Wir haben in Deutschland weniger einen Fachkräfte- als mehr einen Ideenmangel

www.sport.job.com ist nicht nur eine Stellenbörse für die Sportbranche, sondern entwickelt sich immer mehr zum Beratungsunternehmen für Unternehmen und Bewerber. Das Thema Fachkräftemangel beschäftigt natürlich auch das Sportbusiness. Im Interview mit Sabrina Klix, Inhaberin der Agentur Seetalent, wollte Caro Opp von www.sport-job.com wissen, was Unternehmen heutzutage tun können, um geeignetes Personal zu finden.

Sabrinas Klix

Liebe Sabrina, immer häufiger tun sich Unternehmen schwer, geeignetes Fachpersonal zu finden. Ist der viel zitierte Fachkräftemangel wirklich so gravierend oder machen Unternehmer ggf. bei der Suche Fehler?

Der Fachkräftemangel ist natürlich ein heiß diskutiertes Thema in Deutschland und sicherlich haben wir Berufsgruppen und auch Regionen, wo dies deutlich zu spüren ist. Zusätzlich wird in den Medien dieses Wort aber auch noch gepusht und wenn Stellen unbesetzt bleiben, ist automatisch der Fachkräftemängel schuld. Ich habe den Eindruck, dass Unternehmen den Fachkräftemangel teilweise als Ausrede für den Rückgang ihrer Bewerbungen oder die lange Besetzungsdauer vorschieben und sich wenig hinterfragen, woran es liegen könnte.
Dazu würde ich mir als Unternehmen die Frage stellen: Bin ich überhaupt ein attraktiver Arbeitgeber? Intern für meine aktuellen Mitarbeiter, aber auch nach außen für Bewerber? Für gute Bewerber brauche ich als Unternehmen heutzutage noch einiges mehr als eine Stellenanzeige, die die üblichen Standardformulierungen enthält. Ich muss mich als Unternehmen mit meiner Zielgruppe beschäftigen und idealerweise eine Persona definieren. Das, was die Kollegen im Marketing und Sales schon längst machen, muss die Personalabteilung nun auch aktiv gestalten.

Wenn ich das getan habe, kenne ich auch die Bedürfnisse dieser Bewerberzielgruppe und weiß, wie ich sie mit welcher Ansprache auf den entsprechenden Kanälen erreichen kann. Zusätzlich sollten natürlich die Vorteile, die das Unternehmen hat, auch herausgearbeitet und genannt werden. Das müssen nicht immer die harten Faktoren wie Geld sein. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern so viel an Mehrwert. Aber der ist für die Bewerber nicht erkennbar. Weder in der Stellenanzeige noch auf der Karrierewebsite oder auf anderen Kanälen. Ich muss mich nicht nur als Unternehmen mit meinen Produkten oder Dienstleistungen vermarkten, sondern auch als Arbeitgeber und dabei ist viel Kreativität gefragt. Daher denke ich, dass wir in Deutschland eher einen Ideenmangel als einen Fachkräftemangel haben!

Warum ist es heutzutage so wichtig geworden, sich als Unternehmen attraktiv darzustellen für potenzielle Bewerber?

Die Bewerber wissen, in welcher positiven Lage sie sind, vor allem die gefragten Bewerberzielgruppen. Hier sollte ich als Unternehmen natürlich meine Vorteile aufzeigen können. Arbeitgeber müssen erlebbar gemacht werden. Gleichzeitig ist es wichtig, dass hier auf Augenhöhe aufgetreten wird. Dass nicht mehr der Bewerber der Bittsteller ist, sondern dass das Unternehmen auch klar und transparent kommuniziert, was es als Arbeitgeber bietet.

Du hast vorhin gesagt, „der Arbeitgeber muss erlebbar gemacht werden“. Was genau meinst Du damit?

Folgendes Beispiel: Ich komme als Kundin in ein Geschäft. Meine Absicht ist eigentlich, ein Produkt zu kaufen. Trotzdem liegt meine Aufmerksamkeit auch auf dem Erlebnis beim Einkaufen. Werde ich zum Beispiel von den Mitarbeitern begrüßt? Wirkt das Personal motiviert, hat Spaß an der Arbeit? Hier ist bereits der erste Berührungspunkt, wo ich mich als Unternehmen und potenzieller Arbeitgeber erlebbar mache. Nachdem ich als Kundin nun ein gutes Gefühl habe, lese ich vielleicht ein paar Wochen später eine Stellenanzeige von demselben Unternehmen. Die Anzeige erreicht mich durch die Bild- aber auch Textsprache, so dass ich mich im nächsten Schritt mehr mit dem Unternehmen (als Arbeitgeber!) beschäftige. Dazu gehe ich auf seine Karriereseite, schau in sozialen Medien, Bewertungsforen nach und recherchiere nach mehr Informationen für mich als potenziellen Bewerber und Mitarbeiter.
Wenn sich der Arbeitgeber nach außen hin offen zeigt, Informationen hergibt, seine Mitarbeiter präsentiert, kann ich mir ein besseres Bild machen, ob ich dort arbeiten möchte und ob ich und das Unternehmen zueinander passen. Nachdem mich das überzeugt hat und ich viele authentische Informationen bekommen habe, verschicke ich meine Bewerbung und auch hier wird der Arbeitgeber wieder erlebbar gemacht.

