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Besuch bei XING

Der Apfel ist vergiftet - Bewerberrat im Businessnetzwerk
Der Apfel ist vergiftet - Bewerberrat im Businessnetzwerk

29.05.09 Was zeichnet die Beiträge im XING-Bewerberforum aus? Die Freude, auf einem Thema so lange herumzureiten, bis es tot ist und die Blindheit, am Ende zu bemerken, dass es niemals gelebt hat.

XING-Gruppen liegt ein schönes Konzept zugrunde: Jeder steuert aus seinem Blickwinkel etwas bei und taucht zumindest einen Teil des Ganzen in das helle Licht seiner Erfahrung. Die triste Wirklichkeit: Auf weiter Forenflur hoppeln alte Platzhasen, junge Meinungsrammler, zaghafte Einwandshäschen von einem kargen Halm zum nächsten. Den Chor bilden die üblichen Kopfschüttler, Abnicker und Einknicker. Die meisten dieser Auskenner richten ihr schwaches Lichtlein ganz auf sich selbst. Was da in der Dunkelheit der Bewerbungsfragen aufschimmert, ist nicht so sehr der Sachverstand der Gruppe, als die Eitelkeit des Einzelnen – in ihrer sprachlich unvorteilhaften Form.

Startup schafft Symbiose von Stellenmarkt und Social Network

Sean Blagsvedt, CEO-Gründer Babajob.com
Sean Blagsvedt, CEO-Gründer Babajob.com

Auf dem Höhepunkt des Web 2.0 Hype gab es eigentlich zum Thema e-Recruiting nur eine Frage: Wann lösen Social Networks die Online-Jobbörsen ab? Schliesslich vermeldeten die sozialen Netzwerke wie Facebook, StudiVZ, LinkedIn oder XING immer neue, steigende Mitgliederzahlen, die Break-Even-Schwelle sollte vor allem über Bezahl-Services wie z.B. die kostenpflichtige Publikation von Stellenanzeigen erreicht werden. Auf solchen Überlegungen zur Monetarisierung der Besucherreichweite basierten dann Börsengänge (XING) oder Übernahmen (Facebook ), und auch die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck fand sich nicht zu stolz, um Millionenbeträge in Visionen wie StudiVZ zu investieren. Doch die Realität brachte auch eine gewisse Ernüchterung.
So hat das soziale Business-Net XING zwar viele Nutzer gewonnen und unter den Headhuntern Deutschlands ist XING als Fundgruppe von Geschäftskontakten zu einem der wichtigsten Werkzeuge der Recherche für Direktansprachen geworden. Doch eine erfolgreiche Integration des Social Network Konzepts mit einem leistungsfähigen Online-Stellenmarkt lässt noch auf sich warten.

Inhalte für das nächste Jahrzent: 2. Cologne Web Content Forum

Köln, 18. Dezember 2008 – Sind soziale Netzwerke und Datenschutz miteinander vereinbar? Kommen jetzt endlich mobile Inhalte, und wie sehen sie aus? Was erwartet Konsumenten, Produzenten und die Netzinhalte selbst im Web 3.0?