Digitalisierung

Wo bleibt der Mensch? Zwei Drittel der Frauen empfinden die digitale Arbeitswelt als inhuman

Frauen glauben nicht daran, dass die Arbeitswelt durch die Digitalisierung menschlicher wird und nur etwas mehr als die Hälfte (52,9 Prozent) empfinden die derzeitige Arbeitswelt manchmal als human. Nur ein knappes Drittel (30,5 %) empfinden die derzeitige Arbeitswelt als human. Das ergab die women&work-Besucherinnenbefragung 2019, die im Rahmen der 9. women&work am 4. Mai in Frankfurt durchgeführt wurde.

Melanie Vogel

Die Kompetenz zum Umsatteln

Aktuelle viasto Studie zur Veränderung der Jobkompetenzen durch die Digitalisierung zeigt: Arbeitnehmer bringen bereits 85% der benötigten Skills mit in den Job

Die klare Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer fühlt sich für die Veränderungen einer digitalen Arbeitswelt gerüstet. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie für die Europas führender Video-Recruiting Anbieter viasto mehr als 1.000 Menschen befragte. Demnach sind 84% der Befragten sicher, auch in einer digitalen Arbeitswelt wertvolle Mitarbeiter für Arbeitgeber zu sein. Dafür zeigen sich die Befragten flexibel und stellen sich auf eine Arbeitswelt ein, in der sie mehrfach ihre Berufsfelder wechseln werden. Dreiviertel aller Arbeitnehmer (75%) sind sogar explizit an einem solchen Berufswechsel interessiert – bei den jüngsten Kandidaten (18-29 Jahre) liegt der entsprechende Anteil gar bei 85%. Für 60% der Studienteilnehmer sind Veränderungen dieser Art natürliche Begleiterscheinungen des Arbeitslebens.

viasto
Sara Lindemann

Digitalisierung schafft neue Geschäftsmodelle in der Industrie

  • Industrie 4.0 verändert bei vielen Unternehmen die Geschäftstätigkeit
  • Berg: „Jedes Unternehmen sollte sein Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen“
  • Großteil verfolgt eigene Strategie für Industrie 4.0

Vernetzte Maschinen, die miteinander kommunizieren, Roboter, die Reparaturen durchführen, die automatisierte Wartung von Anlagen: In deutschen Fabrikhallen ist die nächste industrielle Revolution, die Industrie 4.0, in vollem Gange. Sie verändert nicht nur einzelne Abläufe und Prozesse, sondern sorgt auch für die Entstehung ganz neuer Geschäftsmodelle.

Achim Berg

Regierungen müssen mehr tun, um Menschen die Kompetenzen für die digitale Welt zu vermitteln

Regierungen müssen mehr in Bildung und Weiterbildung investieren und sie so gestalten, dass jede und jeder von der Digitalisierung profitieren kann. Zu diesem Schluss kommt eine neue OECD-Studie, die heute vorgestellt wurde.

Der OECD Skills Outlook 2019 ist Teil der OECD-Kampagne „I am the Future of Work“ zur Gestaltung der Arbeitswelt von morgen. Die Studie plädiert dafür, aus traditionellen Bildungssystemen Systeme lebenslangen Lernens zu machen.

swiss-image.ch/Photo by Sebastian Derungs

So viel New Work steckt in deutschen Teams 

Ob virtuelle Teams oder agiles Arbeiten – die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und die Art, wie Fachkräfte zusammenarbeiten. Doch wie läuft Teamarbeit in Deutschland heute wirklich ab? Haben sich unsere Arbeitsweisen bereits drastisch verändert? Eher nicht, zeigt eine neue Studie der Online-Jobplattform StepStone, für die rund 14.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland zum Thema Teamarbeit befragt wurden. Demnach bleiben klassische Kernkompetenzen wie Pünktlichkeit, Organisationsstärke und Sorgfalt am wichtigsten für eine erfolgreiche Arbeit im Team.

 

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Dr. Sebastian Dettmers

Mitarbeiter-Hemmschwellen bei der Digitalisierung abbauen

So profitiert ein Konzern von Automatisierung und nimmt seine Mitarbeiter mit.

