Digitalisierung

Klimawandel: Jeder Zweite sieht Digitalisierung als Problemlöser

  • 56 Prozent der Bundesbürger schreiben digitalen Technologien Potenzial für Klimaschutz zu
  • Große Hoffnungen in intelligente Stromnetze, digitale Heizungstechnik und smarte Mobilität

Große Dürren, heftige Unwetter und steigender Meeresspiegel: Der Klimawandel ist das drängendste Menschheitsproblem – und die Digitalisierung kann helfen, Treibhausemissionen maßgeblich zu verringern. Darin ist sich die Mehrheit der Deutschen einig, wie eine aktuelle Befragung unter mehr als 1.000 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt. Demnach ist mehr als jeder Zweite (56 Prozent) überzeugt, dass die Digitalisierung beim Kampf gegen den Klimawandel helfen kann.

Achim Berg

Deutschland muss mehr ausländische Lehrkräfte gewinnen

Axel Plünnecke

Rund 25 Prozent der Lehrkräfte an deutschen Schulen müssen in den kommenden Jahren ersetzt werden. Doch der Nachwuchs fehlt.
Bundesweit gibt es mittlerweile einen so großen Engpass an Lehrkräften, dass viele Bundesländer bereits Seiteneinsteiger beschäftigen müssen. Und das Problem wird in den kommenden Jahren immer größer: So zeigt der aktuelle Bericht des Statistischen Bundesamt zum Schuljahr 2018/2019, dass rund 25 Prozent der Lehrkräfte in Deutschland mindestens 55 Jahre alt sind und damit in den kommenden zehn Jahren ersetzt werden müssen. In einigen ostdeutschen Bundesländern liegt dieser Anteil sogar bei über 40 Prozent.

BILDUNG: Gezielte Investitionen nötig

Axel Plünnecke
Prof. Dr. Axel Plünnecke

Von Axel Plünnecke

Im internationalen Vergleich muss Deutschland bei der Bildung zulegen, zeigt der neue OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick“. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, sind gezielte Investitionen in Bildung und Forschung nötig. Die Ausgaben dafür sollten von rund neun auf zehn Prozent des BIP erhöht werden.

Der Anteil der jungen Erwachsenen mit einem Hochschulabschluss ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen, der Fortschritt stagniert aber in jüngster Vergangenheit, zeigt ein neuer OECD-Bericht. Insgesamt gelingt es Deutschland zu wenig, den Zusammenhang von Bildungsergebnissen und sozialer Herkunft zu lockern. Unterm Strich reichen die bisherigen Investitionen der Bildungspolitik nicht aus, um die Teilhabechancen junger Menschen ausreichend zu sichern. Dabei gibt es schon heute einen steigenden Bedarf an Fachkräften – insbesondere in den MINT-Berufen. Nach IW-Berechnungen fehlen aktuell rund 59.000 IT-Experten.

Deutschland sieht optimistisch in die digitale Zukunft

Die aktuelle Spotlight-Umfrage von SThree zeigt: Digitalisierung wird in Deutschland nicht als Bedrohung für den eigenen Job betrachtet. Der Megatrend verändert unsere Arbeitswelt, doch sind wir ‚Betroffene‘ oder vielmehr ‚Gestalter des Wandels‘? 

Ergänzend zu ihrer regelmäßig veröffentlichten So arbeitet Deutschland-Studie, hat die international tätige Personalberatung SThree erstmals über ihre Website und Social-Media-Kanäle prägnante Stimmungsbilder zu aktuellen Themen der Arbeitswelt abgefragt. Ist ein digitales Mindset in den Köpfen der Arbeitnehmer in Deutschland angekommen? Die aktuellen Ergebnisse deuten darauf hin, denn den Folgen dieses Wandels wird offen und positiv entgegengesehen.

Timo Lehne

Professorin der ESMT Berlin erhält 1,5 Millionen Euro Förderung für Forschung zu digitalen Märkten

Özlem Bedre-Defolie, Associate Professor of Economics an der ESMT Berlin, wurde mit dem renommierten Starting Grant des European Research Council (ERC) ausgezeichnet. Bedre-Defolies Projekt „Digital Platforms: Pricing, Variety, and Quality Provision“ (DIPVAR) wird zwischen 2020 und 2024 mit insgesamt rund 1,49 Millionen Euro gefördert. Dazu gehört die Schaffung mehrerer neuer Stellen für Postdoktorandinnen und PhD-Kandidaten.

