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karriere.at Umfrage: Lärm, Telefon, Kollegen – Acht von zehn Arbeitnehmern fühlen sich ständig abgelenkt

Jürgen Smid, karriere.at
Jürgen Smid

Facebook & Co. beeinflussen Konzentration im Job nur gering

Linz – Jeder kennt das: Man möchte sich konzentrieren, wird aber ständig abgelenkt. Ein Problem, das vielen Arbeitnehmern den letzten Nerv raubt. Doch was sind die größten Störfaktoren im Berufsleben? karriere.at, Österreichs größte Online-Jobbörse, befragte dazu 568 User per Online-Voting. Ergebnis: Es sind klassische Probleme von Großraumbüros, die Arbeitnehmer in ihrer Produktivität hemmen. Telefone, Kollegen oder ein zu hoher Lärmpegel stören am häufigsten die Konzentrationsfähigkeit im Job.

„Was lenkt Sie beim Arbeiten am häufigsten ab?“, fragte karriere.at per Online-Voting. Das Ergebnis ist eindeutig: Insgesamt acht von zehn Arbeitnehmern geben an, durch ihre Umgebung von ihren Aufgaben abgehalten zu werden. Die meisten Umfrageteilnehmer (60 Prozent) sagen, ständig unterbrochen zu werden, jeder Fünfte (19 Prozent) fühlt sich durch den Lärmpegel gestört. Elf Prozent der befragten User haben das Gefühl, zu viele Aufgaben auf einmal erledigen zu müssen. Lediglich zehn Prozent sehen Facebook & Co. als größtes Hemmnis ihrer Produktivität.

Gute Akustik in Büros fördert Konzentration
Sind diese Probleme jedoch auch in der Managementebene Thema? Eine parallel laufende Befragung von 189 Führungskräften und Personalmanagern ging dieser Frage nach. 44 Prozent der Teilnehmer auf Arbeitgeberseite sind überzeugt, dass gute Akustik in Großraumbüros wichtig ist, um die Konzentration der Arbeitnehmer zu gewährleisten. Genauso viele (44 Prozent) stellen geregelte Workflows und dazugehörige Pausenregelungen in den Vordergrund. Nur sieben Prozent der Manager glauben, dass Facebook-Verbote die Produktivität steigern. Fünf Prozent halten es für notwendig, die Arbeitspakete einzelner Mitarbeiter (Workloads) ständig zu kontrollieren.

Arbeitsplatzgestaltung ist größte Herausforderung
„Das Umfrageergebnis zeigt, dass die größte Herausforderung klar in der Gestaltung von Arbeitsplätzen liegt, gerade wenn sich mehrere Mitarbeiter ein Büro teilen“, analysiert karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid. Es zeigt sich jedoch auch, dass Verbote von Facebook bzw. privatem Internet-Surfen am Arbeitsplatz die Produktivität der Arbeitnehmer nur scheinbar erhöhen. Smid: „Arbeitnehmer agieren meist mit hoher Eigenverantwortung, was die Nutzung von Social Networks betrifft. Sperrt man diese Plattformen, wird über das private Smartphone gesurft – die verlorene Zeit ist für den Arbeitgeber dieselbe.“

Grafiken zum Download:

Das Umfrageergebnis im Detail:

Was lenkt Sie beim Arbeiten am häufigsten ab? (568 Arbeitnehmer)

  • Der Lärmpegel im Büro. (19 Prozent)
  • Ständige Unterbrechungen. (Telefon, Kollegen, …) (60 Prozent)
  • Facebook, Internetsurfen & Co. (10 Prozent)
  • Zu viele Aufgaben auf einmal. (11 Prozent)

Optimales Arbeitsumfeld: Wie fördert man Konzentration? (189 Unternehmensvertreter)

  • Gute Akustik trotz Großraumbüros. (44 Prozent)
  • Geregelte Workflows inkl. Pausenzeiten. (44 Prozent)
  • Verbote von Facebook & Co. (7 Prozent)
  • Ständiges Workload-Controlling. (5 Prozent)

Über karriere.at
karriere.at ist Österreichs reichweitenstärkstes Online-Karriereportal mit Fokus auf Fach- und Führungskräfte vorwiegend aus dem kaufmännisch-technischen Bereich. Tausende aktuelle Jobs bei österreichischen Top-Unternehmen werden den Usern (rund 1,8 Mio. Besuche/Monat; ÖWA-zertifiziert) präsentiert. Seit Herbst 2012 ist karriere.at mehr: Mit stellenangebote.at gibt es eine spezifische Plattform für Arbeitnehmer aus Handwerk, Gewerbe, Handel, Gastronomie und Tourismus. Für optimale Reichweite beider Portale sorgt jobs.at, die hauseigene Meta-Jobbörse mit Premium-Platzierungen für karriere.at- und stellenangebote.at-Inserate.

Pressekontakt karriere.at:
Mag. Christoph Weissenböck
www.karriere.at
E-Mail: christoph.weissenböck@karriere.at
Tel.: +43 (0)732 908200-130

1 Comment

  • Die Ablenkung ist nicht nur im Büro. Auch Metallbauer, Dachdecker, Verputzer und Trockenbauer sind dank der Smartphones nicht mehr vor Ablenkung sicher. Der Lärmpegel ist bei Handwerkern schon immer grösser.

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