Versicherungsbranche

Arbeiten bei Versicherungen 2013: Stimmung so bescheiden wie die Zinsen

Andreas Hutfleß, Steria Mummert Consulting
Andreas Hutfleß, Steria Mummert Consulting

Hamburg – In der Versicherungswirtschaft in Deutschland herrscht aufgrund zahlreicher Baustellen gedämpfte Stimmung. Acht von zehn Entscheidern bei Versicherern und Maklern bereiten vor allem die niedrigen Zinsen Kopfzerbrechen. Dazu kommen die Vorarbeiten für Solvency II und weitere Regulierungen wie die nächste Stufe der EU-Vermittlerrichtlinie IMD 2. Als Ausweg aus dem Stimmungsloch plant die Branche Umschichtungen in rentablere Vermögensanlagen sowie Investitionen in IT und Standardisierung. Für Wachstum soll weiterhin die betriebliche Altersversorgung sorgen. Das sind Ergebnisse der Studie „Branchenkompass 2013 Versicherungen“ von Steria Mummert Consulting.

Kienbaum-Vergütungsstudie „Leitende Angestellte in Versicherungen 2009“: Versicherungen zahlen Führungskräften höheren Bonusanteil

Gummersbach.  Die Grundgehälter der leitenden Angestellten in Versicherungen sind im Vergleich zum Vorjahr moderat gestiegen: Führungskräfte auf der ersten Ebene unterhalb der Geschäftsführung erhalten durchschnittlich 2,6 Prozent mehr Gehalt, auf der zweiten Ebene sind es drei Prozent. 2007 sind die Grundgehälter noch um durchschnittlich 3,1 beziehungsweise 3,8 Prozent gestiegen. Bei der variablen Vergütung setzt sich der Trend zu einem höheren Bonus fort: 2005 betrug die variable Vergütung für leitende Angestellte der ersten Ebene noch 21.000 Euro, 2007 waren es 26.000 Euro und in diesem Jahr sind es durchschnittlich 30.000 Euro. Insgesamt werden Führungskräfte der ersten Ebene durchschnittlich mit 138.000 Euro und Führungskräfte der zweiten Ebene mit 99.000 Euro vergütet. Zu diesen Ergebnissen kommt die Vergütungsstudie „Leitende Angestellte in Versicherungen 2009“ der Managementberatung Kienbaum, zu der 3.032 Positionen aus 63 Unternehmen untersucht wurden