Digitalisierung

Der Chief Digital Officer bleibt die Ausnahme

  • Nicht einmal jedes fünfte Unternehmen hat einen CDO oder Leiter Digitalisierung
  • Vor allem kleine Unternehmen hinken hinterher
  • In 4 von 10 Fällen ist die Position auf Top-Ebene angesiedelt

In den wenigsten deutschen Unternehmen gibt es einen Leiter Digitalisierung oder einen Chief Digital Officer (CDO). Wo diese Position geschaffen wurde, ist sie allerdings ganz oben angesiedelt: auf Vorstands- bzw. Geschäftsführungsebene oder direkt darunter angesiedelt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 603 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

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Digitalisierung verändert Führung | modernes Leadership

Corona-Krise und danach: So werden Geschäftsprozesse digital

Bitkom veröffentlicht Leitfaden zur Optimierung von Geschäftsprozessen

Cloud statt Aktenschrank, Online-Meeting statt Geschäftsreise, Bestellungen und Rechnungsversand über Kundenportale statt per Brief und Fax: Die Digitalisierung betrifft in Unternehmen immer auch die interne Organisation und die eigenen Geschäftsprozesse. Digitale Prozesse sind in aller Regel effizienter und bilden die Voraussetzung dafür, neue Produkte und Dienstleistungen an den Markt zu bringen und in einem sich wandelnden Wettbewerbsumfeld zu bestehen. Mit einem jetzt veröffentlichten Leitfaden hilft der Digitalverband Bitkom Unternehmen aller Branchen, ihre Geschäftsprozesse digital fit zu machen. Darin wird mit dem „Reifegradmodell Digitale Geschäftsprozesse“ ein neuartiger Ansatz vorgestellt, mit dem kleine, mittelständische und große Unternehmen sowie Organisationen schnell und einfach eine Standortbestimmung ihrer Geschäftsprozesse vornehmen können.

Achim Berg

Bitkom zur Datenstrategie der Bundesregierung: Die Digitalisierung kann nur gelingen, wenn wir unsere Datenschätze öffnen

Heute endet die Konsultationsfrist für eine Datenstrategie der Bundesregierung. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Die Corona-Krise hat uns vor Augen geführt, welche herausragende Bedeutung aktuelle und qualitativ hochwertige Daten für Gesundheitsversorgung, Gesellschaft und Wirtschaft haben können. Die Bundesregierung muss deshalb mit dem heutigen Ende der Konsultationsfrist jetzt die Umsetzung der Datenstrategie zügig vorantreiben. Die dringend notwendige Digitalisierung kann nur gelingen, wenn wir unsere Datenschätze stärker öffnen. Daran entscheidet sich auch, ob wir Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz umfassend nutzen und dort auch eine weltweite Führungsrolle übernehmen können.

Deutsche Unternehmen geben sich eine Drei im Fach „Digitales“

  • Deutsche Wirtschaft sieht vor allem Chancen in der Digitalisierung
  • Aber: Nur jedes vierte Unternehmen investiert in digitale Geschäftsmodelle
  • Berg: „Coronakrise ist ein Weckruf, die Digitalisierung massiv voranzutreiben“

Die Unternehmen in Deutschland sind in den vergangenen zwölf Monaten bei der Digitalisierung zwar vorangekommen, bewerten den eigenen Fortschritt aber eher zurückhaltend. So vergeben Geschäftsführer und Vorstände, gefragt nach dem Stand der Digitalisierung des eigenen Unternehmens, im Durchschnitt nur die Schulnote „befriedigend“. Mittelständler mit 100 bis 499 Mitarbeitern geben sich sogar lediglich ein „ausreichend“. Zugleich sehen nur noch 22 Prozent die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich bei der Digitalisierung in der Spitzengruppe, vor einem Jahr waren es noch 26 Prozent.

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Digitalisierung der Schulen geht schleppend voran

  • 5 Milliarden Euro des Digitalpakts Schule bislang erst zum Bruchteil abgerufen
  • Vier Bundesländer haben noch gar keine Förderanträge bewilligt

Ein Jahr nach Verabschiedung des Digitalpakts Schule hakt es noch immer bei der Umsetzung. Bislang haben erst zwölf Bundesländer Förderanträge bewilligt. In Hessen, dem Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein steht das noch aus. Das ergab eine Bitkom-Umfrage bei den Kultus- und Bildungsministerien der Länder. „Der Digitalpakt Schule kann und muss ein Meilenstein für die Digitale Bildung werden, aber wir kommen mit der Umsetzung viel zu zögerlich voran“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Achim Berg

Mit dem Digitalpakt Schule stellt der Bund 5 Milliarden Euro zur Digitalisierung der Schulen bereit. Die Höhe der bewilligten Fördermittel unterscheidet sich je nach Bundesland beträchtlich. Mit Abstand die größte Summe entfällt auf Hamburg, wo Förderanträge der Schulen mit einem Volumen von insgesamt 116,1 Millionen Euro bewilligt wurden.

