Der frühe Vogel fängt den Wurm

Thomas Olbrich

Für die Mehrheit der österreichischen Arbeitnehmer trifft dieses Sprichwort zu, ergab ein Online-Stimmungsbild unter karriere.at-Usern. Knapp ein Drittel (30 Prozent) trifft morgens schon vor 7 Uhr am Arbeitsplatz ein. Arbeitszeitregelungen, die Mitarbeitern größtmögliche Flexibilität ermöglichen, können für Unternehmen auch ein Bonuspunkt im Rennen um Fachkräfte sein, ist Thomas Olbrich, Chief Culture Officer von karriere.at überzeugt.

30 Prozent der 648 Voting-Teilnehmer auf Arbeitnehmerseite sind sich einig: Sie sind vor 7 Uhr am Arbeitsplatz. Ebenso viele (30 Prozent) sind ebenfalls noch bald dran und beginnen ihren Job zwischen 7 und 8 Uhr morgens. Sie sind überzeugt, dass in dieser Stunde am meisten erledigt werden kann. Rund jeder Vierte (27 Prozent) nimmt den Arbeitsbeginn etwas lockerer und kommt zwischen 8 und 9 Uhr – „wie es sich ausgeht“. Nur 13 Prozent der Befragten ist ihr Schlaf so
heilig, dass sie selten vor 9 Uhr zur Arbeit kommen.

Eine ähnliche Tendenz weist die gleichzeitig durchgeführte Befragung von 216 Unternehmensvertretern (HR-Manager, Führungskräfte, Unternehmer) auf: Zwar trifft in dieser Gruppe nur jeder Fünfte (20 Prozent) schon vor 7 Uhr am Schreibtisch ein, die meisten (45 Prozent) sind allerdings in der darauffolgenden Stunde im Büro. Nach 8 Uhr kommen nur 22 Prozent der Unternehmensvertreter, nach 9 Uhr ebenfalls nur 13 Prozent der Befragten.

Flexibilität wird immer wichtiger

„Wann ein Mitarbeiter seinen Arbeitstag beginnt, hängt nicht nur von persönlichen Präferenzen ab. Beispielsweise haben Eltern morgens eine längere To-do-Liste als kinderlose Arbeitnehmer, Pendler müssen sich oft nach Fahrzeiten von öffentlichen Verkehrsmitteln richten und so weiter“, analysiert Thomas Olbrich, Chief Culture Officer (CCO) von karriere.at das Voting-Ergebnis. Er hält es einerseits für wichtig, dass Arbeitnehmer größtmögliche Flexibilität bei der Einteilung
ihrer Arbeitszeit haben, andererseits dürfen Abläufe im Unternehmen nicht durch abwesende Mitarbeiter beeinträchtigt werden.

„Flexibilität und eine bestmögliche Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben werden Arbeitnehmern immer wichtiger. Gerade kleinere Arbeitgeber können sich damit von größeren Unternehmen abheben und so ihre eigene Arbeitgebermarke positiv besetzen“, ist Olbrich überzeugt.

 

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