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Statistik-Warnung: Hamburger Wirtschaft muss Fachkräfte binden

Mirko Knappe, Northern Business School
Mirko Knappe, Northern Business School

Hamburg, 30. Juni 2009 – Hamburg stemmt sich bislang erfolgreich gegen den demografischen Wandel. Aktuellen Prognosen zufolge wird die Einwohnerzahl der Hansestadt  entgegen dem Bundestrend bis zum Jahr 2020 weiterhin zunehmen. Der Grund für diesen Sonderstatus: Hamburg ist nach wie vor für viele Zuzügler attraktiv. „Doch diese Entwicklung droht umzukippen“, warnt Mirko Knappe, Geschäftsführer der Hamburger Northern Business School, in einer aktuellen Analyse.  „Unternehmen aus anderen Bundesländern werden zunehmend versuchen, ausgebildete Fachkräfte oder Schulabgänger aus Hamburg abzuwerben.“ Denn der demografische Wandel verursacht in anderen Regionen massive Probleme. In Mecklenburg-Vorpommern reicht derzeit beispielsweise die Zahl der 10.000 Schulabgänger nicht mehr aus, um alle 11.000 Ausbildungsplätze im Land zu besetzen.

BVTB will entlassene Beschäftigte nicht in Strukturtransfergesellschaften „parken“

Michael Wacker: Erfolgreicher Beschäftigtentransfer braucht arbeitsmarktnahe Qualifizierung, schließt Rückkehrmöglichkeit aus und funktioniert in 12 Monaten

Hürth, 25. Juni 2009 – Der Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer (BVTB) spricht sich gegen Strukturtransfergesellschaften aus, in denen Beschäftigte während der Wirtschaftskrise „geparkt“ werden sollen. Nach den Vorschlägen der Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen sollen gekündigte Beschäftigte in externe Transfereinrichtungen abgegeben werden können, in denen sie schwerpunktmäßig qualifiziert werden und aus denen sie nach bis zu 24 Monaten in ihr altes Unternehmen zurückkehren können.

SAP-Projekte intern zu besetzen ist keine gute Lösung – IT-Markt schiebt Riesenberg von Projekten vor sich her

Hamburg, 6. Mai 2009. Der heute zum 13. Mal veröffentlichte Marktmonitor der Hamburger Projektbörse projektwerk.de zeigt, dass die krisenbedingte Investitionszurückhaltung das IT-Projektgeschäft weiter dämpft. Gegenüber dem Vormonat ist der Bedarf an IT-Experten in allen Bereichen weiter gesunken. Im April betrifft dies auch die Nachfrage nach SAP-Spezialisten. Nach einem guten Jahresauftakt für SAP-Projekte, der sich mit saisonal bedingtem Bedarf erklären lässt, fielen die bei projektwerk ausgeschriebenen Projekte für SAP-Experten von März auf April um ca. 30 Prozent. Dazu SAP-Berater Michael Blankertz aus Raubling, der seit über 15 Jahren vorwiegend mittelständische Unternehmen berät: „Die Unternehmen denken zu kurzfristig. Viele Projekte, die Entwicklungsaufwand mit sich bringen, werden im Moment gestoppt. Dass diese aber mittel- und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz eines Unternehmens erhöhen, wird dabei häufig völlig außer Acht gelassen. Auch werden vielfach Aufgaben an interne Kräfte übertragen, die diese dann irgendwie, aber sicher nicht wie ein versierter SAP-Mann lösen. Nice to Have-Projekte werden ganz gestrichen.“

Hewitt-Report: „2009 – Eurotop 100 Director’s Remuneration“: Top-Manager müssen sich künftig stärker an ihrer Leistung messen lassen

Wiesbaden – Top-Manager werden europaweit zunehmend und in hohem Maße leistungsorientiert bezahlt: der variable Vergütungsteil bedeutet im Schnitt mehr als 50 Prozent des Jahresgesamtgehalts. Dies sind Ergebnisse der Studie „2009 – Eurotop 100 Directors‘ Remuneration“, durchgeführt von der Personalmanagement-Beratung Hewitt Associates. Deutsche Führungskräfte stehen noch mehr im Leistungs-Fokus. Hierzulande macht der variable Vergütungsbestandteil 76 Prozent der Jahresgesamtbezüge aus. Lediglich England hat mit 77 Prozent ein noch höheres variables Gehalt. „Gerade in Krisenzeiten ist eine leistungsbezogene Vergütung ein wichtiger Stellhebel, um Anreizwirkung zu entfalten und auf die Marktanforderungen zu reagieren. Da viele Unternehmen in diesem Jahr im Hinblick auf die Gehaltssteigerungen eine Nullrunde einlegen, wird der leistungsbezogenen Zusatzvergütung eine noch bedeutendere Rolle zukommen“, prognostiziert Thomas Aleweld.

Kienbaum-Studie „Wertschöpfende Personalarbeit in Krankenhäusern“ 2009: Wettbewerb um gutes Personal wird härter

Petra Schubert, Kienbaum
Petra Schubert, Kienbaum

Gummersbach, 24. Juni 2009 Die Rekrutierung und Bindung von qualifiziertem Personal und die Steigerung von Effizienz sind für jedes fünfte Unternehmen in der Gesundheitsbranche die zentralen Herausforderungen. Für die Personalverantwortlichen in Krankenhäusern stehen daher die Rekrutierung und Bindung von Fach- und Führungskräften sowie die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter ganz oben auf der Agenda. Das ergab die Studie „Wertschöpfende Personalarbeit in Krankenhäusern“ 2009 der Managementberatung Kienbaum, an der sich 66 Krankenhäuser beteiligt haben. „Der Mangel an Fach- und Führungskräften in der Gesundheitsbranche ist gravierend. Hier die richtigen Lösungswege zu beschreiten ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die künftige Entwicklung der Krankenhäuser“, sagt Petra Schubert, Partnerin und Health Care-Expertin der Managementberatung Kienbaum.

