Originelle Initiativbewerbung: Arbeitssuchender geht mit eigenem Kalender in Bewerbungsmarathon

Alexander Hauk
Alexander Hauk

Berlin. Deutschlands wohl originellste Stellenbewerbung kommt in Form eines Fotokalenders auf die Bürotische der Personalverantwortlichen: Nach dem Ablauf seines befristeten Arbeitsvertrages sucht der Diplom-Politologe Alexander Hauk in Berlin eine neue berufliche Herausforderung als Pressesprecher oder in der politischen Kommunikation. Für seine Initiativbewerbungen hat der 39-Jährige zusammen mit der Werbefotografin Sophia Lukasch einen Wandkalender mit Motiven und Texten zu politischen Themen erstellt.

Das große Interesse des Arbeitssuchenden, der 15 Jahre Berufserfahrung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vorweisen kann, gehört gesellschaftspolitischen Themen. „Wahlen und Abstimmungen sind für mich mindestens genauso spannend wie für andere die Fußball“, sagt Hauk. In seinem „Bewerbungs-Kalender“ greift er deshalb aktuelle Themen auf, wie zum Beispiel Bildung, demografischer Wandel und Klimaschutz. Ergänzt werden die Fotos durch kurze Texte mit Zahlen aus Studien. Verbindendes Element ist ein Astronaut, der auf allen Motiven auftaucht. Die Kalendermacher haben ihn Protestonaut getauft, zusammengesetzt aus dem lateinischen Wort „protestari“ (öffentlich bezeugen) und der griechischen Silbe „-naut“ (Matrose).

Hauk bringt viel Berufserfahrung mit: Nach einem Volontariat bei einem Radiosender war er unter anderem als Pressereferent für eine Berufskammer und als Pressesprecher für einen internationalen Energiekonzern tätig. Bis zum 30. November hat er in einer Kommunikationsagentur als PR-Berater und Redakteur gearbeitet: „Dort habe ich überwiegend Auftraggeber aus Verwaltung und Bundesministerien betreut.“

Sophia Lukasch
Sophia Lukasch, Fotografin

Die Zeit bis zum Start seiner neuen Arbeitsstelle nutzt Hauk zur Weiterbildung. Er absolviert ein Kompaktstudium zum Manager Public Affairs an der Quadriga Hochschule und macht bei einem weiteren Anbieter eine zertifizierte Fortbildung zum Projektmanager. Die Kosten für die beiden Fortbildungen und den Kalender in Höhe von mehreren tausend Euro betrachtet er als gute Investition in den künftigen Arbeitsplatz: „Selbst wenn aktuell keine Traumstelle frei sein sollte, hängt der Kalender ein Jahr lang als Reminder an der Wand. “

Einige Exemplare des Protestonaut-Kalenders sind über die Fotografin erhältlich und können auch über Amazon (ISBN 978-3981672534). bestellt werden. „Jeder Euro den wir einnehmen, geht in die Stellensuche“, sagt Hauk, der sich nun auf das neue Jahr freut: „Ich wünsche mir und den anderen Millionen Arbeitssuchenden in Deutschland eine Arbeitsstelle.“

Der Kalender

Medien berichten über die Halskette beim Kanzlerduell, royale Hochzeiten, Alkoholprobleme von B-Promintenten oder den Bartwuchs von Fußballspielern: Vier Beispiele für die zunehmende Boulevardisierung. Banalitäten und Gerüchte versperren den Blick auf wichtige Themen wie Klimaschutz, Bildung oder Datenschutz Themen, die alle Menschen betreffen. Der Protestonaut (lat.: protestari öffentlich bezeugen, gr.: -naut Matrose) ist ein Kunstprojekt, das mit Fotos und kurzen Texten Aufmerksamkeit auf wichtige Punkte und Herausforderungen lenken will.

Der Kalender ist ein Impulsreferat in gedruckter Form. Er will Denkanstöße geben und zur Diskussion anregen. Obwohl schon die Auswahl der Themen, Motive und Informationsquellen eine Wertung darstellt, wurde auf größtmögliche Objektivität geachtet und die Texte auf Studien und Literatur gestützt.

Astronauten sind Entdecker und müssen zahlreichen herausforderungen gewachsen sein. Im All haben sie einen außergewöhnlichen Blick auf die Erde und schweben über Problemen des blauten Planten. Im Kostüm des Protestonauten könnte jeder stecken: die Verkäuferin, der Bankangestellte, die Lokalpolitikerin, der Student, die Managerin, der IT-Fachmann, die Leserbriefschreiberin, der Arbeitssuchende, die Lehrerin, der Privatier und Du.

Weitere Informationen zum Kalender: www.protestonaut.de
Interviewanfragen Alexander Hauk: 0176 30365406

www.alexander-hauk.de

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.