  • Wer sich bewusst ist, welche Vorteile die Digitalisierung im Privaten bringt, der sieht Automatisierung in der Arbeitswelt auch positiver.
  • Auswahl der Prozesse ist entscheidend – am besten eignen sich Arbeiten, die als Pflichtaufgabe angesehen werden.
  • Unternehmen kalkulieren bei wachsendem Geschäft oft mit weniger Personal – Software-Bots können für einen Kapazitätenausgleich sorgen.
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Marc Ennemann, Partner, Head of Value Chain Transformation

Digitalisierung kommt in den deutschen Unternehmen an

  • Unternehmen stellen steigenden Wettbewerbsdruck fest und passen Produkte und Dienstleistungen an
  • Aber nur jedes fünfte Unternehmen investiert 2019 in digitale Geschäftsmodelle
  • Großer Nachholbedarf beim Einsatz neuer Technologien

Die Digitalisierung kommt in aller Breite in der Wirtschaft an. Deutlich mehr Unternehmen stellen einen steigenden Wettbewerbsdruck durch die Digitalisierung fest und passen Produkte und Dienstleistungen an. So sagen zwei Drittel (65 Prozent) der Unternehmen ab 20 Mitarbeiter aus allen Branchen, dass IT- und Internet-Unternehmen in ihren Markt drängen, im vergangenen Jahr waren es erst 57 Prozent. Aber auch Unternehmen anderer Branchen werden durch die Digitalisierung plötzlich zu direkten Wettbewerbern – das erleben 60 Prozent der Unternehmen (2018: 53 Prozent).

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Achim Berg

New Work: Wie gut sind Deutschlands Unternehmen aufgestellt?

Gastbeitrag von Elena Geiger

Moderne Büros, Home-Office und Obstkorb – immer mehr Unternehmen erhoffen sich durch nach „New Work“ klingende Benefits auch beim Recruiting einen entscheidenden Vorteil. In Zeiten des Fachkräftemangels und des „War for Talents“ muss qualifizierten Bewerbern schließlich vor Augen geführt werden, was das Unternehmen ihnen bieten kann. Aber wie viel New Work steckt tatsächlich in Deutschlands Unternehmen?

Eine neue Infografik des OTTO Newsroom zeigt den Status Quo anhand von vier Faktoren, die für die „neue Arbeitswelt“ von Bedeutung sind: Flexibilität, flache Hierarchien, Agilität und Digitalisierung. Die Bilanz: Viele Unternehmen sind von der Arbeitswelt der Zukunft noch weit entfernt. Es gibt außerdem große Unterschiede zwischen einzelnen Branchen.

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Elena Geiger

Recruiting Trends 2019: Digitalisierung der Human Resources

• Persönlichkeit vs. Digitalisierung: Schafft die HR-Branche den Spagat?
• Verdoppelung der Nutzung digitaler Auswahlsysteme durch Unternehmen
• Employer Branding stark verbessert – eine Schulnote besser seit letztem Jahr
• Diskrepanzen zwischen Trends und Realität in den Unternehmen

Human Resources ist die Branche, in der es auf Menschen und Persönlichkeit ankommt. Das sagt schon der Name. Doch wie passt das mit der zunehmenden Digitalisierung zusammen? Und welcher Punkt ist wichtiger: Menschlichkeit oder Digitalisierung?
Die 17. „Recruiting Trends“ Studie  des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Erlangen-Nürnberg und des Karriereportals Monster belegt: Digitalisierung und Menschlichkeit gehen Hand in Hand und bringen die Branche weiter.

Tim Weitzel

Budget für digitale Weiterbildung wird nur selten bereitgestellt

  • Drei Viertel aller Unternehmen haben kein festes Budget für digitale Weiterbildung
  • Fehlendes Budget und fehlende Zeit sind große Hemmnisse

Die Digitalisierung bringt jede Menge Weiterbildungsbedarf mit sich, aber nur in den wenigsten Unternehmen wird entsprechendes Budget dafür zur Verfügung gestellt.

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Juliane Petrich