dr. Christof Kuhbandner (Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie) wies im Rahmen eines Experiments nach, dass eine materielle Belohnung für die Leistung in einem Wissenstest den langfristigen Wissenserwerb und damit den Lernerfolg beeinträchtigen kann. Die Ergebnisse der Wissenschaftler sind vor kurzem in der renommierten Fachzeitschrift „Frontiers in Psychology“ erschienen (DOI:10.3389/fpsyg.2016.00079).

Schrei vor Angst: Forscher simulieren soziale Angst in virtueller Realität

Prof. Dr. Andreas Mühlberger
Prof. Dr. Andreas Mühlberger

Potential für Kuschelhormon Oxytocin

An der Universität Regensburg konnten Prof. Dr. Andreas Mühlberger und Dr. Youssef Shiban vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie zusammen mit Prof. Dr. Inga Neumann vom Lehrstuhl für Tierphysiologie und Neurobiologie erstmals soziale Angst bei Menschen simulieren. Dazu entwickelten sie einen experimentellen Ansatz, durch den Probanden in einer virtuellen Realität soziale Angst lernten und dann direkt wieder verlernten. Die Methode ermöglicht es nun, soziale Angst unter Laborbedingungen zu simulieren, mit dem Ziel, neue Therapiekonzepte für soziale Phobie zu erforschen. Großes Potential sehen die Forscher im „Kuschelhormon“ Oxytocin, das starke pro-soziale Wirkung hat.

Migration als Chance – Preis für Menschen mit Hintergrund

Ausschreibung der Universität Regensburg – BMW AG und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stiften Preisgelder

Die Universität Regensburg schreibt 2014 erstmals den „Preis für Menschen mit Hintergrund“ aus. Mit der Auszeichnung sollen künftig alle zwei Jahre Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund geehrt werden, die transnationale Brücken zwischen Deutschland und ihren jeweiligen Herkunftsländern bzw. der ursprünglichen Heimat ihrer Eltern schlagen. Als multiethnische Menschen sind sie mit zwei oder auch mehr Ländern und Kulturen vertraut und bringen vielfältige nationale Erfahrungen mit, die sie zum gegenseitigen Nutzen einsetzen. Sie haben damit gezeigt, dass sie Migration als Chance und Potential begreifen.

Was ist nur auf Facebook los? Nutzen von Social Media im Job umstritten

Dr. Georg Wittmann, ibi Research
Dr. Georg Wittmann, ibi Research

München. Soziale Medien am Arbeitsplatz – chatten, posten, liken im Namen des Arbeitgebers oder doch nur für private Zwecke? 85 Prozent beobachten, dass die Nutzung Sozialer Netzwerke für private Zwecke am Arbeitsplatz zunimmt. 78 Prozent sind jedoch der Meinung, dass Unternehmen von der Nutzung sozialer Netzwerke durch ihre Mitarbeiter profitieren können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg im Auftrag der Internet World Messe unter 885 Internetnutzern durchgeführt hat.

Visuelle Reize – Das Gehirn lernt schnell und lang anhaltend

Forscher veröffentlichen neue Studie

Prof. Dr. Mark Greenlee

Ein Regensburger Forscherteam um Prof. Dr. Mark Greenlee vom Institut für Psychologie hat in Kooperation mit Wissenschaftlern des Dartmouth College (New Hampshire/USA) untersucht, welche Vorgänge in unserem Gehirn ablaufen, wenn wir neue visuelle Muster verarbeiten und uns diese einprägen müssen. Die Forscher konnten dabei nachweisen, dass sich bereits nach einer Woche lang anhaltende Lernleistungen und damit zusammenhängende Veränderungen im Gehirn zeigen. Die Ergebnisse der Forscher sind in der renommierten Fachzeitschrift „Human Brain Mapping“ veröffentlicht worden (DOI: 10.1002/hbm.22245).

Lernen kann zu Vergessen führen

Neue Studie mit Folgen für schulischen und universitären Alltag

Prof. Dr. Karl-Heinz Bäuml

Auch wenn es komisch klingt: Lernen kann zu Vergessen führen. Zumindest dann, wenn man das wiederholte Lesen von bereits bekanntem Material mit reinen Abrufübungen kombiniert. Denn ein ständiges Wechseln zwischen „Lesen am Schreibtisch“ und „Abrufübungen vor dem Spiegel“ erschwert das Erinnern von ungeübten, aber verwandten Inhalten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern der Universität Regensburg. Die Ergebnisse sind von Bedeutung für den schulischen und universitären Alltag und wurden vor Kurzem in der renommierten Fachzeitschrift „Memory & Cognition“ veröffentlicht (DOI: 10.3758/s13421-012-0282-5).

ProSalamander: Nachqualifizierung von zugewanderten Akademikern im Ruhrgebiet und Regensburg gestartet

Das Programm ProSALAMANDER der Universitäten Duisburg-Essen (UDE) und Regensburg (UR) ist erfolgreich in seine erste Phase gestartet. Die ersten 25 Stipendiatinnen und Stipendiaten haben in dieser Woche, zum Start des Wintersemesters 2012/13, ihr Studium an den beiden Hochschulstandorten aufgenommen. Das Modellprojekt ermöglicht zugewanderten Akademikern bessere Arbeitsmarktchancen durch eine gezielte Nachqualifizierung. Entsprechend groß war die Nachfrage: 104 Interessierte aus 41 Ländern hatten sich für die Teilnahme am Programm beworben. Die Essener Stiftung Mercator finanziert ProSALAMANDER in den nächsten vier Jahren mit 2,5 Millionen Euro.

 

Die Gruppe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der UDE.
Foto: Frauke Schumann

Multitasking: Jonglieren statt Rotieren – Können Manager vom Jongliertraining für Kinder lernen?

Jonglieren hilft Kindern mit Spina bifida

Studie zeigt: Training fördert kognitive Fähigkeiten

 

Jennifer Lehmann, Uni Regensburg

Regensburg. Regensburger Forscherinnen haben den Einfluss des Jonglierens auf die mentale Rotationsleistung von Kindern erforscht, die an der Fehlbildung Spina bifida leiden. Unter mentaler Rotation wird die Fähigkeit verstanden, sich zwei- oder dreidimensionale Objekte gedreht vorstellen zu können. Die Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren zeigten im Rahmen der Untersuchungen wesentliche Verbesserungen ihrer räumlich-kognitiven Fähigkeiten. Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse ist die Entwicklung neuer Verfahren zur Therapie von Spina bifida möglich.