Vor allem die Industrie bleibt bei digitalen Plattformen skeptisch

  • Industrieunternehmen sehen bei Plattformen häufiger Risiken als Chancen
  • Bitkom veröffentlicht Studienbericht zur digitalen Plattform-Ökonomie

Die deutsche Industrie tut sich schwer mit der digitalen Plattform-Ökonomie. So geben 41 Prozent der Industrieunternehmen an, dass sie digitale Plattformen eher als Risiko für das eigene Geschäft ansehen, nur 37 Prozent halten sie für eine Chance. Damit ist die Industrie deutlich skeptischer als der Dienstleistungssektor oder der Handel. Unter den Dienstleistern geben nur 27 Prozent an, digitale Plattformen stellten ein Risiko dar, 43 Prozent sehen sie als Chance. Im Handel betrachten sogar 60 Prozent Plattformen positiv, nur 22 Prozent halten sie für ein Risiko. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 502 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Achim Berg

Unternehmen versagen bei Weiterbildung

Viele Firmen sind nicht bereit für Digitalisierung – Umgang mit KI und Soft Skills entscheidend

 

Digitalisierung: Firmen bilden Personal kaum weiter (Foto: pixabay.com, geralt)
Digitalisierung: Firmen bilden Personal kaum weiter (Foto: pixabay.com, geralt)

Drei von vier Unternehmen weltweit investieren zu wenig in die Weiterqualifizierung ihrer Angestellten und sind deswegen nicht bereit für die Auswirkungen der Digitalisierung. Obwohl fast alle Firmen die Wichtigkeit von Anpassung der Mitarbeiter an moderne Technologie sehen, tun sie nicht genug dafür, wie eine Umfrage des Personaldienstleisters Randstad http://randstad.com zeigt.

„Kompetenzen neu definiert“

„Die Digitalisierung hat verändert, wie wir arbeiten. Sie hat die Kompetenzen, die ein Angestellter für einen Beruf braucht, neu definiert. Arbeitgeber haben erkannt, dass die Soft Skills, die nur ein Mensch besitzen kann, entscheidend sind, doch bieten sie oft nicht das nötige Training an, um diese zu steigern“, kritisiert Rebecca Henderson, CEO von Randstad Global Businesses.

Bitkom: Deutschland muss vom Getriebenen zum digitalen Antreiber werden

Zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Deutschland ist die viertgrößte Volkswirtschaft, Exportweltmeister und industrieller Motor Europas. Diese Führungsrolle ist in einer künftig durchgängig digitalisierten Welt bedroht. In einer repräsentativen Bitkom-Umfrage gibt eine deutliche Mehrheit (58 Prozent) der Geschäftsführer und Vorstände quer durch alle Branchen an, dass ihr Unternehmen bei der Digitalisierung ein Nachzügler sei. 3 Prozent meinen sogar, den Anschluss verpasst zu haben. 37 Prozent kommen mit der Digitalisierung nach eigenen Angaben nicht zurecht, 12 Prozent fühlen sich durch die Digitalisierung sogar in ihrer Existenz bedroht. Ein digitaler Motor sind wir nicht, bei der Digitalisierung geben andere das Tempo vor. Länder wie Dänemark, Singapur, die USA oder China könnten unterschiedlicher kaum sein, aber sie haben uns eines voraus: Sie gehen die Digitalisierung entschieden, mit Begeisterung, Engagement und in Höchstgeschwindigkeit an. Daran dürfen wir uns ein Vorbild nehmen. In den USA etwa sind die IT-Investitionen pro Einwohner heute bereits doppelt so hoch wie in Deutschland, und sie wachsen auch noch doppelt so stark. Die Schere öffnet sich weiter und sie öffnet sich schnell.

Achim Berg

Deutsche Wirtschaft läuft der Digitalisierung weiter hinterher

  • Mehrheit der Unternehmen sieht sich selbst noch als Nachzügler
  • Nur jedes dritte Unternehmen verfügt über eine zentrale Digitalstrategie

In den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft werden die eigenen Erfolge bei der Digitalisierung skeptisch beurteilt. Eine deutliche Mehrheit (58 Prozent) der Geschäftsführer und Vorstände gibt an, dass ihr Unternehmen bei der Digitalisierung noch ein Nachzügler sei. 3 Prozent meinen sogar, den Anschluss verpasst zu haben. Nur rund jedes dritte Unternehmen (36 Prozent) hält sich für einen Digitalisierungs-Vorreiter.

Achim Berg