Özlem Bedre-Defolie

LinkedIn: Zukunft Personal Trends

„Leading in permanent beta“ lautet das Motto der diesjährigen Zukunft Personal. Damit wird Bezug genommen auf den anhaltenden Wandel, der unsere Arbeitswelt prägt. In den Augen von Barbara Wittmann, Head of Talent Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung bei LinkedIn DACH, sind im Kontext dieser dynamischen Entwicklung besonders die folgenden Trends von Bedeutung:

Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bleibt der Fachkräftemangel eine Herausforderung

Selbst in Zeiten, in denen die deutsche Wirtschaft kaum noch wächst, ist der Arbeitsmarkt in den meisten Branchen und Regionen noch relativ stabil. Der demografische Wandel, die Digitalisierung und die immer kürzer werdende Halbwertszeit unserer Fähigkeiten führen dazu, dass die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften auch in Zukunft einen sehr wichtigen Parameter für den Erfolg deutscher Unternehmen darstellt. Unternehmen tun deshalb gut daran, weiterhin ganzheitlich und langfristig zu denken. Dazu gehört es, eine attraktive Arbeitgebermarke aufzubauen und Mitarbeiter, denen Qualifikationen fehlen, durch entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen gerade jetzt zu fördern.

Barbara Wittmann

Bank 2.0: Welche Herausforderungen birgt die Digitalisierung für den Finanzsektor?

Digitalisierung bedeutet nicht automatisch Stellenabbau. Vielmehr ist sie eine Chance für neue Jobs, neue Qualifizierungen und persönliche Weiterentwicklung.

Interessante Zahlen in Sachen Digitalisierung

Die Digitalisierung ist neben dem Gesundheitsmanagement eines der wichtigsten Themen im Geschäftsleben, insbesondere im Finanz- und Rechnungswesen. Führend in Sachen digitaler Transformation sind die Banken und Versicherungen. Einen Digitalisierungsindex von 63 Punkten erreicht diese Branche, bei allen Branchen sind es durchschnittlich 54 Punkte. Gemäß der zweiten Auflage der repräsentativen Benchmark-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“, die von techconsult im Auftrag der Deutschen Telekom durchgeführt wurde, gibt es heute kein Finanzunternehmen mehr, das sich nicht mit der Digitalisierung befasst hat. Zu 69 Prozent ist die Transformation bei Finanzdienstleistern bereits ein fester Bestandteil der Geschäftsstrategie.

Pixabay.com © Free-Photos CCO Public Domain Digitalisierung bedeutet nicht automatisch Stellenabbau. Vielmehr ist sie eine Chance für neue Jobs, neue Qualifizierungen und persönliche Weiterentwicklung.

Bank 2.0: Welche Herausforderungen birgt die Digitalisierung für den Finanzsektor?

Diana Himmel

Digitalisierung bedeutet nicht automatisch Stellenabbau. Vielmehr ist sie eine Chance für neue Jobs, neue Qualifizierungen und persönliche Weiterentwicklung.

Interessante Zahlen in Sachen Digitalisierung

Die Digitalisierung ist neben dem Gesundheitsmanagement eines der wichtigsten Themen im Geschäftsleben, insbesondere im Finanz- und Rechnungswesen. Führend in Sachen digitaler Transformation sind die Banken und Versicherungen. Einen Digitalisierungsindex von 63 Punkten erreicht diese Branche, bei allen Branchen sind es durchschnittlich 54 Punkte. Gemäß der zweiten Auflage der repräsentativen Benchmark-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“, die von techconsult im Auftrag der Deutschen Telekom durchgeführt wurde, gibt es heute kein Finanzunternehmen mehr, das sich nicht mit der Digitalisierung befasst hat. Zu 69 Prozent ist die Transformation bei Finanzdienstleistern bereits ein fester Bestandteil der Geschäftsstrategie.

Bitkom-Branche zeigt stabiles Wachstum

  • Umsätze im ITK-Markt steigen 2019 um 2 Prozent auf 170,3 Milliarden Euro
  • Unternehmen schaffen bis Jahresende 42.000 zusätzliche Arbeitsplätze

Die Digitalbranche trotzt dem allgemeinen Trend und kann auch 2019 ihre Umsätze deutlich steigern. Die Rezession in der deutschen Industrie macht sich bei den Unternehmen der Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) derzeit noch nicht bemerkbar, allerdings ist der Ausblick auf 2020 etwas verhaltener. Das sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Auswertung von Marktdaten und Konjunkturumfragen durch den Digitalverband Bitkom. Nach Bitkom-Berechnungen steigen die Branchenumsätze 2019 um 2,0 Prozent auf 170,3 Milliarden Euro.

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