Beispielsweise mit Reaktionszeiten auf Bewerbungseingänge, wie läuft das Vorstellungsgespräch ab, wie kompetent sind die Gesprächspartner usw. Und das geht natürlich weit über die Bewerbungsphase hinaus. Das ist dann der sogenannte Mitarbeiterlebenszyklus.

Was wird heutzutage von einem guten Arbeitgeber erwartet? Wo müssen Unternehmen flexibler werden?

Im Zuge von Digitalisierung und Virtual Reality wird die Sozialkompetenz eine noch viel größere Bedeutung einnehmen als die Fachkompetenz. Darauf müssen Arbeitgeber bei der Personalauswahl und Personalentwicklung eingehen. Transparenz und Kommunikation werden erwartet. Die Mitarbeiter von heute wollen wissen, wofür sie arbeiten. Sie wollen es nachvollziehen können und den Sinn ihrer Arbeit verstehen. Auch die Arbeitszeit ist ein großes Thema, bei dem viele Unternehmen noch zu unflexibel sind, in dem sie an der 40 Stunden/Fünf-Tage-Woche festhalten. Ich bin davon überzeugt, dass viele Stellen schneller besetzt werden könnten, wenn es flexiblere Arbeitszeitmodelle gibt.

Ab sofort kooperierst Du mit der digitalen Job-Plattform „sport-job.com“. Wie genau dürfen wir uns die Kooperation vorstellen?

Wir unterstützen Arbeitgeber dabei, dass sie sichtbar und attraktiv für Bewerber & Mitarbeiter werden. Dazu erstellen wir authentische Employer Branding Profile und attraktive Stellenanzeigen. Da Employer Branding ein strategisches Personalinstrument ist, beraten wir Unternehmen auch bei der Entwicklung ihrer Arbeitgebermarke und anschließenden Positionierung, wie z.B. Arbeitgeberwerte, Analyse der Bewerberzielgruppe, Karrierewebsite etc.
So vorbereitet, können Unternehmen aus der Sportbranche die Plattform sport-job.com, die größte vergleichbare im deutschsprachigen Raum, optimal nutzen um ihre/n ideale/n Mitarbeiter/in zu finden.

Wie profitieren Seetalent und sport-job.com voneinander?

Unsere Stärken liegen darin, dass wir unsere Kompetenzen aus dem Human Resources und Recruiting, aber auch aus dem Digitalen Marketing mitbringen. Wir wissen genau, worauf es im Recruitingprozess und bei der Darstellung der Arbeitgeberattraktivität ankommt und wie und wo Bewerber heutzutage angesprochen werden möchten. Darüber hinaus haben wir selber viele Jahre in der Sportbranche gearbeitet, so dass wir hier zusätzlich die Zielgruppe genau kennen.
Sport-job.com ist für uns und unsere Kunden eine fachspezifische Recruitingplattform, die wir unseren Kunden bei der Definierung von geeigneten Recruitingkanälen empfehlen. Sie sind mit rund 65.000 Unique Visitors im Monat der größte vergleichbare Dienstleister im deutschsprachigen Raum. Dank gezielter Kooperationen mit der Fachhandelspresse, Branchenexperten und Dienstleistern wie uns bieten sie Unternehmen eine hervorragende Möglichkeit, sich potenziellen Bewerbern gegenüber attraktiv darzustellen.

Liebe Sabrina, wir danken fürs Gespräch!

 

Über Seetalent

SEETALENT ist eine junge und moderne Agentur für frisches Employer Branding & Social Recruiting. Mit ihrem Knowhow aus Human Resources und Digital Marketing unterstützen sie Unternehmen dabei, zu attraktiven Arbeitgebern zu werden. Ziel soll es dabei immer sein, gute Bewerber zu bekommen und diese dann auch im Unternehmen zu halten. Das Team von Seetalent hat viele Jahre in Personalabteilungen und in Digitalagenturen gearbeitet, unter anderem im Sportumfeld bzw. Sportsponsoring.

www.seetalent.de

Über www.sport-job.com

Sport-job.de bzw. sport-job.com ist der Personalspezialist für die Sportbranche und kann langjährige Erfolge in der Talentakquise im Sportbusiness und der Etablierung starker Arbeitgebermarken nachweisen. Das Portal existiert bereits seit 2006 und baut auf dieselbe, bewährte Technologie wie beispielsweise LinkedIn, Xing oder Twitter. Der Fokus liegt dabei auf Sport und Industrie, Handel und Vertrieb, Fitness und Wellness, Service und Tourismus.

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