Fünf Jahre EU-Osterweiterung: Deutschland profitiert langfristig von der Arbeitsmigration

Timo Baas, IAB
Timo Baas, IAB

Die Zuwanderung aus den acht osteuropäischen Beitrittsländern erhöhte das Bruttoinlandsprodukt in der erweiterten EU seit 2004 um 0,2 Prozent oder 24 Milliarden Euro, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Deutschland hatte aufgrund seiner Zuwanderungsbeschränkungen in den ersten fünf Jahren seit der EU-Osterweiterung nur einen geringen Anteil an der Migration. Eine Öffnung der deutschen Arbeitsmärkte für eine Zuwanderung aus den Beitrittsländern würde langfristig positive Effekte haben, schreiben die Autoren der Studie Timo Baas, Herbert Brücker und Andreas Hauptmann.

Bundesagentur für Arbeit: Ab Juli 2009 Erhöhung der Regelsätze in der Grundsicherung

Ab Juli 2009 Erhöhung der Regelsätze in der Grundsicherung – Automatische Umstellung der laufenden Leistungen

Zum ersten Juli 2009 erhöht sich pauschalierte Regelleistung bei Arbeitslosengeld II.
Damit betragen die neuen Regelsätze:
– 359 Euro für Alleinstehende und Alleinerziehende
– 323 Euro für volljährige Partner
– 287 Euro für Kinder ab Beginn des 15. bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres
– 251 Euro für Kinder ab Beginn des 7. bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres
– 215 Euro für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres

Kienbaum Communications Awards 2009 sind vergeben: Continental ist in Bewerberkommunikation spitze

Thomas Kleb, Kienbaum Communications
Thomas Kleb, Kienbaum Communications

Gummersbach, 22. Juni 2009 Den Kienbaum Communications-Award 2009 für das beste Absageschreiben hat die Continental AG gewonnen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die TNT Express Deutschland GmbH und die Hermes Logistik Gruppe. Thomas Kleb, Geschäftsführer von Kienbaum Communications (http://kienbaum-communications.de/personalmarketing), hat die Sieger des Awards auf dem DGFP-Kongress, der Fachmesse für Personal + Weiterbildung in Wiesbaden gekürt. Continental überzeugte die Jury mit Mut zur Offenheit in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs und der aktuellen Turbulenzen rund um das eigene Unternehmen. Im Inhalt sehr authentisch, in der Sprache klar und untheatralisch geht Continental auf die Situation des eigenen Unternehmens und die spezifische Bewerbersituation ein. TNT Express sicherte sich Platz zwei mit einer individuellen Ansprache, die die Balance zwischen Emotion und Information hält. Der Drittplatzierte Hermes lenkt den Blick des Bewerbers in die Zukunft: „Das muss jedoch nicht das letzte Wort sein“, heißt es im Absageschreiben von Hermes.

Monster startet Videooffensive mit JobTV24

Dr. Rainer Zugehör, JOBTV24
Dr. Rainer Zugehör, JOBTV24

Berlin, 23. Juni 2009 – Monster und JobTV24 intensivieren die Zusammenarbeit bei Firmenvideos: In den Sommermonaten bietet das weltweite Karriereportal gemeinsam mit seinem Partner JobTV24 verstärkt die Videoeinbindung in Stellenanzeigen an. Der Einsatz von Unternehmensvideos in Stellenanzeigen erhöht die Bewerbungsqualität. Firmenvideos vermitteln den Bewerbern einen authentischen Einblick in Firmenphilosophie, Anforderungen und Karrieremöglichkeiten – ohne jemals vor Ort im Unternehmen gewesen zu sein. Kandidaten, die zu der Überzeugung kommen, dass sie nicht zum Unternehmen passen, bewerben sich gar nicht erst. Dieser Vorgang spart in den Personalabteilungen Zeit und Geld, weil weniger Falschbewerbungen eingehen, die geprüft werden müssen. Da kosteneffizientes Personalmanagement in wirtschaftlichen Krisenzeiten für Unternehmen besonders wichtig ist, bieten Monster und JobTV24 in den Sommermonaten attraktive Preispakete für Kombinationen aus Stellenanzeigen und Videos an.

Marktübersicht: Die Top-50 Jobbörsen in Deutschland

Die Wirtschaftskrise macht sich im Recruiting bemerkbar: Die Jobbörsen publizieren weniger Inserate als im Juni 2008.

25.6.2009/ghk. Die aktuelle Rangliste der Top-50 Jobbörsen, gemessen an der Anzahl der publizierten Stellenanzeigen für Jobbörsen zeigt die Bremsspuren der Wirtschaftskrise. So publizierte das Karriereportal Monster/Jobpilot im April 2009 rund 35 Prozent weniger Stellenangebote als im Vorjahr. StepStone (-17 Prozent), CareerBuilder Deutschland (-12 Prozent),  FAZjob.net (-30 Prozent), oder Stellenanzeigen.de (-20 Prozent) mussten ebenfalls einen Rückgang im Anzeigengeschäft hinnehmen. Die Jobbörse Kalaydo konnte sich mit einem Zuwachs von zwei Prozent dem allgemeinen Trend entziehen. Doch auch hier gilt: Ohne die Kooperationen mit zusätzlichen Verlagspartnern in Rheinland-Pfalz und Hessen wäre das Wachstum sicherlich nicht zustande gekommen.