Nachrichten

Angst vor Personalmangel: Öffentliche Hand winkt mit besseren Arbeitsbedingungen

Der sichere Job auf dem Amt gilt als begehrt, gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten. Personalmangel dürfte in öffentlichen Verwaltungen daher kein Thema sein. Ein Trugschluss, denn auch Kommunen und Ländern macht der demografische Wandel zu schaffen. Zwei Drittel der Entscheider in Behörden rechnen daher für die nahe Zukunft mit Personalengpässen. Sechs von sieben Verwaltungen wollen dieser Entwicklung mit attraktiven Arbeitsbedingungen für die fast vier Millionen Beamten und Angestellten entgegenwirken. Das sind die Ergebnisse der Studie „Branchenkompass 2008 Public Services“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

BA-Chef Weise: „Rettungsschirm“ für Arbeitnehmer ist Sache der Politik

Frank-J. Weise, Bundesgentur für Arbeit
Frank-J. Weise, Bundesgentur für Arbeit

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit widerspricht einem Bericht in der heutigen „Rheinischen Post“, er werde beim Konjunkturgipfel kommende Woche im Bundeskanzleramt Vorschläge zu weiteren Schutzmaßnahmen für Arbeitnehmer vorlegen.

„Vorschläge zu weiteren Maßnahmen für den Schutz von Arbeitnehmern in Zeiten der Krise sind allein Sache der Politik“, sagte Weise. „Aufgabe des Vorstandes der BA ist es allein, die Folgen dieser Vorschläge zu berechnen und transparent zu machen und politische Entscheidungen umzusetzen.“

Rezessionssichere Jobs: In der Zeitarbeit sind bestimmte Bereiche im Finanz- und Rechnungswesen nach wie vor gefragt

München, 2. April 2009. In der momentan angespannten wirtschaftlichen Lage einen neuen Job zu finden, stellt viele Arbeitssuchende vor eine große Herausforderung. Eine mögliche Lösung können jedoch zeitlich befristete Tätigkeiten sein, denn zahlreiche Unternehmen greifen in ökonomisch schwierigen Zeiten gern auf Zeitarbeitskräfte zurück. Nach den Erfahrungen des im Finanz- und Rechnungswesen führenden Personaldienstleisters Robert Half Finance & Accounting haben zumindest einige Berufsbilder für Zeitarbeiter auch in der aktuellen Flaute Hochkonjunktur.

Unternehmen stellen Fachkräfte gegen den Strom ein

Frank Hensgens, Stepstone
Frank Hensgens, Stepstone

Internationale Arbeitsmarkt-Studie: Unternehmen setzen in der Krise auf antizyklische Rekrutierung von Fachkräften

Düsseldorf, April 2009. Die Krise als Chance im „War for Talents“. Viele internationale Unternehmen setzen in der derzeitigen Situation auf antizyklisches Rekrutieren von qualifizierten Fachkräften. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie von StepStone und der Economist Intelligence Unit (EIU), für die fast 500 internationale Unternehmen mit größtenteils über einer Milliarde Dollar Umsatz befragt wurden. Demnach wollen 42 Prozent der Unternehmen zukünftig verstärkt Fachkräfte ansprechen, die anderenorts freigesetzt wurden. Weitere 27 Prozent gehen noch einen Schritt weiter und wollen die Situation dazu nutzen, ihren Wettbewerbern verstärkt qualifizierte Mitarbeiter abzuwerben.

Monster Employment Index nimmt im März leicht ab

Marco Bertoli (Monster Deutschland)
Marco Bertoli (Monster Deutschland)

ESCHBORN, 14. April 2009 – Nach einer Erholung im Februar ist das Online-Stellenangebot in Deutschland im März rückläufig. So fällt der Monster Employment Index für Deutschland um vier auf 121 Punkte. Diese Entwicklung ist vor allem auf die sinkende Nachfrage nach Ingenieuren (-26 Punkte) und Fachkräften im Industriebereich (-15 Punkte) zurückzuführen: Hier macht sich die anhaltende Rezession der deutschen Wirtschaft besonders bemerkbar. Mehr Jobangebote verzeichnet hingegen die Gesundheitsbranche, die um 20 Punkte im Vergleich zum Vormonat zulegt. Auf regionaler Ebene sind vor allem Nordrhein-Westfalen (-16 Punkte) und Bayern (-13 Punkte) vom Rückgang der Online-Stellenanzeigen betroffen, während sich das Saarland (+3 Punkte) und Mecklenburg-Vorpommern (+1 Punkt) im März leicht erholen.

