Umfrage zur Digitalisierung: Wunsch der Mitarbeiter bietet Unternehmen Potential

Prof.Dr. Thorsten Petry
Prof.Dr. Thorsten Petry

Über Digitalisierung in Unternehmen wird viel geredet und spekuliert. Dass sie ein Treiber für Wirtschaftlichkeit und Produktivität ist. Dass sie Arbeitsplätze zerstört. Dass sie die Flexibilität und Verfügbarkeit in der Arbeitswelt steigern wird. Aber wie ist eigentlich der Status Quo? Tatsächlich hinkt Deutschland bei der Digitalisierung hinterher. Jedoch wünscht sich ein Teil der Mitarbeiter mehr technologische Innovation im Berufsalltag, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Potential, das Unternehmen für sich nutzen sollten.

„Deutschland ist Mittelmaß“, lautet die Einschätzung der Internet-Rangliste der EU: Die Unternehmen könnten die Möglichkeiten digitaler Prozesse besser ausschöpfen, etwa bei Social Media oder der Cloud-Nutzung[i]. Während Arbeitgeber also eher zögerlich auf technologische Neuerungen reagieren, weiß ein Teil der Angestellten sehr genau, was er will. Bei einer Umfrage der Hochschule RheinMain in Zusammenarbeit mit der Plattform feelgood@work geben 85% der Unternehmen an, dass ihre Mitarbeiter aktiv nach einer höheren Digitalisierung verlangen. Das betrifft einerseits die jüngere Generation: Hier wünscht sich fast jeder Dritte mehr Technologie am Arbeitsplatz. 34% der Firmen geben an, dass in einzelnen Funktionsbereichen aktiver Bedarf nach höherer Digitalisierung besteht. Jedes fünfte Unternehmen stellt bei der ganzen Belegschaft eine klare Nachfrage fest.

Auch wenn es nur einen Teil der Angestellten betrifft, sollten Unternehmen eine Umsetzung dieser direkten Wünsche in Erwägung ziehen. Hier bietet sich die Chance für Prozessoptimierungen, die durch die intrinsische Motivation der Mitarbeiter getragen und damit effizienter umgesetzt werden können.

Das Potential der Digitalisierung reicht längst über den unternehmensinternen Bereich hinaus. Denn die digitale Kompetenz der Bürger ist überdurchschnittlich gut im europäischen Vergleich: 82% der 16 bis 74-Jährigen surft regelmäßig im Netz und die User haben basale bzw. gute Kenntnisse im digitalen Raum[ii].

 

Unternehmen können das zu ihrem Vorteil nutzen, z. B. auch für die Arbeitgeberdarstellung und die Suche nach Fachkräften. So lässt sich bereits die Unternehmenskultur digitalisieren und nach außen transparent machen, wie die Plattform feelgood@work zeigt. Virtuelle Spaziergänge durchs Büro, Einblicke in Mission und Arbeitsweisen sowie Statements der Mitarbeiter geben potentiellen Bewerbern einen Eindruck der Stimmung vor Ort. Bereits von Laptop oder Smartphone aus lässt sich dadurch einschätzen, ob die Werte des Unternehmens zu den eigenen passen – eine Darstellung, die gut angenommen wird.

Trotzdem gilt für Unternehmen: Allein „Ja“ zur Digitalisierung zu sagen, genügt nicht. Selbst wenn Menschen den Wunsch danach äußern, müssen Arbeitgeber diese Offenheit auch für sich selbst annehmen, die nötigen Freiräume schaffen und Veränderungen aktiv fördern. Denn nur so kann der Wunsch auch in erfolgreiches Handeln überführt werden.

Die Umfrage zur Digitalisierung in deutschen Unternehmen wurde durchgeführt von der Hochschule RheinMain unter Leitung von Prof. Dr. Thorsten Petry, Inhaber des Lehrstuhls Organisation & Personalmanagement, und in Zusammenarbeit mit feelgood@work. Die Plattform stellt die Kultur von Unternehmen dar und bietet Bewerbern bereits in Stellenanzeigen einen „Blick hinter die Kulissen“, damit Menschen den Arbeitgeber finden können, dessen Werte zu ihren eigenen passen.

Kontaktdaten:

feelgood@work
Leena Volland
Telefon: +49 (0)40 609 444 111
Mobil: +49 (0)176 816 19 174
E-Mail: leena@feelgood-at-work.de
Web: http://www.feelgood-at-work.de

Hochschule RheinMain
Prof. Dr. Thorsten Petry
Telefon: + 49 (0)611 9495 3124
E-Mail: thorsten.petry@hs-rm.de
Web: http://www.hs-rm.de
[i] Zeit Online (2015): Deutschland im Internet Mittelmaß. In: Online (http://bit.ly/1BRUh4m)

Unsere Adresse:
feelgood@work

HRM Data Solutions GmbH

Gottorpstrasse 16

Hamburg 22605

Germany

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