Bewerben zwecklos: Der beste Job Deutschlands

Die cleveren Tourismusmanager der australischen Insel Hamilton Island in Queensland haben der ganzen Welt vorgeführt, wie man mit einer pfiffig formulierten Stellenanzeige ein weltweites Publikum erreicht: Die Ausschreibung zum besten Job der Welt liest sich wie ein Ausflug ins sagenumwobene Shangri-La, die Aufgabenbeschreibung könnte nicht attraktiver dargestellt werden und der Bewerbungsprozess wird wie DWSDS zelebriert: Die Welt sucht den Superstar. Die erste Stellenbesetzung nach dem DWSDS-Auswahlverfahren wurde zwar schon an den US-Präsidenten Obama vergeben, doch für den Traumjob auf Hamilton Island gibt es noch gute Chancen.

Hamilton Island, Queensland, Australien. Foto: Laurence Grayson.
Hamilton Island, Queensland, Australien. Foto: Laurence Grayson.

Arbeitsmarkt Gesundheitswesen – Krankenhaus Trend 2009: Deutsche Kliniken bauen ambulante Versorgung weiter aus

Die deutschen Kliniken wollen verstärkt in die ambulante Versorgung investieren. 73 Prozent der Fach- und Führungskräfte aus deutschen Krankenhäusern planen, sich verstärkt auf das Angebot ambulanter Leistungen zu konzentrieren. Damit nutzen immer mehr Häuser neue Möglichkeiten, die ihnen der Gesetzgeber bietet. Seit Ende 2008 dürfen Kliniken ihre ambulanten Leistungen, etwa in der Krebsbehandlung oder bei Herzerkrankungen, ausweiten. Hohe Aufmerksamkeit wird zudem Kooperationen und Fusionen entgegengebracht. Aktuell räumen 66 Prozent der Klinikmanager diesen Strategien Priorität ein. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Krankenhaus Trend 2009″ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit kma online.

Hartz IV = Chancenlos? – Weder Sackgasse noch Endstation!

Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit
Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit

Perspektiven am Arbeitsmarkt, Teilhabe an Bildung, Integration in Arbeit und Gesellschaft – dies wird selten mit Hartz IV in Verbindung gebracht. Zu Unrecht, weiß Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit.

„Unter den 2,3 Millionen Arbeitslosen in der Grundsicherung verbirgt sich ein großes Beschäftigungspotenzial, das es zu erschließen gilt und schon erschlossen werden konnte. Entgegen der weitläufigen Meinung ist „Hartz IV“ eben keine Sackgasse oder gar Endstation. Auch hier gibt es viele Erfolgsgeschichten. Der Weg zum Erfolg ist vielleicht manchmal ein wenig steiniger aber letztendlich umso ermutigender“, so Alt.

Von Finno-Ugristen und Epithetikern: Die zehn ungewöhnlichsten Berufe auf meinestadt.de

Siegburg. Wie sie ihren Job erledigen, weiß niemand genau. Menschen, die beispielsweise als Epithetiker, Finno-Ugrist oder Mystery Shopper arbeiten, müssen sich ständig erklären, weil niemand ihr kurios klingendes Berufsbild direkt definieren kann. meinestadt.de greift diesen Arbeitnehmern unter die Arme und unterstützt sie bei der Aufklärungsarbeit: Unter http://jobs.meinestadt.de hat das Städteportal in seinem Online- Stellenmarkt eine Übersicht der zehn ungewöhnlichsten Berufe zusammengestellt. Alle Jobs werden kompakt erläutert, so dass Außenstehende schnell einen Einblick in die jeweilige Tätigkeit bekommen.

Aktuelle Hewitt-Studie: „The Evolution of Expatriate Rewards in China“ -Deutsche Führungskräfte verdienen in China mehr als das Doppelte

Marco Reimers, Hewitt Associates
Marco Reiners, Hewitt Associates

Wiesbaden 2. April 2009 – Deutsche Fach- und Führungskräfte in China verdienen, verglichen mit ihren Kollegen in derselben Position, deutlich mehr: Ein Seniormanager aus dem „Westen“ erhält in China im Durchschnitt Jahresgesamtbezüge in Höhe von 173.575 US-Dollar, sein Kollege in gleicher Position aus Taiwan verdient 130.975 US-Dollar, der aus China noch 81.348 US-Dollar. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Hewitt-Studie „The Evolution of Expatriate Rewards in China“.